Da war mehr drin

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Mit nur zehn Feldspielern plus Felix Thomas als Torhüter ging es für die Rostocker Nasenbären gleich mitten hinein in ihre zweite Saison in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord. Nach nur wenigen Tagen gemeinsamer Vorbereitung mussten die Hansestädter bei den Crash Eagles Kaarst auflaufen und unterlagen am Ende etwas unglücklich mit 5:0 (2:1, 2:4, 1:4).

Trotz der Anreise durch die halbe Republik erwischten die Gäste von der Ostsee einen guten Start und egalisierten die frühe Führung von Eagles-Goalgetter Mike Höfgen (5.) bereits nach weinigen Minuten durch Christian Herrmanns Gewaltschuss, bei dem es für Kaarsts Goalie Jochen Sangs nichts zu halten gab. Nun übernahmen die Rostocker vermehrt die Initiative und drängten den Hausherren zunehmend ihre Spielweise auf, kombinierten immer sicherer und krönten diese starke Phase mit ihrem zweiten Treffer zum 2:1 durch Paul Peapke.

Auch der Start in den zweiten Spielabschnitt bestimmten sofort wieder die Nasenbären, die mit ungeahnt offensiver Ausrichtung die nun leicht konsternierten Gastgeber etwas aus dem Konzept brachten. Bereits nach zehn Sekunden hatte „Wolle“ Martin Keeper Sangs zum dritten Mal überwunden und fast schien es, als wäre der Widerstand der Eagles bereits gebrochen, als Christian Ciupka gar zur 4:1-Führung für die Mecklenburger einnetzte und dafür sorgte, dass Torhüter Sangs entnervt seinen Platz für Backup Robert Pinior räumte. Mit drei Toren Vorsprung wollte und vor allem sollte man die Partie nun eigentlich kontrollieren. Allerdings stellten sich die Gäste diesmal selbst ein Bein und nahmen sich durch zum Teil unnötige Strafen selbst aus dem Spiel. So drehten die Gastgeber auf 5:4 zu ihren Gunsten.

Konditionell mussten die Gäste vor allem im Schlussdrittel Tribut zollen, da die neue Regelauslegung dafür sorgt, dass bei verhängten Zeitstrafen die Uhr stets angehalten wird, sobald der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, sodass sich die effektiv abgesessenen Strafzeit gegenüber letzter Saison zum Teil stark verlängern. Die Crash Eagles, zwischenzeitlich auf nur zwei Reihen umgestellt, konnten nun personell wieder aus dem Vollen schöpfen und spielten ihre Vorteile nun gnadenlos aus. So erwischte Höfgen den Rostocker Schlussmann Felix Thomas in der 44. Spielminute auf dem falschen Fuß und zwei Minuten später funkte Sascha Drehmann empfindlich zwischen das Aufbauspiel der Nasenbären, verwandelte anschließend im Alleingang es stand 7:4. Martin Doerjers 5:7-Anschluss (50.) sorgte noch einmal für etwas Zuversicht in den Reihen der Warnowstädter und mobilisierte die letzten Kräfte. Auch danach haderten die Rostocker mit den Unparteiischen. So zog Kaarst auf 9:5 davon.