Chiefs wollen nachlegen

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Nach dem ersten Auswärtssieg in der Skaterhockey-Bundesliga am letzten Samstag in Bräunlingen (7:1) wollen die Uedesheim Chiefs am kommenden Samstag direkt nachlegen und auch bei den Dragons in Heilbronn doppelt punkten. Das Spiel beginnt um 18 Uhr. „Ich weiß nicht warum, aber irgendwie ist Heilbronn für uns ein Angstgegner“, so Chiefs-Coach Mario Gundlach. Ein Blick in die Statistik hilft da schon eher weiter. Im Jahr 2004 konnten die Chiefs letztmals beide Partien gegen den damaligen Aufsteiger aus Heilbronn gewinnen (H 10:5 / A 9:6), in den beiden letzten Jahren gab es jeweils einen Sieg und eine Niederlage (2005: H 3:7 / A 12:8, 2006: H 6:3 / A 6:8). Bei den Niederlagen standen die Dragons immer defensiv stark und konterten die Chiefs regelrecht aus. Gundlach: „Das darf uns am Samstag nicht passieren. Wir brauchen die Punkte. Andere Mannschaften gewinnen auch gegen Heilbronn, das müssen wir auch schaffen.“

In der Tat scheinen die Schwaben in diesem Jahr nicht ganz so stark drauf zu sein wie in den beiden letzten Jahren. In der Saison 2006 rutschte man sogar noch als letztes Team mit rein in die begehrten Play-Offs. In diesem Jahr sprang aus drei Spielen bisher nur ein Remis für die Dragons heraus (8:8 in Bräunlingen), wogegen man zu Hause gegen Augsburg (4:9) und überraschend am letzten Wochenende gegen Freiburg (5:6) verlor. „Ich denke man kann sagen, dass die Dragons genau so schlecht in die Saison gestartet sind wie wir. Beide Teams brauchen die Punkte am Samstag, es wird sicher ein interessantes Spiel“, so Mario Gundlach. Der letzte Auftritt der Chiefs in Bräunlingen hatte Gundlach nach zwei desolaten Auftritten davor zwar wieder etwas versöhnt, doch der Coach verlangt von seiner Mannschaft nun, endlich auch mal Konstanz an den Tag zu legen. „Wir können es doch. Wir können kämpfen, das Spiel machen, Tore schiessen und gut verteidigen. Wir haben einen super Keeper und gute Einzelspieler auf dem Feld. Die Jungs müssen es einfach nur immer wieder abrufen, dann kriegen wir keine Probleme.“ Den Sieg vom letzten Samstag sieht Gundlach auch als psychisch sehr wichtig an: „Da wurde viel von uns gefordert, körperlich auf dem Feld und mental gegen das Publikum. Dieser Sieg hat uns auch als Mannschaft weiter nach vorne gebracht. Ich hoffe wir können diese Kraft mit nach Heilbronn nehmen.“

Taktisch gibt es aus dem Lager der Chiefs nichts Neues zu berichten. Gestützt auf eine starke Defensive wollen die Chiefs auch in Heilbronn wieder offensiv zu Werke gehen und das Heft des Handelns in ihre Hand bringen. „Wir werden uns dort auf keinen Fall verstecken, sondern viel mehr versuchen, früh für klare Verhältnisse zu sorgen“, so der Coach. Da alle Spieler fit sind und am Samstag zur Verfügung stehen, werden auch wieder die eingespielten Reihen auflaufen und die im Training einstudierten Spielzüge zeigen können. Gundlach: „Grade diese Tiefe des Kaders hilft uns dieses Jahr enorm. So können wir überall mit drei Reihen agieren und uns die Kräfte besser einteilen.“ Nach dem Gastspiel in Heilbronn steht für die Chiefs ein Doppelspieltag auf dem Programm. Am 28. April werden die Freiburg Beasts um 16 Uhr im „ChiefsGarden“ erwartet, einen Tag später, am 29. April, geht es um 18 Uhr nach Düsseldorf zu den Rams.