Chiefs erwarten Kaarst zum Derby

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„Wir freuen uns auf das Spiel“, sagt Chiefs-Coach Gerry Elesen. Der Niederländer hat nun endlich seinen kompletten Kader beisammen und hat die Jungs in den letzten Wochen dreimal pro Woche zum Training gebeten. „Dadurch ist der Konkurrenzkampf so richtig entfacht und das Niveau ist nochmal deutlich gestiegen.“ Allerdings wird es am Sonntag auch enttäuschte Gesichter geben. „Alle Spieler im Kader sind wichtig und alle ziehen auch voll mit. Aber wir können nicht alle aufstellen und im Endeffekt werden sicher nur 12 oder 13 Spieler wirklich spielen.“

Ganz sicher ist sich Elesen in einem Punkt: „Egal wer spielt, die Jungs sind heiß und ich denke das wird man auch am Sonntag sehen.“ Verzichten müssen die Chiefs am Sonntag lediglich auf die Dienste von Benni Meschke, der aufgrund seines Studiums passen muss.

Ein stark verändertes Gesicht im Gegensatz zum letzten Spiel wird sicher die Verteidigung der Chiefs haben, denn mit Stephan Kreuzmann, Jannik Woidtke, Jan-Philipp Priebsch und Bernd Hausmann drängen gleich vier Spätstarter ins Team. „Ob alle spielen kann ich noch nicht sagen“, gibt sich Elesen betont vorsichtig. „Aber in der Defensive besser zu stehen ist sicherlich eine der Prioritäten für Sonntag.“

Respekt hat Gerry Elesen auch vor dem Gegner: „Ich habe Kaarst zweimal gesehen. Sie haben ein wirklich gutes Team zusammen, kampfstark und undankbar zu spielen. Köln wäre dagegen trotz seiner herausragenden individuellen Klasse beinahe gescheitert. Wir müssen deswegen mindestens genauso als Team auftreten und jeder muss die Wege für seinen Kollegen mitgehen, auch wenn es weh tut. Und wir wollen und werden sie natürlich auch nicht unterschätzen. Nicht vor dem Spiel und auch nicht während des Spiels, falls wir mal ein, zwei Tore in Führung liegen. Wir müssen das Level permanent hochhalten.“

So geschehen wäre es den Chiefs beinahe im letzten Jahr: Mehrfach führte man vor eigener Kulisse mit zwei oder drei Toren, doch die Eagles kämpften sich immer wieder ran. Am Ende stand ein äußerst knappes und glückliches 10:9 auf der Anzeigetafel. Indiskutabel schlecht war dagegen die Leistung der Chiefs in Kaarst, als man mit 6:8 verlor.

„Vor unserem Tor müssen wir konsequent aufräumen, da darf es keine Frage sein wer die Zweikämpfe gewinnt“, so Elesen. „Durch gutes Backchecking müssen wir auch von vorne herein die Schüsse aus der Distanz verhindern oder abblocken. Und wenn wir den Ball haben, dann werden wir versuchen den Kaarstern unser Spiel aufzudrücken.“

Auf Seiten der Eagles, die sich zuletzt mit Christian Schlesiger nochmal prominente Verstärkung organisiert haben, werden gleich drei Spieler erstmals in Uedesheim gegen ihren Ex-Verein auflaufen: Benni Aumann hatte erst in diesem Winter die Fronten gewechselt, Simon Kronenberg und Kai Reimer kamen vor der Saison über den Umweg Bullskater Düsseldorf zu den Eagles.

Wie wichtig ein Sieg am Sonntag wäre, kann man schon nach zwei Spielen an der Tabelle ablesen. Viele Teams haben bereits unerwartete Punkte geholt und es deutet in diesem Jahr alles auf ein dichtes Mittelfeld hin. Eine Sieg würde beiden Teams gut zu Gesicht stehen, wobei Elesen natürlich auf seine Jungs setzt: „Ich hoffe und gehe mal davon aus das wir die beiden Punkte zu Hause behalten werden.“

Dabei setzt der Coach auch auf die Unterstützung der Zuschauer: „Die Halle muss brennen. Ich hoffe es kommen viele Zuschauer und auch viele Leute aus unserem Nachwuchs, um uns lautstark zu unterstützen.“ Nach Kaarst steht den Chiefs ein schweres Auswärtswochenende bevor. Am 07.05. spielt man in Augsburg, einen Tag später in Atting.