Crash Eagles Kaarst gewinnen den U19-Europapokal 5:4-Sieg im Finale gegen den SHC Rossemaison

Die Kaarster Junioren haben den Europapokal gewonnen. (Foto: Mauricette Schnider/Crash Eagles Kaarst)Die Kaarster Junioren haben den Europapokal gewonnen. (Foto: Mauricette Schnider/Crash Eagles Kaarst)
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Als jüngstes Team im Turnier (mit Conrad Lehwalder und Fine Wuschech verlassen nur zwei altersbedingt nächstes Jahr das Team), starteten die Adler gegen Heilbronn ins Turnier. Eine 3:0 Führung gaben die Adler fast noch her, denn kampfstarke Dragons kamen noch auf 3:2 heran.

Im zweiten Spiel gab es dann ordentlich auf die Mütze. Gegen Rolling Aventicum aus Avenches setzte es ein 0:3. Im dritten Spiel des Tages gelang dann ein Sieg gegen den SHC Lechelles mit 2:1.Durchatmen war angesagt, ob der starken Gegner. Im letzten Vorrundenspiel misslang der Start gegen Lugano und schnell lag man mit 0:3 nach drei Minuten zurück. Die Adler ließen den Kopf nicht hängen und kamen über ein zwischenzeitliches 2:4 zu einen 4:4 Unentschieden. Damit war man für das Viertelfinale als Gruppendritter qualifiziert.

Am Sonntag traf man dann auf den SHC Ajoie, den Zweiten der Gruppe A. Die Crash Eagles zeigten hier eine starke Leistung und bezwangen die Schweizer mit 3:2.Ein verdienter Sieg der höher hätte ausfallen können. Im Halbfinale ging es dann wieder gegen Sayaluca Lugano. Die Mannschaft aus dem Tessin agierte sehr körperbetont, doch mit zunehmendem Turnierverlauf stellten sich die anfangs noch zurückhaltenden Adler besser auf die internationale Härte ein. Nach einer 5:2 Führung machten es die Kaarster nochmal spannend und Lugano konnte auf 5:4 verkürzen, doch zu mehr reichte es dann für die Schweizer nicht. Das Finale war erreicht! Nach dem schwachen Start ins Turnier und der Spielstärke der Konkurrenz war damit nicht unbedingt zu rechnen.

Im Finale spielte man dann gegen die Heimmannschaft, den SHC Rossemaison, der seinerseits die Bissendorfer Panther im Halbfinale klar mit 7:2 in die Schranken wies. Von Beginn an herrschte Gänsehautatmosphäre in der mit über 700 Besuchern gefüllten Arena und es entwickelte sich ein unfassbar spannendes Finale. Nach dem Abspielen der Nationalhymnen ging es dann los. Kaarst fand optimal ins Spiel und ging durch Nico Scholten in Führung (4. Minute, Vorlage Dean Jacobs). Rossemaison gelang dann der Ausgleich durch Sven Stekoffer (12. Vorlage Tom Weiss) und Tim Sauvain gelang dann 30 Sekunden vor der Pause die zu diesem Zeitpunkt verdiente 2:1 Führung für die Mustangs.

Nach dem Wechsel wogte das Spiel hin und her und Jan Jewansinski gelang der Ausgleich (20. Vorlage Luca Roeseler). Rossemaison gelang dann durch Anthony Chevre (22. Vorlage Yvan Sauvain) das 3:2 und durch Yvan Sauvain in Überzahl sogar das 4:2 (24. Vorlage Joan Cretin). Rossemaison sah sich klar auf der Siegerstraße und die Schweizer  Fans peitschten ihr Team nach vorne. Von der Euphorie beseelt war das Team aus dem Jura zu offensiv ausgerichtet und so konnte ein  Konter über Bennet Otten nur durch ein Foul gestoppt werden. Kaarst nutzte diese Überzahl durch Bennet Otten zum Anschluss (26. Vorlage Fabian Novacic) und witterte Morgenluft. Dean Jacobs wurde dann mustergültig von Bennet Otten freigespielt und traf zum umjubelten 4:4 (28.). Schockstarre bei den Mustangs, der sicher geglaubte Sieg war in Gefahr. Die Crash Eagles nun klar am Drücker und Rossemaison schoss die Bälle nur noch unkontrolliert nach vorne. 59 Sekunden vor Ende nutzte dann Nico Scholten die Konfussion in der Defensive der Mustangs und verwandelte die Vorlage von Bennet Otten zum 5:4. Die Schweizer mit dem Mute der Verzweiflung versuchten es ohne Torwart, doch die Adler blockten die Angriffe ab und Max Drücker im Tor musste nur einmal sein Können zeigen und zog so den Mustangs den Zahn. Riesenjubel im Kaarster Team über diesen unerwarteten Erfolg. Nach dem bescheidenen Samstag waren die Kaarster am Sonntag immer bei 100% und zeigten im Finale unglaubliche Comeback Qualitäten.

Europapokalsieger 2022 Crash Eagles Kaarst Junioren:

Max Drücker, Roman Lienaerts, Samantha Lieder, Fabian Novacic, Jan Jewasinski, Joe und Dean Jacobs, Bennet Otten, Nico Scholten, Conrad Lehwalder, Fine Wuschech, Lennox Gerigk, Moritz Nowak, Moritz Nagy, Kevin Werner, Luca Roeseler, Nick und Leon Bachor.

Trainer Marcus Drücker, Felix Wuschech.