Crash Eagles untermauern Platz drei 16:9 gegen die Duisburg Ducks

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Personell sah es auf beiden Seiten schon mal besser aus. Duisburg konnte nicht in Bestbesetzung antreten und auf Kaarster Seite fehlten neben den Urlaubern Niclas Stobbe und Janik Jost die beruflich verhinderten Christian von Berg und Kevin Stein. Als sich morgens dann noch Dominik Boschewski krank meldete, mussten die Adler das Team umstellen. Stürmer Nils Lingscheidt rückte in die Verteidigung und Junior Tobias Wolff besetzte die Position von Kevin Stein.

Bei solchen Voraussetzungen rechnet man eigentlich mit einer abwartenden Haltung beider Teams. Die knapp 100 Zuschauer sahen jedoch zwei sehr offensiv ausgerichtete Mannschaften. Die Crash Eagles belohnten sich als erstes für den Offensivgeist. Ein Traumpass von Felix Wuschech auf Andre Ehlert vollendete dieser zum 1:0 (2.). Tobias Wolff erhöhte auf 2:0 in der neunten Minute. Dominik Müller traf zum Anschluss für Duisburg, die bis dato mit Kaarst auf Augenhöhe waren (9.). Kaarst erhöhte danach das Tempo und nutzte eine kollektive Duisburger Tiefschlafphase zwischen der 13. und 15. Minute zu vier Toren. Nils Surges, Tim Dohmen und zweimal Andre Ehlert, der nach dem Spiel zum „Man of the Match“ gekürt wurde, waren die Torschützen zum 6:1-Pausenstand.

Nach dem Wechsel wollte Kaarst nun den Sack zu machen und drei weitere Tore durch Thimo Dietrich, Marcel Noebels und Moritz Otten sorgten für den 9:1-Zwischenstand. Was nun folgte brachte die beiden Kaarster Trainer Otten und Evertz auf die Palme. „Das war Kirmes-Hockey vom allerfeinsten“, bemängelte Evertz die völlig offene Spielweise ob der hohen Führung. „Wenn plötzlich jeder meint, sich in die Torschützenliste einzutragen, geht das in der Bundesliga schnell in die Hose“, so Otten. Duisburg fuhr einen Konter nach dem anderen und so stand es plötzlich 9:6. Pascal Mackenstein beendete die Serie der Ducks mit dem 10:6 und dem 11:6 kurz vor der zweiten Pause.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie hin und her und Kaarst traf noch fünfmal. Je zweimal Thimo Dietrich und Marcel Noebels sowie Nils Surges sorgten bei vier Treffern der Gäste für den verdienten 16:9-Heimsieg.

Acht verschiedene Torschützen auf Kaarster Seite zeigen die große Ausgeglichenheit im Kaarster Team. Auch die Tatsache, dass man den Ausfall von vier Verteidigern kompensieren kann, zeigt die Stärke des diesjährigen Teams. „Unsere gute Nachwuchsarbeit zahlt sich immer mehr aus und wird uns auch zukünftig noch viel Freude machen“, so Otten.

Die Adler haben mit nun 32 Punkten die Qualifikation für die Play-offs so gut wie sicher. Letztmalig war dies im Jahr 2007 der Fall.