Crash Eagles Kaarst gewinnen den U16-Europapokal4:3-Finalsieg vor über 800 Zuschauern

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Die Kaarster gingen als Titelverteidiger ins Rennen und zeigten bereits im ersten Spiel, dass auch 2016 der Titel anvisiert wurde. Die Norton Cyclons aus England wurden mit 10:2 bezwungen. Im zweiten Spiel gewann man gegen die Eidgenossen aus Bienne mit 5:2 und in der dritten Partie mit 5:0 gegen Salzburg. Das letzte Spiel der Vorrunde sollte dann ein erster Prüfstein werden. Die Zoran Falcons aus Israel hatten ebenfalls bis dato alle Spiele gewonnen und so kam es zu einem Entscheidungsspiel um den Gruppensieg. Souverän erledigte die Truppe von Trainer Marcus Petau diese Aufgabe und gewann 2:0. Damit waren die Kaarster Gruppenerster und konnten so das abendliche Fußballspiel genießen, da man erst um 12 Uhr am Sonntag im Viertelfinale antreten musste.

Am Sonntag waren die Breisgauer aus Merdingen, neben den Crash Eagles der zweite Deutsche Vertreter, der Gegner. Auch hier wurde schnell klar, wer am Ende als Sieger vom Feld gehen sollte. Ein 8:0 zugunsten der Crash Eagles prangte an der Anzeigentafel und das Halbfinale war erreicht. Dort ging es gegen die Copenhagen Vikings, die sich einiges vorgenommen hatten. Auch die Wikinger mussten schnell feststellen, dass gegen die Adler wenig zu holen war. Es war eine körperbetonte Begegnung mit einigen Strafzeiten, darunter eine rote Karte gegen einen Dänen, an deren Ende ein verdienter 7:1 Sieg für Kaarst stand.

Im Finale wartete dann die Heimmannschaft, die SHC Rossemaison Mustangs. Das kleine Örtchen Rossemaison lebt und atmet Skaterhockey und so war es keine Überraschung, dass die neue Halle komplett ausgebucht war, als um 19.30 Uhr das Finale zwischen den Mustangs des SHC Rossemaison und den Adlern aus Kaarst angepfiffen wurde. Rossemaison konnte sich im Turnierverlauf insbesondere auf die Treffsicherheit ihres Topscorers Valentin Nussbaumer verlassen, dessen Kreise es nun einzuschränken galt. Kaarst war allerdings ein anderes Kaliber als die bisherigen Gegner der Schweizer und sorgte direkt für großen Alarm vor dem Tor der Mustangs. Lennart Otten traf zuerst nur den Pfosten, konnte aber Sekunden später Patrick Petau freispielen und dieser vollendete zur Kaarster Führung (3.). Ein erneuter Metalltreffer zeigte die Kaarster Überlegenheit und ein weiterer Treffer lag in der Luft. Dieser fiel dann allerdings auf der anderen Seite. Even Helfer glich aus zum 1:1 Pausenstand (9.).

Im zweiten Drittel kämpfte sich Rossemaison angetrieben von den lautstarken Fans in die Partie und konnte erneut durch Helfer in Führung gehen (20.). Der Kaarster Trainer Marcus Petau und sein Co-Trainer Tobias Wolff fanden in der Pause die richtigen Worte und die Adler mobilisierten die letzten Kräfte. Der Schweizer Torhüter Yann Fevre stand unter Dauerbeschuss und Lennart Otten gelang endlich der umjubelte Ausgleich (27.). Damit ging es in die Verlängerung.

Beide Teams fuhren auf der letzten Rille und Theo Christe nutzte einen Fehler in der Kaarster Defensive zur 3:2-Führung (32.). Dreißig Sekunden nach der Führung konnte Valentin Nussbaumer Jan Wrede nur mit einem Foul stoppen und musste daher auf die Strafbank. Tim-Niklas Wolff krönte seine gute Leistung mit einem feinen Treffer zum 3:3 (33.). Die Entscheidung musste daher im Penaltyschießen fallen.

Die 800 Zuschauer verursachten einen Höllenlärm, der es den Akteuren sicher nicht einfacher machte. Für Kaarst trat Lennart Otten als Erster an und verwandelte zur 4:3 Führung. Falk Schumacher im Kaarster Tor parierte den ersten, den zweiten, den dritten, den vierten und den fünften Penalty der Mustangs und sorgte so für den erneuten Gewinn des Europapokals. Der Lärm in der Halle verstummte und die Kaarster Jubeltraube tanzte vor Freude durch die Halle. Duplizität der Ereignisse: Auch 2015 parierte Schumacher im Finale alle Penalty und Otten traf ebenfalls als einziger Akteur.