Chiefs unterliegen den MeisterUedesheim Chiefs

Chiefs unterliegen den MeisterChiefs unterliegen den Meister
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Arg dezimiert gingen die Hausherren ins Spiel. Neben Raphael Scheu und Marcel Patejdl mussten kurz vor der Partie auch noch Robert Linke und Sebastian Schreiber verletzungsbedingt passen. Immerhin war Andri Salomonson erstmals in diesem Jahr dabei. Doch das Spiel begann direkt mit einem Nackenschlag. Denn der erste Schuss der Gäste fand den Weg in die Maschen. Linke war der Torschütze (0:1 / 1.). Danach fanden die Chiefs aber rein ins Spiel, und nachdem Olli Derigs gegen Neumann einen höheren Rückstand vereitelte, zog David Walczok an allen Gegnern vorbei und netzte zum Ausgleich ein (1:1 / 6.). Iserlohn schaffte die erneute Führung, als niemand dicht genug an Samurai-Kapitän Wichern dran war und er einen Abpraller von der Bande über die Linie drückte (1:2 / 10.). Diesmal dauerte es aber nicht lange bis zum Ausgleich, Tim Bothe traf im Gegenzug nur 11 Sekunden später (2:2 / 10.). Uedesheim nahm das Heft des Handelns nun immer mehr in die Hand, hatte aber wenig Zielwasser getrunken. Und schlimmer noch: mit leichten Ballverlusten lud man die konterstarken Sauerländer immer wieder zum Toreschiessen ein. Schreiner bestrafte die Chiefs gleich zwei Mal (11. / 15.) und stellte den Pausenstand von 2:4 her. Eine Überzahl konnten die Chiefs trotz vieler Schüsse nicht nutzen, um zu verkürzen.

Das machte Iserlohn unmittelbar nach Wiederbeginn besser. Sie suchten die Lücke, spielten Pörschke super frei und der sagte mit dem 2:5 danke (21.). Für einen kurzen Zeitraum waren die Hausherren danach im Tiefschlaf und Derigs musste zwei Mal ganz stark einen höheren Rückstand vereiteln. Dann gab es erneut eine Strafzeit gegen Iserlohn und Marco Hellwig verwertete einen klasse Pass von Dennis Kobe zum 3:5 (23.). Salomonson hatte den Anschluss auf dem Schläger, aber das Tor machten erneut die Gäste. Wieder wurden die Chiefs böse ausgekontert und Neumann hatte auf der anderen Seite viel zu viel Platz (3:6 / 24.). Das folgende Überzahlspiel war dann bezeichnend für das gesamte Spiel. Uedesheim traf die Latte (Kobe), Samurai-Goalie Dorn parierte drei Mal gegen Hellwig, einmal wurde schon gejubelt, aber die Kugel lief nur die Torlinie entlang, aber nicht darüber. Auch Marcel Mörsch hatte mit seinen Schüssen aus der 2. Reihe nicht den gewünschten Erfolg. Selbst als das Überzahlspiel beendet war, hielten die Hausherren den Druck hoch, fanden aber keine Lücke in der Verteidigung der Gäste. Bei jedem Schuss war immer noch ein Schläger oder Körperteil der Samurais dazwischen oder Dorn hielt was kam. Chiefs-Coach Wolfgang Hellwig trieb seine Mannen immer wieder lautstark an, konnte aber selbst auch keinen Treffer beisteuern. In der nächsten Überzahl einer insgesamt fairen Partie half Iserlohn erneut die Latte nach einem Hammer von Kobe, auch der emsige David Walczok traf das Tor nicht. Dann war die Strafe um, Linke bekam von der Strafbank kommend die Kugel und netzte eiskalt zum 3:7 ein (39.), was dann auch den Pausenstand bedeutete.

Mit einem Torwartwechsel wollte Wolfgang Hellwig seine Jungs nochmal aufwecken. Dario Khazaei übernahm, spielte stark, wurde aber genauso wie vorher Derigs auch von seinen Vorderleuten verlassen und Wichern traf erneut mit dem ersten Schuss im Drittel zum 3:8 (41.). Dass die Chiefs die Köpfe hängen ließen, kann man ihnen sicher nicht vorwerfen. Sie feuerten weiter aus allen Rohren, wurden aber zu selten für ihren Aufwand belohnt. Kobe traf im gefühlt 100. Versuch zum 4:8 (43.). Walczok und Jakob Matzken scheiterten danach an Dorn. Besonders ärgerlich dann das 4:9 in der 47. Minute. Bei einem Freistoß war man hinten zu unsortiert und Bialke schweißte den Ball direkt ein. Matzken konnte Dorn dann mit einem feinen Schuss ein letztes Mal überwinden (5:9 / 49.), alle weiteren Versuche fanden nicht den Weg ins Tor. Auf der anderen Seite das gewohnte Bild. Ein langer Pass gab Pörschke genau den Freiraum, den ein abgezockter Hund wie er benötigt und schon war das 5:10 erzielt (54.). Kurios der elften Treffer der Gäste. Nur zwei (!) Sekunden nach dem 5:10 traf Wichern quasi direkt vom Bully weg zum 5:11-Endstand (54.).

Coach Wolfgang Hellwig akzeptierte die Niederlage klaglos. „Heute hat das bessere Team gewonnen. Vielleicht drei, vier Tore zu hoch, aber auf jeden Fall verdient.“ Kämpferisch wollte er seinen Jungs keinen Vorwurf machen: „Wir haben 60 Minuten lang alles gegeben, toll gekämpft, aber ein paar Mal gepennt und leichte Fehler gemacht. Unter dem Strich fehlt auf dem Niveau eine starke dritte Reihe, um noch frischer zu sein. Ich hoffe das die Verletzten nächste Woche zurück sind.“

Am kommenden Samstag laufen die Chiefs erstmals in 2014 auswärts auf. Um 19 Uhr geht’s dann zum Crefelder SC.