Bürgerentscheid zu Begegnungszentrum in AttingWölfe wollen eine neue sportliche Heimat

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Wie erwartet wird über den Bau des Begegnungszentrums in Atting in einem Bürgerentscheid abgestimmt. Nach Feststellung der Rechtmäßigkeit durch das Landratsamt legte der Gemeinderat der Gemeine Atting am Dienstag in seiner Sitzung den Bürgerentscheid für Sonntag, 11. Oktober fest. Stimmberechtigt sind alle Attinger Bürger, Briefwahl ist ebenfalls möglich.

„Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet, nun haben wir zusammen mit allen Attinger Vereinen, zweieinhalb Monate Zeit, die Attinger Bürger von dem Begegnungszentrum zu überzeugen“, sagte 1. Vorsitzender Bernd Maier. „Wir alle vom IHC werden alles daran setzen, einen positiven Ausgang zu erzielen, denn es geht um die blanke Existenz unseres nun 17-jährigen Vereins.“

In den kommenden Tagen und Wochen werden Gespräche mit den Vereinen EC Atting, Sportschützen Atting und Burschenverein Atting stattfinden – erste Vorgespräche wurden bereits am vergangenen Wochenende bei der Dorfmeisterschaft des EC geführt. Danach werden verschiedene Aktionen in der Gemeinde durchgeführt, mit denen die Bürger über die Wichtigkeit des Bauvorhabens für alle Vereine informiert werden. Das ca. zwei Millionen Euro teure Projekt wird alle vier Vereine ganzjährig sowie eine Physiotherapiepraxis beherbergen. Es gibt zwei Fördermöglichkeiten, die sich zwischen 360.000 Euro und gut 800.000 Euro bewegen. Darüber hinaus legte 1. Bürgermeister Robert Ruber auf der letzten Sitzung dar, dass durch zu erwartende Einnahmen (Verkauf von Baugrundstücken) in der Gemeinde alle entstehenden Baukosten binnen drei Jahren zurückerwirtschaftet seien.

Am 1. Juli hatte der Gemeinderat den Bau des Begegnungszentrums positiv beschieden. Bürgerentscheidsinitiator hatte im Vorfeld Unterschriften gesammelt, um den Bürgerentscheid herbeizuführen. Das Landratsamt stellte in seiner rechtlichen Prüfung nun fest, dass mit 174 Unterschriften (eine ungültig) das notwendige Quorum (zehn Prozent der Einwohner) erreicht wurde. Auch die Vertreterbenennung (der Initiator ist ein Alleininitiator) sei mit nur einer Person ausreichend.

Allerdings schrieb das Landratsamt in seiner Stellungnahme auch davon, dass die Begründung „sehr vage, aber ausreichend sei.“ Bürgermeister Robert Ruber sprach ebenfalls von „Teilwahrheiten.“. Es werde versucht, auf die Entscheidung der Bürger Einfluss zu nehmen. „Investitionen in Millionenhöhe hört sich danach an, als würden mehrere Millionen an Kosten entstehen, dabei weiß jeder, wie viel die Gemeinde zu tragen hat.“ Auch dass der EC die Sommerstockbahnen verliere und der Burschenverein die Container mit Freisitz sei vage. „Ich frage mich, was da vernünftiger ist – eine Containerlösung oder ein festes Gebäude.“ Auch Ruber kündigte an, die Bürger der Gemeinde in den kommenden Wochen noch einmal ausreichend informieren zu wollen.