Das Problem mit der Überzahl

Das Problem mit der ÜberzahlDas Problem mit der Überzahl
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Der neue Trainer der Uedesheim Chiefs kommt aus dem Nachbarland: Gerwin Elesen, aktueller Trainer der niederländischen Skaterhockey-Nationalmannschaft, hat am Dienstag erstmals das Training der Chiefs geleitet. Der 38-Jährige kann auf eine langjährige Erfahrung im Skaterhockey zurückblicken.

Nach acht aktiven Jahren in den Niederlanden spielte Elesen sechs Jahre mit dem Crefelder SC in der höchsten deutschen Spielklasse. Danach war er vier Jahre als Nachwuchstrainer in Krefeld tätig, drei Jahre in Tilburg und in den letzten drei Jahren konnte er als Coach von Utrecht Disaster jeweils die niederländische Meisterschaft gewinnen. Dadurch und auch durch seine vierjährige Tätigkeit als Nationaltrainer kennt sich Gerwin Elesen im internationalen Skaterhockey sehr gut aus.

Bei seiner ersten Ansprache in Uedesheim machte er seinem neuen Team Mut, doch noch die Play-offs erreichen zu können. „Wir haben eine gute Mannschaft, aber uns bleibt wenig Zeit. Wir müssen jetzt schnell wieder gute Laune in die Truppe bekommen, denn spielen können sie alle.“

Mit seiner Mannschaft hatte sich Gelesen, der sich auf Eigeninitiative bei den Chiefs beworben hatte und Team-Manager Peter Lehmann überzeigen konnte, bereits im Vorfeld beschäftigt. „Wir haben drei, vier Ausnahmespieler im Kader, der Rest ist auch viel zu gut um auf Platz sieben der Liga zu stehen. Noch haben wir alles in der Hand und mit ein paar kleinen Veränderungen können wir die Saison noch retten.“

Auf den ersten Blick sieht Elesen die wichtigsten Ansatzpunkte beim Powerplay und bei der teilweise nicht vorhandenen Disziplin. „In Holland hatten meine Mannschaften immer so um die 80 Prozent Erfolgsquote in Überzahl, da wollen wir hinkommen.“ Zuletzt lag die Quote in Uedesheim deutlich unter 20 Prozent. Was die Strafen angeht, reichte Elesen ein Blick in die letzten Spielberichte. „Da wurden teilweise Führungen aus der Hand gegeben, weil wir zu oft auf der Strafbank saßen. Hier müssen wir in Zukunft cleverer sein.“ Dazu hofft Elesen, dass spielerische Element bei den Chiefs weiter fördern zu können und auf der Bank mit seiner Art neue Ruhe auszustrahlen.

Gleich in seinem ersten Spiel wartet mit dem Pokalduell gegen Rostock eine große Aufgabe. „Es besteht durchaus die Chance, dass wir es in der Liga nicht mehr schaffen. Der Pokal ist unser zweites Standbein, da wollen wir soweit kommen wie möglich.“ Allerdings wird am Sonntag (16 Uhr) nur ein dezimierter Kader auflaufen können. Kapitän Marcel Mörsch bleibt das Verletzungspech treu. Er zog sich vor Wochenfrist einen Haarriss in der Ferse zu. Trainieren konnte Mörsch bisher nicht, ob es für Sonntag reicht, ist fraglich. Die Ligapause nutzen und den Jahresurlaub verbringen, das war vor der Terminierung der Pokalpartie der Plan von Meikel Thürmann, Sebastian Schreiber und Sebastian Muhs. Der Pokal kam dazwischen, diese drei werden am Sonntag definitiv fehlen.

Die Rostocker sin für die Chiefs ein gänzlich unbekannter Gegner. Im zweiten Jahr in der Nord-Bundesliga halten dich die Hansestädter wacker im Mittelfeld der Liga. Aus der Erfahrung heraus sichern sie zu Hause mit großem Kader den Klassenerhalt und reisen nur mit wenigen Spielern zu den Auswärtsspielen. In diesem Jahr konnten sie auswärts bisher nur bei der Schießbude in Ahaus gewinnen. Man wird abwarten müssen, welche Rostocker Spieler am Sonntag im „Chiefs Garden“ auflaufen werden.

Nach Rostock geht es für Gerwin Elesen und sein Team in der kommenden Woche (11. Juni, 19 Uhr) gleich prestigeträchtig weiter, wenn das Rückspiel bei den Düsseldorf Rams ansteht. Will man die Chance auf Platz vier wirklich wahren, muss in der Landeshauptstadt auf jeden Fall gewonnen werden.

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