Crash Eagles Kaarst erklimmen Europas ThronSkaterhockey-Bundesligist triumphiert – Marcel Noebels war dabei

Die Crash Eagles Kaarst gewinnen erstmals den Skaterhockey-Europapokal – mit Eishockey-Vizeweltmeister Marcel Noebels (mittlere Reihe, 3. von links). (Foto: Berthold Häsler/Crash Eagles Kaarst)Die Crash Eagles Kaarst gewinnen erstmals den Skaterhockey-Europapokal – mit Eishockey-Vizeweltmeister Marcel Noebels (mittlere Reihe, 3. von links). (Foto: Berthold Häsler/Crash Eagles Kaarst)
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Die Finalteilnehmer aus Kaarst und Köln begegneten sich schon in der Vorrunde und wie in der aktuellen Bundesligasaison war es auch hier ein ausgeglichenes Spiel, an dessen Ende ein 3:3 auf der Anzeigetafel stand. Die weiteren Vorrundenspiele waren für Kaarst eher klare Angelegenheiten.

Am Donnerstag nach der Eröffnungsfeier gewannen die Adler klar mit 10:0 gegen die Borehamwood Crusaders. Ein perfekter Start in das Turnier für die Eagles. Am Freitag ging es dann gegen Lugano, den Schweizer Vizemeister. Die Mannschaft aus dem Tessin zeigte sich sehr kampfstark und leistete lange Zeit Widerstand. Am Ende konnten sich die Kaarster dann mit 8:5 durchsetzen. Auch gegen die Rødovre Red Devils waren die Kaarster hellwach und gewannen mit 8:2. Das letzte Spiel der Vorrunde endete dann wie oben bereits erwähnt mit 3:3 und durch das bessere Torverhältnis waren die Domstädter damit Sieger der Gruppe und bereits für das Halbfinale qualifiziert.

Kaarst wurde Gruppenzweiter und spielte dann im Viertelfinale gegen Bissendorf. Es war lange Zeit ein zähes Ringen, doch Tim Niklas Wolff brachte Kaarst dann in Führung und Bennet Otten sorgte für das beruhigende 2:0. Tim-Niklas Wolff machte dann in Überzahl den Deckel drauf, ehe Bissendorf durch Tim Strasser noch Ergebniskosmetik betrieb.

Nun stand das Halbfinale an gegen Titelverteidiger Gentofte Starz aus Dänemark. Die Halle war trotz der Temperaturen prall gefüllt, da auch viele Besucher aus den umliegenden Skaterhockeyvereinen sich diese Partie nicht entgehen lassen wollten. Das Kommen sollte belohnt werden, denn die beiden Mannschaften boten Skaterhockey vom Feinsten. Rassige Zweikämpfe, sehenswerte Kombinationen und hohes Tempo beeindruckten die Kulisse. Kaarst gelang früh die Führung durch Felix Wuschech (2.) und Marcel Noebels baute diese gar aus (12.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Nach dem Wechsel sahen die Zuschauer dann klar überlegene Dänen, die ihre gesamte Routine ausspielten. Drei Treffer durch Kristian Damgaard (16.), Oliver Sommer (20.) und Victor Cubars brachten die Nordländer in Front. Kaarst hatte viele große Chancen liegengelassen und drohte auszuscheiden, doch Thimo Dietrich gelang mit einem feinen Handgelenkschuss der Ausgleich (27.). Es ging in die Verlängerung, die mittlerweile drei gegen drei gespielt wird und somit noch mehr Spannung bietet. Richard Steffen im Kaarster Tor zeigte hier etliche Male, warum er im Kader der Nationalmannschaft steht, und ebnete so den Weg zum Siegtreffer durch Moritz Otten, der im Nachstochern die Kugel über die Linie bugsierte. Das Finale war erreicht und der Jubel in der Halle riesengroß.

Im Finale warteten die Köln Rheinos, die sich gegen Krefeld im Halbfinale durchsetzen konnten. In der ersten Halbzeit waren die Adler klar auf der Siegerstraße und führten durch Tore von Marcel Noebels, Thimo Dietrich und Tim-Niklas Wolff mit 3:0. Eine Führung, die allerdings im Skaterhockey noch lange keine Entscheidung darstellt und so war es auch in dieser Partie. Köln gelang durch Tobias Deck der erste Treffer (25.) und Selbstvertrauen in die eigenen Reihen. Dieses Selbstvertrauen wurde noch größer, als der Kaarster Tobias Wolff für fünf Minuten auf die Strafbank musste. Die Rheinos fanden allerdings lange kein Mittel gegen die starke Defensive der Eagles und erst dreißig Sekunden vor Ablauf der Strafe war es Dennis Kobe, der mit einem Schlagschuss zum 3:2 traf (34.). Die Kölner nun klar spielbestimmend und mit vollem Risiko. Ohne Torhüter und mit fünftem Feldspieler versuchten die Rheinos alles und hatten das Glück des Tüchtigen, denn 14 Sekunden vor Ende traf erneut Dennis Kobe mit einem Gewaltschuss an Freund und Feind vorbei zum 3:3 (40.).

Es ging in die Verlängerung. Wieder wurde zu dritt gespielt und wieder war es Richard Steffen im Kaarster Tor, der einige unglaubliche Paraden zeigte und seine Farben so ins Penaltyschießen rettete. Auch hier war der Kaarster Schlussmann der entscheidende Faktor. Die Kaarster Torjäger Thimo Dietrich, Moritz Otten und Marcel Noebels verwandelten sicher und auf Kölner Seite konnte nur Robin Weisheit den überragenden Steffen bezwingen. Nun musste Kölns Max Drabek unbedingt treffen, doch auch er wurde vom eiskalten Richard Steffen abgekocht der durch diese Parade sämtliche Dämme zum Brechen brachte. Unbändiger Jubel auf den Rängen und im Kaarster Team. Die Crash Eagles gewinnen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Europapokal!


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