CSC verliert im Derby gegen Kaarst

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So schrieben die Eagles auf ihrer Homepage nach der Klatsche gegen Essen: „Krefeld kann sich beruhigt zurücklehnen und morgen eine B-Elf aufstellen. Zu harmlos wirkte heute Kaarst.“ Die Skating Bears wollten sich davon aber nicht blenden lassen. Sebastian Eloo meinte vor dem Spiel: „Kaarst hat nichts zu verlieren, die können locker aufspielen.“  Nach den bisherigen Ergebnissen lag der Druck tatsächlich auf den Bears. Einen weiteren katastrophalen Auftritt  wie gegen Essen werden die Gäste gegen Krefeld sicherlich nicht noch einmal abliefern. Bei den Skating Bears fehlte Wasja Steinborn krankheitsbedingt, was ein weiterer Rückschlag für die Skating Bears war.

Die Skating Bears gingen aber gewohnt schwungvoll in die Partie und schlugen auch gleich zu. Nach 23 Sekunden hämmerte Max Zillen von der Mittellinie den Ball in die Kaarster Maschen. Die Bears drängten, aber Kaarst kämpfte und überstand kurz darauf fünf Minuten Unterzahl schadlos. Nach circa zehn Minuten übernahmen die Gäste die Initiative bedrängten das Tor von Christian Kramer intensiv, fanden aber keinen Weg an ihm vorbei. Nach fünfminütiger Druckphase der Kaarster, hatten sich die Bears wieder gefestigt und machten ihrerseits wieder mehr Druck, konnten aber auch keinen Treffer mehr erzielen. So gingen die Teams nach einem ausgeglichenen ersten Drittel mit einem 1:0 für den CSC in die Kabinen. Die Crash Eagles zeigten sich sehr kämpferisch und engagiert, so wie es nach zwei hohen Niederlagen zu erwarten war.

Noch schneller als die Bären waren die Eagles. Sie brauchten nur elf Sekunden nach Wiederbeginn, um den Ausgleich zu erzielen. Jannik Marke konnte mit Schlagschuss Kramer überwinden. Nach einem kapitalen Abwehrfehler ging Jannik Marke alleine auf Christian Kramer zu und erzielte die Führung für die Gäste in Unterzahl. Aber die Bears schlugen in ihrer Überzahl noch einmal zu und markierten den Ausgleich durch Sebastian Sdun. Doch Kaarst war nun richtig warmgelaufen ging in der neunten Minute erneut in Führung, als die Defense der Bears erneut patzte. Roy Linder konnte einnetzen. Zwischenzeitlich hatte sich das Spiel zu einem hochklassigen entwickelt, es ging hin und her. Einen Schlagschuss von Dennis Winkels konnte Dario Khazaei nur nach vorne abwehren. Till van de Sand stand genau richtig und traf im Nachschuss. Kurz vor der Pause legte Dennis Holthausen schön auf Andre Kammen, der im zweiten Versuch Dario Khazaei zur erneuten Führung überwandt.
Und im dritten Drittel passierte das, was den Bears gegen Lüdenscheid fast das Genick gebrochen hätte. Eine frühe Strafe nutzten die Crash Eagles in der vierten Minute zum Ausgleich. Die nächste genauso unnötige Strafe sorgte für die 5:4 Führung für Kaarst. Lula Linde traf genau den den nicht abgedeckten Winkel am kurzen Pfosten. In der zehnten Minute legte Max Zillen auf Dennis Holthausen auf, der zum 5:5 Ausgleich traf. Nach einem Check gegen den Kopf, hätten die Bears die Möglichkeit gehabt in einer fünfminütigen Überzahl die Eagles auszuspielen. Diesen Vorteil machten sich die Bären mit dummen Fouls und zwei zwei Minuten Strafen zunichte. Perlitz nutzte eine Unachtsamkeit in der Verteidigung zur erneuten Führung für Kaarst. Sein Schlenzer landet direkt unter der Latte. Zwei weitere Strafen für die Skating Bears blieben ungestraft. Heute kann man wieder klar sagen, auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele.

Die Crash Eagles zeigten sich gut erholt von der Klatsche des Vortages und konnten den Bears insbesondere im dritten Drittel den Schneid abkaufen. Zudem hat Kaarst früher begriffen, dass die guten Schiedsrichter recht kleinlich gepfiffen haben. Auffällig bei den Skating Bears, war der enorme Leistungsabfall im letzten Spielabschnitt. Überheblichkeit war bei den Bears nicht zu spüren und auch nicht zu sehen. Möglicherweise mussten sie ihrem hohen Tempo der ersten beiden Drittel Tribut zollen.

Harald Holthausen kommentierte das Spiel wie folgt: „Wir haben vollkommen zu Recht verloren.“  Zu weiteren Kommentaren war er kurz nach Spielende nicht zu bewegen. Auch Vorsitzender Joachim Zillen war enttäuscht: „Das geht mir irre nah, diese vielen unnötigen Strafen, so kann man ein Spiel nicht gewinnen.“ Ein Großteil der 337 Zuschauer wird sich ebenfalls über die unnötige Niederlage ärgern.