Chiefs siegen bei Sauna-TemperaturenChiefs siegen bei Sauna-Temperaturen

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Von Beginn an legten beide Teams zügig los, kein Schonen bei diesen unsportlichen Temperaturen. Und die Gastgeber machten Druck, nach vier Minuten musste Olli Derigs im Chiefs Kasten zum ersten Mal hinter sich greifen (May). In der 13. Spielminute durften dann auch die Gäste jubeln (Kreuzmann), und das Spiel ging bei null los. Kurz darauf jubelten schon wieder die Patriots, doch das Tor nach 2:1-Konter war mit dem Schuh erzielt worden und zählte nicht. Zwei Unterzahlspiele nacheinander konnten die Gastgeber schadlos überstehen.

Auch den mittleren Abschnitt begannen die Gastgeber mit mehr Zug zum Tor, nach schlampigem Aufbau der Chiefs setzte sich Tim May durch, traf jedoch freistehend nur Metall. Bei doppelter Überzahl war es dann Walczok, der die Chiefs in Führung brachte (1:2 / 24.). Nachdem Hellwig auf der einen und Barta auf der anderen Seite ihre Großchance liegen gelassen hatte, musste Scheu auf die Strafbank, und die Patriots nutzten die erste Überzahl vorbildlich zum Ausgleich (2:2 / Barta / 30.). Assenheim wechselte – wie bereits im Startabschnitt – den Goalie, doch der zweite Mann durfte bald darauf hinter sich greifen (2:3 / Linke / 33.). Fortan versuchte man, das Tempo etwas zu drosseln, beide Teams spielten hauptsächlich tief.

Die Gastgeber hatten in der Kabine wohl die richtige Ansprache bekommen, sie brauchten gerade acht Minuten im Schlußabschnitt, um das Spiel nochmals zu drehen (4:3 / Bannenberg, Barta). Doch die Chiefs steckten nicht auf, Patejdl tankte sich durch und vollstreckte zum 4:4 (51.). Danach fand das Spiel hauptsächlich auf der Strafbank statt, bei 3 gegen 2 konnte Walczok die erneute Führung für die Chiefs herausschießen (4:5 / 53.), bei doppelter Überzahl legte Hellwig nach (4:6), der vorher noch im Alleingang gescheitert war. Assenheim kassierte gar eine doppelte Zehner (Unger) und außerdem den siebten Treffer (Kreuzmann, 58.). Danach konnten die Gäste die Zeit ruhig herunterspielen, man ließ nichts mehr anbrennen.

Damit haben die Patriots den achten Tabellenplatz an die Chiefs abgeben müssen, liegen jetzt zwei Punkte hinter den Neussern und haben auch den direkten Vergleich verloren – falls es im weiteren Verlauf der Saison nochmal wichtig werden sollte. Man trifft sich bereits am 17. August an gleicher Stelle wieder zum Pokal-Halbfinale, wo beide Trainer versprachen trotz des Wegfalls der Eishockeyspieler schlagkräftige Teams aufs Feld zu schicken. Zudem fällt das Spiel in die Haupt-Urlaubszeit, weswegen einige Spieler passen müssen. Man wird also mit Sicherheit dann ein anderes Spiel erwarten dürfen.

Beide Trainer merkten noch an, dass die Hitze den Spielern alles abverlangt hätte, wobei Assenheims Pfannmüller bemängelte, dass seine Mannschaft nach der 4:3-Führung ohne Absprache zu offensiv gestanden habe, was gegen die laufstarken Chiefs eben nach hinten losgegangen sei. Mörsch sah die Strafenflut hauptsächlich in der Belastung der Spieler, die dann vom Kopf her nicht mehr so frei waren und gegebenenfalls die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen haben. „Durch die Strafen am Ende haben wir das Spiel und sogar noch den direkten Vergleich gewonnen. Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs, die bis zum Ende alles aus sich herausgeholt und das geschafft haben. Das war mit Abstand das heißeste Spiel, an dem ich je teilgenommen habe – und ich habe schon bei 35 Grad ohne Dach in Bräunlingen gespielt. Heute war es noch schlimmer.“