Chiefs hatten Köln am Rande einer Niederlage

Chiefs hatten Köln am Rande einer NiederlageChiefs hatten Köln am Rande einer Niederlage
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Die Chiefs hatten in Überzahl einige Chancen zum 1:3, trafen jedoch nicht. Aber weiter lief die Zeit von der Uhr und die Rheinos wirkten immer verzweifelter in ihren Aktionen. Dann kam Weisheit 121 Sekunden vor dem Ende ein einziges Mal durch und tanzte alle aus. Das 2:2. Mit dem Punkt hätten die Chiefs sicher leben können, wäre nicht exakt 21 Sekunden ein aussichtloser Befreiungsschlag von Esser durch Freund und Feind hindurch, gegen den Innenpfosten und dann zum 3:2 in die Maschen gesprungen. Das Robert Linke kurz darauf statt zum 3:3 nur den Pfosten traf, war Sinnbild der Uedesheimer Niedergeschlagenheit, die sich nach dem Spiel in und vor der Halle breit machte.

Denn von Beginn an zeigten die Chiefs, die kurzfristig auf den Magen-Darm-Erkrankten Andri Salomonson verzichten mussten, kämpferisch und taktisch eine der besten Leistungen seit langer, langer Zeit. Hatten Uedesheimer Teams in der Vergangenheit schon beim Betreten der Kölner Halle „die Hosen voll“, war das diesmal komplett anders. Mit großem läuferischen Aufwand machte man das Spielfeld eng und ließ die Gastgeber nie wirklich ins Spiel kommen.

Im Gegenteil, mutig ging es bei Gelegenheit nach vorne, Denis Nimako und Marcel Mörsch hatten früh erste Chancen. In Minute 10 war Keeper Olli Derigs, der heute eine formidable Leistung bot, erstmals gefordert, danach hatten die Chiefs Chancen beinahe im Minutentakt. Gleich drei Mal war Nimako daran beteiligt, aber er bekam genau wie Jan-Philipp Priebsch die Kugel nicht im Tor unter. Auf der anderen Seite hatte Derigs Glück, als Esser nur den Pfosten traf.

Nach der Pause haderten die Neusser mit ihren Gegenspieler: „Für das zweite Drittel hatten sich die Kölner weniger spielerische Lösungen, als viel mehr grobe Unsportlichkeiten ausgedacht. Nach nahezu jedem fairen Körperkontakt blieb ein Kölner Spieler liegen, ließ sich behandeln, nur um im nächsten Wechsel wieder quicklebendig auf dem Feld zu stehen. Glücklicher Weise fielen die guten Schiris nicht auf diese permanenten Schauspieleinlagen herein“, so die Chiefs in ihrer Mitteilung.

Doch die dadurch entstehenden Pausen raubten den Chiefs nicht wie erhofft den Nerv, vielmehr überstand man eine Unterzahl und ging dann vielumjubelt durch Mike Höfgen in Führung (0:1 / 28.). Der bullige Angreifer staubte aus spitzem Winkel ab, nachdem der Kölner Keeper einen Hammer von Tim Schmitz nicht festhalten konnte. Nur eine Zeigerumdrehung weiter fast dasselbe Bild. Priebsch ließ eine Bombe los, der Abpraller landete bei Nimako, der cool zum 0:2 einschob (29.). Es folgte eine Strafe gegen die Chiefs. Esser nagelte die Kugel zunächst an die Latte, danach stand Weisheit goldrichtig und stellte auf 1:2 (33.).

Allerdings schied Max Rejhon nun mit einer Handverletzung aus und musste ins Krankenhaus. Dadurch war die erste Reihe gesprengt und Elesen musste umstellen. Einen Bruch im Spiel gab’s jedoch nicht. Die Chiefs verteidigten weiter hart und suchten vorne immer wieder die Entscheidung. Eine Viertelstunde vor dem Ende profitierte Linke von einem Wechselfehler der Rheinos und lief von der Mitte alleine auf’s Tor zu – der Jubelschrei blieb den Fans aber im Hals stecken, denn mit letztem Einsatz kratzte der Kölner Keeper den Ball mit seinem Schoner von der Linie. Als schon nach einem Erfolg oder zumindest Punktgewinn für Uedesheim aussah, ging das Spiel noch verloren.


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