Chiefs wollen wieder kletternNeusser treffen auf Essen und Kaarst

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Mehr als kompliziert dürfte es am Freitag werden, wenn die Neusser um 20 Uhr in Essen auflaufen. Zwei Pleiten gab es gegen die Rockets bereits in diesem Jahr (Liga und Pokal). Zuletzt konnten die Ruhrpottler sieben Ligaspiele am Stück sowie ungeschlagen den Europapokal der Pokalsieger gewinnen. „Das ist momentan schon das Nonplusultra in Europa“, hat Chiefs-Coach Marcel Mörsch großen Respekt vor dem aktuellen Deutschen Meister.

Die Stärke des Teams ist schlicht und ergreifend die Ausgeglichenheit. Jeder Spieler, jede Reihe ist gefährlich und kann jederzeit punkten. Ein Zähler in Essen wäre daher „ein absoluter Bonus. Aber klar ist auch, dass wir nicht mit dem Grundgedanken da hinfahren, nur die Punkte abzuliefern“, stellt Mörsch fest. „Wir werden um jeden Meter kämpfen, alle unsere Mittel reinwerfen und dann mal sehen, wozu es reicht.“ Böse Erinnerungen hat man in Uedesheim an die letzte Saison, als man in Essen mit 5:26 unter die Räder kam. Der letzte Sieg bei den Rockets gelang den Chiefs im Jahr 2012.

Mehr Chancen rechnen sich die Chiefs für das Derby am Sonntag (18.15 Uhr) in Kaarst aus. Beide Teams glänzten zuletzt mit Niederlagenserien, Kaarst hat am Samstag mit Köln eine ähnlich schwere Aufgabe vor der Brust wie die Chiefs in Essen.

Uedesheim würde es schmecken, mit einem Sieg die drei Punkte Vorsprung, die die Adler derzeit auf die Chiefs haben, zu egalisieren. Mörsch: „Auch Kaarst ist ein unangenehmer Gegner, die laufen wie der berühmte Duracell-Hase, egal wie es steht.“ Die Fans der Adler sehen auch immer viele Tore. Im letzten Spiel schaffte man respektable zehn Treffer in Essen. Blöd waren nur die 18 Gegentreffer auf der anderen Seite.

In den gegen den Abstieg wichtigen Partien waren die Eagles jedoch stets auf dem Posten, bezwangen Düsseldorf 2x, Kassel und Lüdenscheid. Stark war auch der Erfolg gegen Iserlohn.

Kein gutes Omen für die Neusser war bisher die Stadtparkhalle der Hausherren. Hier gab es für die Chiefs noch gar nichts zu holen. Letzte Saison verlor man dort kläglich mit 5:16, ein Jahr zuvor mit 4:6. Eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte wird es für Max Bleyer, der auch dieses Jahr bisher stark spielt, sich aber zu selten für seine Leistungen belohnt und an akuter Aluminium-Allergie leidet. Auf seine Tore sind die Chiefs im Rest der Saison angewiesen.

„Drei Punkte wären mein Wunsch für das Wochenende“, schätzt Mörsch die Lage ein. „Freitag sind wir Außenseiter, Sonntag auf Augenhöhe. Da wird es wichtig sein, zu punkten. Für die Tabelle und für den Kopf. Letzte Woche gegen die Rams war’s nicht so gut, wir wollen zeigen, dass wir es besser können.“

Verzichten muss Mörsch aller Voraussicht nach in beiden Spielen auf Jakob Matzken. Der hat nach seiner roten Karte gegen Lüdenscheid zwar schon drei Spiele abgesessen, aber es gibt nach wie vor keinen Strafbescheid vom Verband und somit bleibt Matzken zunächst mal drei Wochen (bis inklusive Sonntag) gesperrt. In Uedesheim hofft man noch auf ein erlösendes Fax am morgigen Freitag, das seinen Einsatz erlauben würde. Ansonsten ist der Kader soweit komplett, was bei den zu erwartenden Temperaturen sicher ein Vorteil ist.


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