Chiefs unterliegen im Derby

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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In einem insgesamt schwachen Derby unterlagen die Uedesheim Chiefs am Donnerstag bei den Düsseldorf Rams in der Skaterhockey-Bundesliga mit 4:5 (2:1, 2:1, 0:3) und müssen sich nun ernsthafte Sorgen um den Einzug in die Play-offs machen.

Von Beginn an überließen die Chiefs den Rams die Initiative und probierten es ihrerseits mit schnellen Gegenangriffen. Das gelang zu Beginn auch ganz ordentlich. In der vierten Minute umkurvte Sebastian Klerings das Tor der Rams, spielte clever zurück und fand seinen Sturmpartner Sebastian Muhs, der keine Mühe hatte zum 1:0 einzunetzen. In der Folge blieb das Spiel hektisch und wurde weiter von vielen Fehlern auf beiden Seiten bestimmt. Einen davon konnte Muhs in der neunten Minute nutzen, nachdem sein Gegenspieler einen Abpraller von hinter dem Tor nicht kontrollieren konnte und Muhs die Kugel am verdutzten Patrick Arnold im Tor der Rams vorbeischob - das 2:0. Es dauerte allerdings nicht lange, bis die Rams in Person von Arno Meiswinkel zurückschlugen.

Im Mitteldrittel hatten die Rams mehrfach die Chance, in Überzahl den Ausgleich zu erzielen. Die Kugel lief gut in den Reihen der Düsseldorfer, es mangelte aber an Präzision im Abschluss. So waren es die Chiefs, die ihre erste Situation mit einem Spieler mehr auf dem Feld zum 3:1 nutzen konnten. Clemens traf auf Zuspiel von Marcel Mörsch (31.). Doch die Moral der Rams war noch lange nicht gebrochen. Jetzt hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite, als ein Ball von hinter dem Tor zurückprallte und genau auf der Kelle von Andre Klimmek landete. Dieser beförderte den Ball aus kurzer Distanz perfekt zwischen der Fanghand von Olli Derigs und der Latte zum 3:2 in die Maschen. Die Chiefs schlugen ihrerseits noch im zweiten Drittel zurück und konnten auch ihre zweite Überzahlsituation nutzen. Muhs war mit seinem dritten Treffer des Abends zur Stelle und traf eine Sekunde vor der Pausensirene zum 4:2 (40.).

Hatten die Chiefs das Spiel bisher eher auf sich zukommen lassen, kamen sie zum letzten Drittel ganz anders aus der Kabine. Plötzlich agierte man druckvoll, wollte die Entscheidung und schnürte die Hausherren in ihrer eigenen Hälfte ein. Allerdings steigerte sich nun auch Patrick Arnold im Tor der Rams minütlich und hatte bei zwei Lattentreffern der Chiefs das nötige Glück auf seiner Seite. Mit dem Tor zum 4:3 in der 46. Minute kippte dann die Partie. Raphael Scheu wurde von seinem Sturmpartner Sebastian Kühn perfekt bedient und konnte nicht anders, als den Anschluss aus kürzester Distanz zu markieren. Van Hout legte gut zwei Minuten später das 4:4 nach (47.) und die Partie war wieder offen. Unmittelbar nach dem Ausgleich hatten die Rams sogar die Chance, bei doppelter Überzahl in Führung zu gehen, aber noch hielten die Chiefs dem Druck der Hausherren stand. Eigene Angriffe wurden jetzt zumeist zu unpräzise, unkonzentriert und am Ende auch zu verspielt vorgetragen. Es fehlte, auch in der sich noch einmal bietenden Überzahlsituation fünf Minuten vor dem Ende, einfach die letzte Entschlossenheit, um den Siegtreffer zu erzielen. Dieser gelang Kühn gute zwei Minuten vor dem Ende (58.). Er war vor dem Uedesheimer Tor schlicht und ergreifend der gedankenschnellste Spieler und verwertete den Abpraller eines eigentlich eher ungefährlichen Schusses von Scheu zum 4:5.

Chiefs-Coach Peter Schrills war nach der Partie vollends bedient: „Wir haben vorne vieles

liegen lassen, und in der Defensive hat bei den Gegentoren immer mindestens einer der Spieler

auf dem Feld geschlafen.“ Verlieren die Chiefs am Sonntag in Langenfeld (16 Uhr), springen die Devils auf den begehrten vierten Platz und die Chiefs hätten erst einmal das Nachsehen.


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