Chancenlos in Bissendorf

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Die für die Rostocker gute Nachricht zuerst: Es fuhren am Samstag acht Feldspieler plus Torhüter nach Bissendorf und schossen dort mit fünf Treffern so viele Tore wie die beiden vorangegangenen Gegner der Panther zusammen. Die Ernüchterung nach 60 Spielminuten und 15 Gegentoren war dann jedoch nicht zu übersehen und zeigt den Warnowstädtern, dass es noch ein weiter Weg ist, auswärts wieder halbwegs konkurrenzfähig in der Liga agieren zu können. Zusammengefasst: Die Rostocker Nasenbären unterlagen in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord mit 5:15 (0:4, 2:7, 3:4).

Hatten sich die Titel-Mitfavoriten aus der Wedemark in ihren beiden Auftaktbegegnungen gegen die Aufsteiger aus Oldenburg und Ahaus noch sehr schwer getan, schien der Panther-Express diesmal wirklich die Vorgaben des Trainergespanns von Beginn an umsetzen zu können und nahm bereits früh im Spiel ordentlich Fahrt auf. Bedingt durch die numerische Unterlegenheit der Nordlichter und die engagierte Vorgehensweise der Gastgeber lagen die Nasenbären deshalb bereits zur ersten Drittelpause mit 4:0 zurück.

Die Rostocker fanden weder richtig ins Spiel noch Mittel gegen den Angriffswirbel, den die Gastgeber über nahezu 60 Minuten aufrechterhielten. Ausdruck dessen ist, dass die Bemühungen der Rostocker erst nach mehr als der Hälfte der Spielzeit fruchteten und sie sich mit einem Treffer etwas Luft verschaffen konnten. Dass die Raubkatzen beim Christian Ciupkas Tor (32.) bereits mit 6 Treffern in Front lagen, war wiederum Ausdruck der Bissendorfer Überlegenheit und auch sein zweiter Treffer (39.) konnte die Defizite im Rostocker Spiel kaum kaschieren. Kurz vor der Pausensirene schenkten die Wedemarker Rollen-Cracks den nun schon bemitleidenswerten Felix Thomas zwei weitere Tore ein und bauten den Spielstand damit bereits bis auf 11:2 aus.

Erst im Schlussabschnitt schalteten die Niedersachsen einen Gang zurück und gestatteten den Hansestädtern, etwas besser zum Zug zu kommen und nahezu auf Augenhöhe zu agieren. Zum Dritten Christian Ciupka (49.) und noch zwei Mal Jürgen Brümmer (58./59.) konnten das Drittelergebnis mit 4:3 damit zwar etwas erträglicher gestalten, täuschen aber nicht darüber hinweg, dass die Nasenbären mit gehörigem Trainingsrückstand belastet, kaum in die Partie fanden, mit nur zwei Reihen läuferisch klar unterlegen waren und, im Gegensatz zu den Hausherren, die sich bietenden Chancen in Überzahl kaum zu nutzen wussten. Mit lediglich 12 Strafminuten bewiesen die Mecklenburger jedoch Moral und spürbar mehr Disziplin als noch zuletzt in Kaarst und zeigten sich auf dem richtigen Weg in die Erfolgsspur.