Das Prinzip Hoffnung

Devils starten ins UnbekannteDevils starten ins Unbekannte
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Nach einem großen Kraftakt rangen die SG Langenfeld Devils dem Crefelder SC ein 7:7 (3:2, 2:2, 2:3)-Unentschieden in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Nord ab. Durch den beim Tabellenführer gewonnen Punkt können die Teufel nun wieder auf den Klassenerhalt hoffen, sind aber weiterhin auf Schützenhilfe angewiesen. Unabhängig vom Ausgang der Liga endet die Ära Thomas Schütt in Langenfeld.

Den technisch starken und überlegenen Krefeldern schenkten die Langenfelder keinen Zentimeter auf dem Feld. Durch die disziplinierte Arbeit der Teufel, verbunden mit enormem Kampfgeist, konnte man vom tabellarischen Unterschied auf dem Platz nichts feststellen. Die schnelle Führung der Gastgeber (2.) egalisierten die Devils schnell durch ein Tor von Giacomo Cannoni (6.). In der elften Minute konnte Langenfeld nach dem Treffer von Christian Ruthus sogar mit 2:1 in Führung gehen. In der Folge erhöhte Krefeld das Tempo und drehte das Spiel, nachdem ein Schlagschuss von Jost Henke unterhalb des Lattenkreuzes einschlug, dieses jedoch von den Unparteiischen nicht gesehen wurde. Krefeld traf in der 12. und 16. Minute und schraubte dann zu Beginn des 2. Drittels die Führung auf 5:2 in die Höhe.

Langenfeld steckte allerdings nicht auf, sondern kämpfte sich zurück ins Spiel. Henk Ginsberg und Julian Gemein sorgten mit ihren Treffern in der 28. bzw. 37. Minute für Anschluss. Im Schlussabschnitt glich Moritz Matzkies in der 42.Minute sogar verdient aus. Im Anschluss machten sich die großen Anstrengungen bei den Langenfeldern kurzzeitig bemerkbar. Krefeld nutzte dies und ging wieder mit zwei Toren in Front. Es folgte die Schlussoffensive der Teufel. Mit den letzen Kräften ging Thomas Schütt sehr früh aufs Ganze. Schon drei Minuten vor dem Ende wechselte er einen fünften Feldspieler für seinen Torhüter ein. Die Devils setzten das Tor der Krefelder unter Dauerfeuer und wurden dafür in der 59. Minute durch das 7:6 belohnt. Jost Henkes fulminanten Schlagschuss fälschte Dominik Gladbach ins Gehäuse der Gastgeber ab. Eine Sekunde vor dem Ende spielte Sebastian Schwickart den gegnerischen Torhüter aus und passte auf den freistehenden Rhutus, der das erlösende 7:7 erzielte.

Nachdem Hannover am gleichen Abend von Oberhausen geschlagen wurde, ist nun Abwarten angesagt. Die Niedersachsen liegen jetzt zwei Punkte hinter den Teufeln, haben jedoch noch zwei ausstehende Spiele. In der nächsten Woche müssen die Hannoveraner in Kiel antreten. Das letzte Spiel bestreiten sie dann am 10. Oktober bei den bereits aufgestiegenen Berlinern. Dabei muss Hannover mindestens drei Punkte, da die Teufel ein um 28 Tore besseres Torverhältnis haben. Sollten die Niedersachsen also am nächsten Samstag verlieren, würde Langenfeld vermutlich von dem Super-Gau „Abstieg in die Regionalliga“ verschont bleiben.

Unabhängig vom diesem Ausgang endet in Langenfeld eine Ära. Thomas Schütt, der seit neun Jahren die sportliche Verantwortung in Langenfeld trägt, tritt als Trainer der ersten Mannschaft zurück. Er zieht damit für sich die Konsequenzen aus dem unterirdischen Abschneiden der Devils in diesem Jahr.