Crash Eagles sind bestes deutsches Team bei EuropapokalRang drei in Rossemaison – Gentofte Starz landen vorne

Die Crash Eagles Kaarst im Duell mit dem SHC Rossemaison. (Foto: Mauricette Schnider)Die Crash Eagles Kaarst im Duell mit dem SHC Rossemaison. (Foto: Mauricette Schnider)
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Im Finale bezwangen die Dänen die Heimmannschaft aus Rossemaison mit 4:2 und Kaarst gewann das Spiel um den dritten Platz mit 5:2 gegen London.

Es war ein Turnier mit vielen knappen Spielen, was für die sportliche Ausgeglichenheit spricht. Für den am Wochendende vom Pech verfolgten Deutschen Vizemeister Samurai Iserlohn, der trotz zweier DEL-Profis aus Krefeld, nur auf dem elften Rang landete, war ebenso mehr drin, wie für den Titelverteidiger aus Köln. Die Domstädter fanden erst zum Ende des Turniers ihre Form und wurden so schließlich Fünfter.

Die Crash Eagles selber starteten optimal ins Turnier und konnten zum Auftakt die Dark Vipers Salzburg mit 13:0 und den SHC Givisiez (Schweiz) mit 6:4 bezwingen. Damit ging man als Erster der Vorrundengruppe in die Zwischenrunde. Dort gewann man gegen die Lunatics Wien (Meister Österreichs) mit 6:1 und spielte 7:7 gegen die Borehamwood Crusaders aus England. Hier konnte man einen zwischenzeitlichen 3:7-Rückstand ausgleichen und so souverän die Qualifikation für das Viertelfinale erreichen.

Im Viertelfinale ging es dann erneut gegen den SHC Givisiez. Die Schweizer hatten sich gut auf die Spielweise der Crash Eagles eingestellt und nutzten zwei Überzahlspiele zu einer 2:0-Halbzeitführung. Doch wie schon gegen Borehamwood zeigten die Adler Nehmerqualitäten und kämpften sich zurück. Nils Lingscheidt gelang der Anschlusstreffer und Tim Dohmen der Ausgleich. Damit musste die Verlängerung her und hier war Kaarst dann wesentlich präsenter und Christian von Berg erlöste die Seinen mit dem Golden Goal zum 3:2.

Am Sonntagvormittag stand dann das Halbfinale auf dem Plan. Die Heimmannschaft aus Rossemaison war der Gegner.  Die Mustangs machten ihrem Name alle Ehre und waren fix wie Wildpferde unterwegs und so kam Kaarst kaum zur Entfaltung. Dazu kamen dann einige Kaarster Strafzeiten, die Rossemaison das Leben noch leichter machten. Drei Tore erzielten die Eidgenossen in numerischer Überzahl und Kaarst zeigte eine ungewohnte Abschlussschwäche. Rossemaison kam so immer wieder zu Konterchancen und wusste diese mit der Präzision einer Schweizer Uhr zu nutzen. Bezeichnend eine Situation, in der Thimo Dietrich nur den Pfosten trifft und Rossemaison postwendend auf 5:1 erhöht. Der Spruch des Fußballers Andi Brehme hätte hier nicht besser passen können. „Verdienter Sieg der Mustangs, allerdings hätten wir durchaus noch drei bis vier Tore machen können“, so das Fazit des Kaarster Trainers Otten.

Im Spiel um Platz drei war man dann wieder treffsicherer und konnte die London Street Warriors mit 5:2 bezwingen und sich die Bronzemedaille sichern.

Im Finale gewannen dann die Gentofte Starz aus Dänemark mit 4:2 gegen Rossemaison. Die Kopenhagener stellten mit all ihrer Routine und einer konsequenten Defensivtaktik die Schweizer auf die Geduldsprobe und warteten nur auf Fehler. Die frühe Führung der Dänen sorgte dann für noch offensivere Schweizer, die nun offen waren wie ein Scheunentor. Diese Lücken nutzten die Dänen und gewannen so mit 4:2 den diesjährigen Europacup.

Bei der Siegerehrung gab es auf Kaarster Seite neben der Bronzemedaille noch weiteren Grund zur Freude, denn Thimo Dietrich wurde ins Allstar-Team gewählt.

Trainer Otten zeigte sich auch zufieden und zog ein positives Fazit. „Wir waren das jüngste Team im Turnier und diese internationalen Vergleiche lassen uns weiter reifen. Mit dem dritten Platz waren wir die erfolgreichste deutsche Mannschaft und darauf können wir aufbauen.“

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