Chiefs erreichen eingleisige Bundesliga

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Vor dem Spiel wurden zunächst die Europameister Marcel Mörsch, Robert Linke sowie Gästespieler Simon Arzt für ihren Einsatz und den Gewinn der Europameisterschaft am vergangenen Wochenende geehrt. Alle drei wurden neben einem Präsent mit ordentlichem Applaus der Zuschauer bedacht.

Die Gäste aus Bayern stehen schon länger als Absteiger fest und legten von Beginn an nicht den nötigen Biss an den Tag. So hatten die Chiefs schnell Kontrolle über die Partie und spielten mit drei Reihen auch ihr konditionelles Plus gegenüber den nur acht Gästespielern aus. Einige tolle Spielzüge durften die Zuschauer auch bewundern, und logischer Weise fielen die Tore dann auch wie am Fließband. Ein schönes Solo von Denis Nimako eröffnete den Torreigen in der 4. Minute (1:0), nur eine Minute später legte Tim Schmitz nach (2:0 / 5.). Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Mammuts, Max Rejhon (8.) und Benni Meschke (9.) waren die nächsten beiden Torschützen für Uedesheim. Das das 5:0 von Robert Linke in der elften Minute bereits der Pausenstand war, lag zum einen daran, dass Gäste-Keeper Berroth von nun an auch mal ein paar Bälle hielt, zum anderen aber auch daran, dass die Chiefs von nun an nicht mehr zu 100 Prozent konsequent das Tor belagerten, sondern viel mehr die Kugel ins Tor tragen wollten. Sebastian Schreiber stand zudem die Latte im Weg.

Das zweite Drittel begann mit einer Dreifach-Chance für Schwabmünchen, aber Olli Derigs hielt was zu halten war. Machtlos war er dagegen beim 5:1 durch Schmidt (22.). Meikel Thürmann stellte wenig später den alten Abstand wieder her (6:1 / 25.), Mike Höfgen traf zum 7:1 (28.). Zwei Treffer von Birk (7:2 / 28., 7:3 / 34.) waren nicht mehr Ergebniskosmetik. Danach hatten die Chiefs gleich auf mehreren Ebenen Pech: Zunächst verletzte sich Thürmann unglücklich an der Schulter und musste in die Klinik, als es weiter gehen konnte wurde zunächst ein Treffer wegen Torraumabseits nicht gegeben, danach scheiterte auch Schmitz an der Latte.

Spätestens im Schlussdrittel, in dem Tobias Opfermann ins Uedesheimer Tor rückte, hätte der unabhängige Beobachter denken können, dass es sich hier nur um ein Freundschaftsspiel handelt. Zu überlegen aber auch verspielt waren die Hausherren. Doch jetzt fielen auch noch ein paar Treffer. Christoph Clemens schnürte einen Doppelpack (48. / 52.), Linke (54.) und Schmitz (56.) schraubten den Spielstand auf 11:3 herauf. Der Schlusspunkt in einer überaus fairen Partie mit nur zwei kleinen Strafzeiten blieb dann jedoch den Gästen vorbehalten. Schmidt traf eine Minute vor dem Ende zum 11:4 Endstand. Keine Frage das der Sieg hochverdient war. Besonders nett anzusehen bei den Chiefs, dass sich die Treffer auf viele Torschützen verteilten und auch alle Reihen eine starke Leistung gezeigt haben.

Beim Coach Gerry Elesen fielen nach dem Spiel einige Steine vom Herzen: „Auch wenn wir heute nur einen Pflichtsieg eingefahren haben – das wichtigste Saisonziel ist erreicht. Wir spielen nächstes Jahr sicher auch in der Bundesliga.“ Welche Platzierung nach dem letzten Spieltag herausspringt, drei, vier oder fünf, ist dagegen noch völlig offen. „Natürlich hoffen wir jetzt auf ein wenig Schützenhilfe aus Kaarst. Aber wenn das nicht klappt, müssen wir eben gegen Köln selber mindestens einen Punkt holen.“ Holt man besagten Punkt am kommenden Sonntag um 16 Uhr im letzten Heimspiel gegen die Domstädter, ist der vierte Platz sicher. Möchte Kaarst der Abstiegs-Relegation noch entgehen, müssen die Eagles in Düsseldorf punkten und würden den Chiefs damit auch den vierten Platz sichern. Sollten zudem auch noch die Rhein-Main Patrios gegen den schon feststehenden Süd-Meister Augsburg patzen, könnten die Chiefs sogar noch auf dem dritten Rang einlaufen. All diese Entscheidungen fallen am kommenden Wochenende, dem letzten der Hauptrunde.