Chiefs siegen im Derby

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Denn von Beginn an war es das erwartet enge und kampfbetonte Spiel. Mit viel Einsatz versuchten beide Teams zum Erfolg zu kommen, mit einem leichten Chancenplus für Uedesheim. Eine frühe Überzahl blieb ungenutzt, ehe Tim Müller Olli Derigs überraschte und die Landeshauptstädter in Führung bringen konnte (6.). Doch diese Führung hatte nicht lange Bestand, nur Sekunden danach sorgte der sehr agile Max Rejhon für den Ausgleich (6.). Beide Teams schenkten sich nichts, es wurde hart aber fair gekämpft. Beide hielten sich auch in Unterzahl unbeschadet, was nicht grade für große Kreativität im Überzahlspiel beider Mannschaften spricht. Nach toller Vorarbeit von Robert Linke, der den Ball geschickt auf Sebastian Schreiber zurücklegte, konnte Letzterer zum 2:1 für die Chiefs einnetzen (9.). In der Folge trafen die Chiefs Latte und Pfosten und hatten noch weitere Chancen auf den nächsten Treffer, aber es wollte in diesem Drittel nichts Zählbares mehr gelingen. Auf der anderen Seite war Keeper Olli Derigs besonders während einer 3:3-Situation spät im ersten Drittel verantwortlich dafür, dann man die Führung in die Pause retten konnte.

Neben den richtigen Worten von Coach Wolfgang Hellwig schien es in der Uedesheimer Kabine während der ersten Pause auch Zielwasser gegeben zu haben. Binnen weniger Sekunden schockten Robert Linke (21.) und Max Rejhon (22.) die Gäste, und spätestens nach dem 5:1 durch Christoph Clemens in der 25. Minute war die Partie entschieden. Die Rams waren nun völlig aus dem Tritt und brachten kaum noch einen gefährlichen Ball auf das Uedesheimer Tor. Die Chiefs hatten nun die Chance, etwas für ihr Torverhältnis zu tun, trafen aber nur noch in Person von Marco Hellwig zum 6:1 (29.). Danach versuchte man den Gegner lächerlich zu machen, statt weiter zielstrebig auf Torejagd zu gehen. Ein Umstand, mit dem auch Hellwig nach dem Spiel „alles andere als einverstanden war“. Mit Ablauf des Mitteldrittels sorgte Philip Müller für ein wenig Ergebniskorrektur für Düsseldorf (6:2 / 40.).

Das Schlussdrittel ist dann mit den Worten „es plätscherte so dahin“ gut beschrieben. Die einen wollten nicht mehr, die anderen konnten nicht so recht. Jegliche Intensität der Anfangsminuten war abhandengekommen, und nachdem Mike Höfgen fünf Minuten vor dem Ende noch mal die Latte testete, traf Benni Aumann in der Schlussminute zum Endstand von 7:2. Für die letzten 20 Minuten war bei den Gästen Tauer ins Tor gerückt und zeigte eine starke Leistung. Wer weiß wie es ausgesehen hätte, wenn er von Beginn an gespielt hätte. So bleibt nach 60 Minuten ein auch in der Höhe verdienter Sieg, der laut Hellwig „auch noch vier, fünf Tore höher hätte ausfallen können. Aber ich bin zufrieden mit dem Spiel. Vor allem mit den nur zwei Gegentoren. Und mit endlich mal nicht so vielen Strafzeiten.“ Mit dem Sieg setzen sich die Uedesheimer weiter in der oberen Hälfte der Tabelle fest, um die Rams muss man sich nach einer solchen Leistung wirklich Sorgen machen. Samstag erwartet die Chiefs ein richtig schwerer Brocken. Dann geht es ins Sauerland zu den Samurai nach Iserlohn.