Chiefs starten als Außenseiter in die Play-offs

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Am Samstag, 11. Oktober, 18 Uhr startet die heiße Phase der Saison: In der ersten Runde der Play-offs in der 1. Skaterhockey-Bundesliga treten die Uedesheim Chiefs bei den Highlandern in Lüdenscheid an. Und wie schon im letzten Jahr sind die Chiefs, die ihre Saison sehr durchwachsen nur als Vierter der Südgruppe beendet haben, gegen den Sieger der Nordstaffel der krasse Außenseiter. Die Highlander haben nur zwei von 16 Spielen verloren und die hoch gehandelten Teams aus Duisburg und Bissendorf hinter sich gelassen.

Der Topscorer der Nordstaffel, Jiri Svejda, führt die Offensive der Highlander an, ihm gelangen 34 Tore und 62 Punkte in 16 Spielen. Ebenfalls unter den Top-10 der Liga finden sich Tim Linke (24 Tore / 38 Punkte) und David Balazs (27 / 37) wieder. Besonders diese Spieler gilt es aus der Partie zu nehmen. Gelingt das, wie zuletzt den Duisburg Ducks im letzten Spiel der regulären Saison, „dann haben wir eine gute Chance“, so Coach Peter Schrills. „Wir dürfen sie nicht spielen und schon gar nicht ins Spiel kommen lassen.“

Dementsprechend hat Schrills den Hebel bei seinem Team auch wieder in der Defensive angesetzt. Am vergangenen Wochenende konnte er gute Ansätze im Testspiel gegen die Düsseldorf Rams (8:3) sehen: „Da haben wir über lange Zeit gut gestanden und nur in kurzen Phasen mal die Ordnung verloren.“

Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass sich während der Partie ein paar hundert Kilometer weiter südlich bei der Skaterhockey-EM in Österreich der wichtigste Spieler der Chiefs, Kapitän Marcel Mörsch, das Innenband reißen würde. Seine Saison ist gelaufen, aber Peter Schrills nahm die Nachricht gefasst auf: „Das hätte auch im Training passieren können. Natürlich trifft uns das hart, Mace hatte grade wieder zu seiner alten Form gefunden. Aber wir müssen und werden damit umgehen.“ Ebenso nach wie vor verletzt wird Heiko Schmidt die Play-offs verpassen. Bei Sebastian Muhs bleibt abzuwarten, ob er seine Erkältung bis zum Wochenende abschütteln kann. Paddy Komor spielt die Saison trotz „kaputter Schulter“ zu Ende.

Keinen Zugriff haben die Chiefs am Wochenende auf ihre Spieler, die auch auf dem Eis aktiv sind. Es ist gut möglich, dass es am Samstag nicht zum Duell Höveler – Svejda kommt, sondern erst am Sonntag, wenn die Ice Aliens aus Ratingen in der Eishockey-Regionalliga auf den EHC Dortmund treffen. Schrills: „Das ist ein bisschen wie eine Wundertüte. Keiner weiß genau, wer alles beim Gegner aufläuft. Wir wollten genau diese Situation eigentlich verhindern, aber uns haben im Laufe der Saison einfach zu viele Spieler verlassen. Da war kurzfristig nur Ersatz vom Eis zu bekommen.“

Zurückgreifen kann Schrills jedoch auf seine drei letzten Neuzugänge: Markus Krawinkel ist endlich auf dem Parkett angekommen und war bereits in Köln einer der Torschützen. Die Sperre des Ex-Kaarsters Pascal Patten ist auch endlich abgelaufen, so dass man ihm am Samstag erstmals im Chiefs-Dress sehen wird. Für Stürmer Benjamin Meschke ist Skaterhockey zwar momentan noch Neuland, aber durch seine langjährige Erfahrung auf dem Eis traut ihm Coach Peter Schrills durchaus zu, schon in den kommenden Spielen ein wichtiger Faktor für die Mannschaft zu sein. Damit kann Schrills in jedem Fall auf drei Reihen bauen: „So werden wir beginnen. Mal sehen wie es dann läuft. Wenn jeder seine Leistung abruft und sich an die taktischen Vorgaben hält, können wir auch auswärts was reißen.“

Die Chiefs setzen am Samstag einen Bus zum Spiel ein (Abfahrt 14.30 Uhr). Fans, die zum Unkostenbeitrag von 10 € noch mitfahren wollen, melden sich bitter per Email bei [email protected] Unterstützung können die Neusser in jedem Fall gut gebrauchen, es werden mehr als 500 Zuschauer in Lüdenscheid erwartet. Das zweite Spiel der Best-of-Three-Serie findet am 18. Oktober um 18 Uhr im „Chiefs Garden“ statt.