Chiefs-Saison ist beendet

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Die Saison 2008 ist für die Uedesheim Chiefs Geschichte. Mit 5:7 (1:1, 1:3, 3:3) unterlag die Truppe von Peter Schrills am Samstag den Highlandern Lüdenscheid und hat sich damit gleich in der ersten Runde der Play-offs aus dem Rennen um die Deutsche Meisterschaft in der Skaterhockey-Bundesliga verabschiedet.

Die drei Reihen der Chiefs gaben von Beginn an richtig Gas und suchten den direkten Weg zum Tor der Gäste. Bereits in der ersten Minute musste Highlander-Keeper Sven Doual zwei Mal beherzt eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. So dauerte es bis zur fünften Minute, ehe Benjamin Meschke mit einem schönen Schuss aus der Drehung das 1:0 erzielte. Dieser Treffer war allerdings auch der Weckruf für Lüdenscheid. Die Highlander hatten sich jetzt besser an die Umstände im „Chiefs Garden“ gewöhnt und hatten nichts gegen einen offenen Schlagabtausch einzuwenden. In Überzahl traf Tim Linke zum Ausgleich (1:1 / 10.), danach mussten die rund 300 Zuschauer länger auf den nächsten Treffer warten. Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter Raum, es wurde auf hohem Niveau gefightet. Die Chiefs sorgten immer wieder für Gefahr vor den Lüdenscheider Tor, bekamen die Kugel allerdings nicht über die Linie. Die Gäste waren in der Vorwärtsbewegung auch nicht untätig, spielten klug nach vorne und zwangen Chiefs-Goalie Olli Derigs zu mehreren Glanzparaden.

Auch im zweiten Drittel das gleiche Bild: Die Chiefs probierten es mit Fernschüssen und suchten dann den Nachschuss aus kurzer Distanz. Doch das Tor der Highlander war wie vernagelt. Linke war in der 30. Minute zielsicherer und traf mitten in die Uedesheimer Drangphase hinein zum 1:2. Wütende Uedesheimer Angriffe waren die Folge dieses Treffers, bezeichnend für die ganze Partie war der Ausgleich: Vom eigenen Bully-Punkt aus probierte es Paddy Komor einfach mal und durch Freund und Feind hindurch fand die Kugel den Weg in den Winkel des Highlander-Tores (2:2 / 35.). Mit dem Willen schnell wieder in Führung zu gehen riskierten die Chiefs weiter viel nach vorne, vergaßen dabei allerdings ein wenig ihre Gegenspieler aus den Augen. So wurden Markus Winzen (2:3 / 38.) und Andre Bruch (2:4 / 40.) quasi zum Toreschießen eingeladen und schockten die Chiefs noch vor der zweiten Pause.

Zu Beginn der letzten 20 Minuten ging das Spiel weiter wie zuvor. Die Chiefs vorne zu hektisch und glücklos, Lüdenscheid mit dem nötigen Glück und ein wenig Entlastung über Linke und den quirligen Jiri Svejda. Sebastian Muhs nutzte in der 47. Minute einen Fehler in der Highlander-Defensive und brachte die Kugel im gegnerischen Tor unter (3:4), doch Christopher Pickhardt stellte den alten Zwei-Tore-Vorsprung für die Gäste aber schnell wieder her (3:5 / 49.). Kurz darauf leisteten sich die Gäste zwei Strafzeiten in schneller Abfolge und Meschke konnte verkürzen (4:5 / 51.). Weiterhin in Überzahl vergab man in Serie beste Chancen zum Ausgleich. Umso bitterer, dass Linke in Unterzahl mit einem präzisen Fernschuss die Vorentscheidung herbeiführte (4:6 / 52.) natürlich gaben die Chiefs auch jetzt nicht auf, doch als ein weiteres Überzahlspiel ungenutzt blieb, schwand so langsam die Hoffnung auf die Wende. Svejda markierte den letzten Gästetreffer (4:7 / 59.), in Überzahl und mit fünftem Feldspieler zugunsten des Torwarts war Muhs mit dem letzten Uedesheimer Treffer des Jahres zur Stelle (5:7 / 59.). Danach lief die Uhr runter und die Highlander durften jubeln.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Chiefs danach vom Feld, aller Orten blickte man in betroffene Gesichter. Die Chancen waren in ausreichender Anzahl da, deren Verwertung war in diesem Spiel mangelhaft. So fiel dann auch das Fazit von Peter Schrills aus: „Heute bin ich sehr enttäuscht. Noch mehr als im letzten Jahr. Da waren wir im dritten Spiel die schlechtere Mannschaft. Heute haben wir alles gegeben, waren überlegen und bekommen den Ball einfach nicht rein. Chancen waren mehr als genug da. Wir haben doppelt so oft auf das Tor geschossen wie Lüdenscheid.“ Nicht nur an der Chancenverwertung können die Chiefs nun einen langen Winter lang arbeiten. Mit neuem Mut und punktuell sicherlich auch neuem Personal wird man sich in der Saison 2009 wieder ins Getümmel schmeißen und dann versuchen, endlich mal eine konstante Saison ohne die Rückschläge wie zuletzt zu spielen.