Chiefs besiegen RostockUedesheim Chiefs

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Denn die Uedesheimer waren nach verspätetem Beginn zwar die spielbestimmende Mannschaft, ließen aber vor dem Tor der Nasenbären die letzte Kaltschnäuzigkeit vermissen. Die Gäste von der Ostsee hingegen wussten einige ihrer gefährlichen Konter eiskalt auszunutzen. David Walczok traf in der 2. Minute in eigener Unterzahl zum 1:0 und hätte weiterhin in Unterzahl sogar noch nachlegen müssen, aber bereits in dieser frühen Phase zeigte Nasenbären-Keeper Thomas seine Klasse. Er wehrte auch gute Chancen von Marco Hellwig und Mike Höfgen ab. Auf der anderen Seite rechtfertigte Dario Khazaei seine Aufstellung mit starken Paraden gegen den Dänen Damgaard.

Einen verdeckten Schuss von Schnabel musste er dann jedoch zum Ausgleich passieren lassen (1:1 / 11.), wenig später verloren alle Uedesheimer vor dem eigenen Tor die Übersicht und Horst musste die Kugel nur noch über die Linie drücken (15.). Hellwig und Marcel Patejdl waren danach am nächsten dran am Ausgleich, aber den ersten Schuss kratzte Thomas noch von der Linie, der zweite landete am Pfosten.

Auch im zweiten Abschnitt lief die Partie ähnlich. Uedesheim rannte oftmals zu forsch nach vorne und bot den Gästen immer wieder Überzahlsituationen vor dem eigenen Tor an, was sie oft dankend annahmen. Marco Hellwig lief heiß und zeigte sich für vier Treffer in Folge verantwortlich (22. / 25. / 29. 34.). Mehr als ein Tor Vorsprung hatten die Chiefs dennoch nie, denn Müller (23.), Damgaard (33.) und Ciupka (35.) schafften immer den Ausgleich. Patejdl sorgte mit einem Hammer, der Thomas durch die Schoner rutschte, für die Pausenführung (6:5 / 39.).

Alle guten Worte von Coach Marcel Mörsch fruchteten auch zu Beginn des letzten Drittels nicht. Nach einem Bully vor dem Tor der Rostocker konterte Müller die Hausherren im Alleingang aus und glich erneut aus (6:6 / 46.). Die erneute Uedesheimer Führung durch Sebastian Schreiber (7:6 / 49.) glich wieder Müller aus (7:7 / 51.), als er erneut einen Fehler im Uedesheimer Spielaufbau mit einem schnellen Antritt und Abschluss bestrafte. Mit einem Torhüterwechsel wollte Mörsch seine Truppe zehn Minuten vor dem Ende wachrütteln. Olli Derigs kam ins Spiel und zeigte gegen Damgaard sofort, dass er keine lange Anlaufzeit benötigt. Patejdl und Hellwig verpassten zunächst die erneute Führung, doch dann war Patejdl Verwerter einer 3:1-Situation vor dem Tor der Ostseestädter und sorgte für das Game Winning Goal (8:7 / 54.). Nur 40 Sekunden darauf traf Tim Gregoire mit einem Weitschuss zum 9:7 (55.) und eine Minute später brach Walczok die Moral der Gäste endgültig (10:7 / 56.). Damgaard traf für Rostock noch den Pfosten, Walczok machte seinen Hattrick mit der Schlusssirene perfekt und sorgte für den 11:7-Endstand.