Deggendorf Pflanz scheitern ganz knapp in FreiburgNiederlage im ISHD-Pokal

Deggendorf Pflanz scheitern ganz knapp in FreiburgDeggendorf Pflanz scheitern ganz knapp in Freiburg
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Am Ende hatte es für die Deggendorf Pflanz nicht ganz gereicht, um in die nächste Runde des Skaterhockey-Pokalwettbewerbes einzuziehen. Mit 6:7 musste man sich auswärts denkbar knapp dem Ligakonkurrenten Breisgau Beasts geschlagen geben. Nach den bisher eher ernüchternden Auftritten in den beiden Vorbereitungsspielen hatten nur wenige Optimisten damit gerechnet, dass es überhaupt ein derart spannendes Spiel werden könnte. So gab es trotz der Niederlage nur positives Feedback aus der Heimat.

Kurzfristig mussten die Pflanz auf Tobi Stadler verzichten, der sich im Abschlusstraining nach einem unglücklichen Zusammenprall eine Schulter- und Rippenprellung zuzog. Auch Matthias Schmerbeck musste aufgrund eines grippalen Infekts passen. Für Stadler sprang Leo Bamann ein und für Schmerbeck schob Spielertrainer Bauer Doppelschichten.

Die Pflanz starteten, ganz anders als die Woche zuvor in Augsburg, äußerst konzentriert in die Partie. Etwas mehr als eine Minute war gespielt, als Stefan Bauer auf der linken Seite durchbrach und zum 1:0 für die Pflanz traf. Die Freiburger taten sich zu Beginn schwer, erst eine Überzahlsituation, resultierend aus einer unnötigen Strafzeit, ließ die Beasts richtig ins Spiel kommen. Kurz vor Ablauf der Strafzeit hämmerste Tim Schultis den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit Chancen auf beiden Seiten. Eine dieser Chancen nutzte Kevin Robert und traf zum 2:1 für Freiburg. Die letzten fünf Minuten des ersten Drittels gehörten dann klar der Mannschaft von Trainer Dirk Müller. Die Pflanz waren zu weit von den Gegenspielern weg und zu harmlos in den Zweikämpfen. Doch mit etwas Glück und Goalie Manu Früchtl schaffte man es nicht noch weiter in Rückstand zu geraten.

Die Pause tat den Pflanz gut. Man sammelte sich und konzentrierte sich wieder auf das Wesentliche. So konnte Dominik „Zlatan“ Steer in der 25. Spielminute mit einem wuchtigen Schlagschuss ausgleichen. In der 32. Spielminute nutzten die Freiburger einen Stellungsfehler in der Pflanz-Defensive und erzielten mit einem verdeckten Schlagschuss das 3:2. Nur wenige Minuten später schickte Daniel Schober in seinem ersten Pflichtspiel seit über zwölf Monaten Daniel Schmidt auf die Reise. Dieser konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden und die Schiedsrichter entschieden zurecht auf Penalty. Spielertrainer Bauer ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte souverän zum erneuten Ausgleich. Mit einem gerechten 3:3 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.

Auf Seiten der Pflanz wollte man nun Ruhe bewahren, denn die Freiburger wirkten bereits etwas müde. Allerdings erwischten die Gastgeber einen guten Start und gingen schnell wieder in Führung. Nur eine Minute später stellte Daniel Huber in Überzahl den erneuten Ausgleich her, um direkt vom Bully weg wieder in Rückstand zu geraten. Ein Missverständnis nutzten die Breisgauer in Person von Jonas Falb zum 5:4. Dann kam Daniel Schober in Fahrt. Zuerst markierte er in Überzahl den Ausgleich. Zwei Minuten später sorgte er mit einem gewaltigen Schlagschuss für die zweite Führung im Spielverlauf. Zu sehr beflügelt vom Führungstreffer erlaubte sich Schober ein kleines Wortgefecht mit einem Freiburger, woraufhin er von den souverän pfeifenden Schiedsrichter eine zweiminütige Bankstrafe erhielt. Eine spielentscheidende Situation, hätten die Pflanz durch das Überstehen der Unterzahl den Freiburgern doch etwas den Zahn ziehen können. Doch es kam anders, denn die Freiburger schlugen in Person von Jonas Falb zurück und glichen aus. Jonas Falb war es auch, der nur kurze Zeit später die erneute Führung für die Beasts erzielen konnte. Hier müssen sich die Pflanz den Vorwurf machen, dass sie nach dem Ausgleich vielleicht etwas zu viel wollten und so direkt den nächsten Gegentreffer schlucken mussten. Somit liefen die Pflanz zum fünften Mal in diesem Spiel einem Rückstand hinterher. Die Freiburger zogen sich weit zurück und machten die Räume eng. Trotz guter Chancen und einer Überzahlsituation half alles Anrennen nichts, der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Somit endete eine spannende Pokalschlacht mit 7:6 für die ansonsten so heimstarken Freiburger.

Spielertrainer Stefan Bauer zum Spiel: „Natürlich war die Enttäuschung bei den meisten Spielern nach dem Schlusspfiff groß. Doch zeigt dieser Auftritt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Freiburger waren sicherlich nicht komplett, wir waren es allerdings auch nicht. Das Spiel war eine Chance zu beweisen, dass wir mit einem Zweitligisten mithalten können. Dabei ging es nicht darum es irgendwem zu beweisen. Wir wollten es uns selbst beweisen und das haben wir geschafft.“