Chiefs kämpfen um den KlassenerhaltNeusser spielen gegen Lüdenscheid und Atting

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„Wir können die Situation ganz gut einschätzen“, stellt neu-Coach Markus Krawinkel fest. „Das ist ein vorentscheidendes Wochenende für uns und wir wollen am liebsten beide Spiele gewinnen. Jeder Punkt, den wir jetzt liegen lassen, tut doppelt weh, weil es beides Gegner sind, die noch nicht aus unserer Reichweite sind“.

Zwei Wochen konnte Krawinkel sein Team seit den letzten beiden „unnötigen“ Niederlagen nun mit seiner Spielphilosophie einnorden. „Wir sind kein High-Scoring Team. Und wenn man eben nur sechs, sieben oder acht Tore pro Spiel schafft, muss man dafür sorgen, dass das reicht. Erst recht mit einem so überragenden Keeper hinten drin.“ An der defensiven Ordnung feilen der Coach und sein Team besonders. „Wir haben noch eine Einheit, da folgt der Feinschliff, und dann sollten wir bereit sein für’s Wochenende.“

In Lüdenscheid konnten die Chiefs mit einem 12:11-Sieg bereits in der letzten Saison den Grundstein für den Last-Minute-Klassenerhalt legen, ähnliches würde den Neussern auch in diesem Jahr gut gefallen. Dazu wird man die Kreise von Topscorer Jiri Svejda einschränken müssen, was in der großen Halle nicht einfach wird. Das hektische Hinspiel konnte Uedesheim noch mit 12:6 für sich entscheiden. Es war der letzte Sieg der Chiefs, damals wähnte man sich aus dem Gröbsten raus. Aber die Gegner haben nachgelegt, Lüdenscheid konnte zuletzt mit deutlichen Siegen gegen Duisburg und Düsseldorf wieder viel Boden gutmachen und steht mittlerweile schon wieder auf Rang neun.

Atting hingegen konnte nicht nur das Auftaktspiel der Saison mit 10:6 gegen die Chiefs gewinnen, sondern auch die darauf folgenden fünf Heimspiele. Von diesem Punktepolster zehren die Bayern nach wie vor, rangieren derzeit auf dem achten Platz in der Tabelle. Auswärts haben sie allerdings noch keinen Punkt geholt. „Davon sollten wir uns nicht blenden lassen“, appelliert Krawinkel an seine Mannschaft. „Bei uns haben sie ähnliche Bedingungen wie zu Hause und wissen, wie man spielen muss. Wir dürfen das auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen.“ Die Wölfe spielen samstags noch in Kaarst, man wird dieses Spiel beobachten lassen und daraus seine Schlüsse ziehen.

Verzichten muss Krawinkel in den wichtigen Spielen auf Max Bleyer. Uedesheims bester Knipser ist derzeit im Urlaub. Ansonsten steht bis auf den Langzeitverletzten Brandon Bernhardt der komplette Kader zur Verfügung. „Wir müssen einfach da anknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben, die Trainingsinhalte umsetzen und dabei die Fehler weiter minimieren“, sagt der Coach. „Ich bin zuversichtlich, dass wir am Wochenende punkten werden und dann sieht die Tabelle schon wieder viel freundlicher aus.“