Crash Eagles melden sich eindrucksvoll zurück

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Alles, was ein Derby ausmacht, war vorhanden. Kampf bis zum Umfallen, Körperspiel, aber auch sehenswerte technische Kabinettstückchen. Kaarst zeigte eher wieder das Gesicht des Augsburg-Spiels, in dem erste gute Ansätze der harten Trainingsarbeit über den Winter zu erkennen waren. Jetzt legten sie eine Schüppe drauf und können darauf weiter aufbauen. Die jugendliche Wechselhaftigkeit muss nun durch stetige Verbesserung hin zur Stabilität umgesetzt werden. Das ist noch ein langer Weg, aber diesmal wurden auf diesem langen Marsch gleich zwei Schritte auf einmal gemacht.

Nach 23 Sekunden kam Krefeld vor dem Kaarster Tor in Ballbesitz und dank eines Flachschusses von May Zillen stand es 1:0 für den Gastgeber. Dies ließ aber die Adler kalt. Unbeeindruckt marschierten sie nach vorne, drang- und druckvoll. Torchancen über Torchancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter zeichneten sich aus. Besonders Kaarsts Keeper Dario Khazaei hatte bei gleich fünf Unterzahlsituationen viel zu tun. So blieb es bei diesem einzigen Treffer in den ersten zwanzig Minuten. Der Kaarster Anhang war zufrieden und konnte oft bei gelungenen Aktionen applaudieren und die Mannschaft leidenschaftlich anfeuern.

Kaarst kam hellwach zurück. Die heute glänzend aufgelegte Reihe Walczok, Linde, Marke, Neuhausen setzte das erste Ausrufezeichen. Jannik Marke tankte sich nach elf Sekunden bis zum Tor durch und versetzte Krefelds Keeper Kramer zum 1:1. Damit nicht genug. Weitere drei Minuten später schaffte er im Alleingang die 2:1-Führung.  Die Krefelder Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nach 24 Sekunden schaffte Sebastian Sdun den Ausgleich. Danach waren beide Teams wieder auf gleicher Höhe und schenkten sich keinen Zentimeter Boden. Schwerstarbeit für alle, die mit dem Spiel mittel- und unmittelbar zu tun hatten. In der 28. Minute glückte Roy Lindner sein erstes Saisontor. Von der linken Seite kommend wollte er kurz vor dem Tor noch zum freien Mann passen, aber ein Crefelder Verteidiger warf sich in den Querpass und bugsierte zu seinem Leidwesen den Ball ins eigene Tor. Eigentore gibt es nicht im Skaterhockey, daher erhält Roy den Scorerpunkt zugesprochen. 2:3 nach 28 Minuten. Wiederum hatten die Seidenstädter die Antwort parat. Nach fünf Minuten glichen sie wieder aus. Till van de Sand war der Torschütze. René Kammen hatte den Jubel des Heimpublikums auf seiner Seite, als er die Krefelder wieder mit 4:3 eine Minute vor der Drittelpause in Führung brachte. Letzte Pause, letzte Anweisungen, letztes Luftholen.

Beide Teams hatten noch genügend Luft, um ein schnelles Spiel an den Tag zu legen. Jetzt schlug Luca Lindes Stunde. Mit einem Doppelschlag in der 44. und 47. Minute glich er nicht nur für sein Team aus, nein, er brachte Kaarst sogar gekonnt mit 5:4 in Führung. Aber die Freude hielt wieder nicht sehr lange an. Crefeld kam zurück und glich drei Minuten später durch Dennis Holthausen zum 5:5 aus. Jetzt ging es rauf und runter, wobei Kaarst in vielen Situationen den klareren Kopf zu haben schien. Die Übersicht behielt man öfter als die Gastgeber. Was Routine ausmacht, bewies Christian Perlitz beeindruckend in der 54. Minute. In einer Überzahlsituation sah es so aus, dass der Ball schon abgewehrt war und er sich dann den Ball mit dem Rücken zum Tor zurückangelte und sofort nach der Ballkontrolle aus der Drehung einen Schlenzer Richtung Tor ablegte. Der fand zur Überraschung des Torhüters seinen Weg ins Netz. 6:5 und Kaarst war aus dem Häuschen. Noch lagen aber lange sieben Minuten vor dem ersten Saisonsieg. Als Sascha Drehmann sich eine  Fünf-Minuten-Strafe einfing, begann das Zittern auf Kaarster Seite. Doch am Ende reichte es zum Erfolg.