Chiefs treffen auf Iserlohn

Chiefs treffen auf IserlohnChiefs treffen auf Iserlohn
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Rein tabellarisch gesehen kommt das Schlusslicht nach Uedesheim. „Aber das sagt nichts über ihre wirkliche Stärke aus“, warnt Chiefs-Coach Wolfgang Hellwig bereits vor dem Spiel. „Die haben sich super verstärkt und eine tolle Truppe zusammen. Über Spieler wie Pascal Poerschke, Pascal Neumann, Sascha Jacobs, Tim Linke oder Marco Peters muss ich nicht viel sagen. Die haben richtig Qualität.“

Linke war mit 39 Toren in der letzten Saison der zweibeste Nord-Schütze, Poerschke kam am Ende auf Rang 11 dieser Wertung ins Ziel. Dazu haben die Samurais vom Niedergang der Mambas Menden profitiert und die Top 2 und 3 Scorer der Nordliga, Linke und Jacos, zurück zu den Samurai geholt. Ein weiterer Aspekt, der für eine starke Mannschaft spricht, steht hinter der Bande. „Mit Robert Simon haben die Samurais einen exzellenten Trainer“, so Hellwig. Dennoch lief die Saison bisher alles andere als optimal für die Sauerländer. Aus zwei Partien gegen die Duisburg Ducks holten sie einen Punkt, das Heimspiel gegen Köln wurde aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes abgebrochen. Hellwig: „Das wird auf jeden Fall ein kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams sind kleine Spielfelder gewohnt und kommen über die Physis ins Spiel. Da können sich die Zuschauer auf ein paar schöne Duelle freuen.“

„Favorit sind wir sicher wieder nicht, aber der Sieg in Essen gibt uns natürlich ein ganzen Schwung neue Moral und wir wollen mit einer ähnlichen Einstellung wie in den bisherigen Spielen auch in diese Partie gehen. Wir haben nichts zu verlieren, wollen unsere Stärken ausspielen und die Punkte am Ende des Tages am liebsten in Uedesheim behalten.“ Neben dem Kampf kommt bei den Chiefs so langsam auch das spielerische in Gang. Hellwig: „Robert (Linke) und Marco (Hellwig) spielen immer besser zusammen und finden sich immer weiter. Christoph Clemens hat den Ausfall von Marcel Mörsch fast vergessen lassen und ist in Top-Form.“ Lobende Worte findet der Coach auch für zwei Spätstarter. „Benni Aumann hatte keine Vorbereitung und hat uns sofort weitergeholfen.“ Ähnliches gilt für Pascal Patten: „Der kam direkt von der Couch und hat in Essen alles für’s Team in die Waagschale geworfen.“ Personell wird Hellwig wohl auf die gleiche Mannschaft wie in der Vorwoche zurückgreifen können. „Die Verletzten machen zwar Fortschritte, aber ich glaube sie brauchen alle noch ein bis zwei Wochen um uns wirklich weiter zu helfen.“

Die letzte Erinnerung der Chiefs an Iserlohn ist negativ: im Vorjahr verlor man wie schon im Jahr 2006 im Pokal gegen die Samurais. Dennoch ist die Bilanz der Chiefs deutlich positiv: in den Jahren 2005, 2006 und 2009 kegelte man die Iserlohner aus dem Play-offs, 2010 schlug man sie im Pokal und im Jahr 2005 fuhr man gegen die Samurais den unvergessenen Pokalsieg ein.