CSC verliert in Köln

CSC verliert in KölnCSC verliert in Köln
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Die Vorzeichen standen ganz gut, hatte man doch die Rheinos in der Vorbereitung bereits zweimal bezwungen. Die Kölner hatten zwei Siege in der Bundesliga auf dem Konto und führten auch in Iserlohn, als das Spiel dort wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen werden musste. Köln hatte somit einen glänzenden Saisonstart, während die Bears noch wegen der Niederlage mit sich haderten. Denn eigentlich war das Ziel der Trainer Harald Holthausen und Brandon Bernhardt drei Siege aus den drei Heimspielen. Nun wollten die Skating Bears dafür die Punkte aus Köln entführen. Dass das nicht leicht werden würde, war allen Beteiligten klar. Köln musste auf den Ex-CSC-Spieler Nikolas Neutzer und den verletzten Kai Esser verzichten, während bei den Skating Bears Steffen Müller fehlte. Für ihn hütete Christian Kramer, der im Freundschaftsspiel beim 10:4 eine glänzende Leistung zeigte, das. Als Back-up hatten die Bears Florian Häming von der 2. Herren verpflichtet.

Die Gastgeber legten gleich mit hohem Tempo los, wollten schnell für klare Verhältnisse sorgen, beschossen das Tor des CSC permanent, während sich die Skating Bears auf Konter verlegen. In der sechsten Minute waren die Bears damit erfolgreich, als Dennis Holthausen den Ball auf Sebastian Busch legte, der zum 0:1 versenkte. Die Rheinos antworteten mit wütenden Angriffen, schnürten die Gäste teilweise in ihrer Hälfte ein. Als Krefeld den Ball nicht raus bekommt, schlägt Köln zu und gleicht zum 1:1 durch Mike Kemmerling aus. In der elften Minute nutzten dann die Skating Bears eine Überzahlsituation aus, als Sebastian Müller den Ball vor das Kölner Tor legte und Dennis Holthausen unhaltbar zur zweiten Führung versenkte. Köln war in den Offensivbemühungen deutlich aktiver als der CSC und kam in der 17. Minute zum erneuten Ausgleich durch Tobias Adam. Jetzt befreiten sich die Gäste etwas und kamen nach einer schönen Vorarbeit von Wasja Steinborn und einem Schlagschuss von Tim Gregorie zur dritten Krefelder Führung wenige Sekunden vor der ersten Pausensirene.

Die Skating Bears kamen mit mehr Schwung aus der Kabine, wollten jetzt nachlegen, erspielten sich gute Chancen, nutzten sie aber nicht. In der schnellen Begegnung, konnte jeder Fehler tödlich sein. So rückten die Bears in der 24. Minute zu weit auf, ein zu lässiges Zuspiel führte zu einem Konter, den David Weisheit zum 3:3-Ausgleich nutzte. Jetzt hatten die Rheinos wieder etwas mehr vom Spiel. In der 28. Minute nutzte Tobias Adam einen Abpraller zur ersten Kölner Führung, 4:3. Nach 29 Minuten gerieten die Bears zum zweiten Mal in Unterzahl. David Weisheit war erneut zur Stelle. Der CSC hingegen konnte seine Überzahl trotz großer Chancen nicht nutzen. Die nächste Unterzahl für die Gäste führte dann zum 6:3 durch Hans Hermann Merkel. Bei den Bears war der Wurm drin. Ein kapitaler Abwehrfehler führte zum nächsten Konter und zum 7:3 durch Mike Kemmerling. Trotz der hohen Führung zeigten sich die Rheinos von ihrer unsportlichsten Seiten, reklamierten, meckerten und diskutierten mit den Schiedsrichtern, die in der 37. und 38. Minute die Nase voll hatten und die Weisheit-Brüder mit gelb verwarnten und Tobias Adam zunächst mit gelb und dann mit Gelb-Rot vom Platz stellten. Eine Überzahlsituation konnten die Bears dann zum Anschlusstreffer nutzen. Dennis Holthausen legte auf Wasja Steinborn, der zum 7:4 versenkte.

Die Skating Bears wollten gleich im dritten Drittel nachlegen, liefen aber schnell in einen Konter und kassierten nach nur 24 Sekunden das 8:4 bei einer zwei auf eins Situation. Die Bears ackerten, wollten wieder herankommen und schafften dies auch mit einem Solo von Sebastian Busch in der  47. Minute. Nur eine Minute später das 8:6 durch Andre Kammen, aber Köln antwortete schnell und erhöhte auf 9:6 in der 51. Minute. In der gleichen Minute gerieten die Bears erneut in Unterzahl und Köln nutzte dies wieder aus und erhöhte auf 10:6. Als dann David Weisheit bei Krefelder Überzahl das 11:6 markierte war bei den Gästen die aus Krefeld die Luft raus. Eine weitere Unterzahl nutzten die Domstädter wieder zur 100%igen Überzahl-Trefferquote zum 12:6. Und als wäre es nicht schon schlimm genug rutschte vier Sekunden vor Schluss Christian Kramer noch der Ball unter der Fanghand durch.