Chiefs besiegen CSCUedesheim Chiefs

Chiefs besiegen CSCChiefs besiegen CSC
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Kurzfristig musste Coach Marcel Mörsch noch auf Robert Linke und Johannes Matzken verzichten. Seine Jungs nahmen das Heft des Handelns dennoch schnell in die Hand. Der CSC wurde regelrecht vor dem eigenen Tor eingeschnürt, hatte aber dennoch die erste Chance: als Stephan Kreuzmann einen Rückpass vor den eigenen Pfosten setzte. Auf der anderen Seite hatten die Chiefs eine ganze Reihe großer Chancen. Nach dem 1:0 in Überzahl (4. / Tim Schmitz) war es einzig und alleine CSC-Keeper Zimmermann, der seine Mannen im Spiel hielt. Auf der anderen Seite parierte Olli Derigs stark gegen Reinberg und hatte wenig später Glück, das Steinborn nicht das leere Tor traf sondern drüber zielte. Die Führung gab den Chiefs keine defensive Sicherheit und Derigs stand nun häufiger im Rampenlicht. Dann nagelte Dennis Kobe die Kugel zum 2:0 in die Maschen (10.) und David Walczok legte nach tollem Pass von Kobe nach (3:0 / 13.). Ihre erste Überzahl spielten die Gäste schwach, Raphael Scheu hätte gleich zwei Mal in Unterzahl erhöhen können. Dann setzte sich ein zweiter Uedesheimer auf die Strafbank und mit zwei Spielern mehr kamen die Gäste durch Steinborn zum 3:1 (15.). Jetzt hatte Krefeld Blut geleckt, Reiners scheiterte gleich doppelt an Derigs, auch Reinberg hatte eine gute Chance und vergab. Uedesheim bekam trotz Führung einfach keine Ruhe ins eigene Spiel und machte den Gegner dadurch stark. Marco Hellwig und Kreuzmann hatten noch starke Szenen, fanden aber jeweils ihren Meister in Zimmermann und so ging es mit einem 3:1 in die erste Pause.

Mörsch schien seine Jungs in der Kabine optimal erreicht zu haben, denn vom ersten Bully weg dominierten die Hausherren nun das Spiel und knüpften an die Anfangsminuten an. Chancen gab es im Minutentakt, Tore beinahe auch. Walczok (22.), Meikel Thürmann (28. / 32.), Sebastian Schreiber (30.) und Sascha Drehmann (32.) schraubten den Spielstand auf 8:1 in die Höhe und beendeten damit den Tag von Zimmermann. Auch Mörsch wechselte nun den Goalie und ließ Dario Khazaei eine halbe Stunde Spielpraxis sammeln. Mit einem Treffer von Kobe (9:1 / 34.) gab es gleich mit dem ersten Schuss die freundliche Begrüßung für den neuen CSC Keeper Meyer, danach war er aber gut im Spiel. Uedesheim schaltete nun etwas herunter und ließ sich auf Scharmützel mit den Gästen ein. Hahn wurde von einer in dem Moment nicht anwesenden Chiefs-Defensive quasi zum Toreschießen eingeladen und traf zum 9:2 (36.). Direkt im Gegenzug stellte Scheu den alten Abstand wieder her (10:2 / 36.). In Überzahl gelang Müller noch das 10:3 (40.), und da Reinberg mit der Pausensirene nur die Latte traf, ging es scheinbar beruhigt ins Schlussdrittel.

Jetzt schien die Ansprache nicht so gut gepasst zu haben. Eher schlafmützig kamen die Hausherren zurück aufs Feld und verteidigten schlampig. Schopp wurde nur halbherzig am Schuss gehindert (10:4 / 43.), Schupp konnte gleich drei Mal einen Nachschuss probieren ehe Khazaei geschlagen war (10:5 / 44.). In den Folgeminuten riskierten die Skatingbears etwas mehr und machten hinten auf. Meyer vereitelte eine ganze Reihe klarer Chancen den Chiefs, ehe Kobe in Überzahl zum 11:5 traf (51.). Das anfangs faire Spiel wurde nun härter und teilweise überhart geführt. Die Strafbänke waren auf beiden Seiten gut besetzt und viel Spielfluss kam nicht mehr auf. Eine doppelte Überzahl nutzten die Gäste zu zwei Treffern (Hahn, Schopp / 56.), ehe der heutige Kapitän Scheu mit einem sehenswerten Solo den 12:7 Endstand herstellte (57.).

Da auch die Konkurrenz am Samstag gewonnen hat, war es ein wichtiger Sieg der Chiefs, die am Sonntag (16 Uhr) gegen Kaarst nachlegen wollen. Wirklich zufrieden war Coach Mörsch nur mit dem Mitteldrittel: „Da hat viel gepasst, wir haben gut gespielt und uns auch belohnt.“ Bauchschmerzen hatte er in den ersten 20 Minuten. „Wir haben trotz Führung keine Ruhe und keine Ordnung ins Spiel bekommen. Darüber müssen wir reden.“