Breisgau Beasts verpassen knapp den Punktgewinn11:12-Niederlage beim TSV Schwabmünchen

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Die Gastgeber, in Bestbesetzung angetreten, gingen in einer vogelwilden Anfangsphase gleich zwei Mal in Führung. Nach 1:16 Minuten stand schon ein 2:1 auf der Anzeigtafel., Dischinger hatte bei einer angezeigten Strafe gegen die Mammuts den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, aber gleich danach auch seinen Gegenspieler aus den Augen verloren. In der vierten Minute war Lukas Allgeier bei einem Angriff über Robert schön mitgelaufen und stellte den Ausgleich wieder her.

Nikolai Schultis erwies seinem Team dann mit einer doppelten Strafe einen Bärendienst, eine davon nutzten die Gastgeber mit einem abgefälschten Schuss zum 3:2 durch Frank. Danach beruhigte sich das Spiel etwas, auch weil Constantin Haas im Tor der Beasts nun ins Spiel fand und die Beasts defensiv aufmerksamer agierten. Ein Powerplay verstrich ungenutzt, doch in der 17. Minute traf Kapitän Dischinger dann schön freigespielt von Marco Schultis zum 3:3, was dann auch den Pausenstand bedeutete. Die Beasts agierten einfach zu fahrig und hektisch um eine eigentlich verdiente Führung ins zweite Drittel zu nehmen.

Dies änderte sich im Mittelabschnitt. Saccomani erzielte in Fallen die erstmalige Führung (22.), nachdem Nikolai Schultis Luis Dischinger mit einem langen Ball auf die Reise geschickt hatte. Nur zwei Minuten später sogar das 5:3 durch Mathis per Bauerntrick, Allgeier hatte zuvor schon freistehend vergeben. Eine weitere Großchance vergab Marco Schultis mit einem Tip-In Versuch (26.). P. Zimmermann brachte die Hausherren in der 29. Minute dann heran, nachdem die Beasts zu weit aufgerückt waren. Doch die Antwort folgte prompt: Innerhalb von zwölf (!) Sekunden sorgte der überragende Dischinger für einen Drei-Tore Vorsprung (31.); 7:4 für die Gäste. Die Mammuts antworteten mit wütenden Angriffen, trafen mehrmals Pfosten oder Latte und man hätte glauben können, dass das Spiel nun endgültig zu Gunsten der Freiburger kippt, doch nun wollte Alex Krafczyk zeigen, dass er auch ein geübter Torjäger ist (5 und 6:7, 34. Und 35.). Es ging nun wieder zu wie auf dem Basar, jeder durfte sich mal bedienen. 30 Sekunden nach Krafczyks Treffer zum 6:7 stellte Mathis auf 6:8, nur um vom Bully weg das 7:8 von D. Zimmermann zu kassieren. Dischinger sorgte dann mit einem tollen Solo für das 9:7 aus Freiburger Sicht (36.) Sieben Tore innerhalb von fünf Minuten bekommt man auch in der rasanten Sportart Skaterhockey nicht zu sehen.

Doch die wilde Fahrt ging noch weiter, P. Zimmermann traf bei einer angezeigten Strafe gegen Mathis zum 8:9, das dann Saccomani nach einem Konter beantwortete. So ging es mit einem Zwei-Tore Vorsprung in das Schlussdrittel, die Beasts sogar in Überzahl, ließen die Chance zum 11:8 aber liegen. Kaum komplett rollte die Schwabmünchener Angriffsmaschine auch schon wieder, Ringmaier mit dem Anschluss (43.). Und nun sollte es tatsächlich zehn weitere Minuten dauern, ehe das nächste Tor fallen sollte, die Beasts überstanden eine Unterzahl dank fantastischer Paraden von Haas und großem Kampf schadlos, bevor sie dann selbst zuschlugen. Stefan Linkch brachte einen einfachen Ball aufs Tor, den Rebound verwertete Trenkle gedankenschnell zum 11:9 für die Beasts (54.). Wer nun dachte, dass das der endgültige Genickschlag für die Mammuts gewesen sei, hatte nach nur 15 Sekunden Gelegenheit, dies zu überdenken, denn nach völlig aberwitzigem Defensivverhalten durfte Krafczyk freistehend das 10:11 erzielen. Das 11:11 durch den gleichen Spieler war fast eine Kopie des vorherigen Treffers.

Der Showdown dieses Krimis fand dann ein passendes Ende. Die Mammuts präsentierten den beasts auf dem Silbertablett die Chance auf den Siegtreffer. Ein Wechselfehler sorgte für ein Freiburger Powerplay, doch die Beasts agierten nicht zwingend genug, vertändelten den Ball und Saccomani handelte sich eine Strafe ein. Das Ende vom Lied: P. Zimmermann nutzte einen Konter zum 12:11, auf das die Freiburger keine Antwort mehr fanden.

„Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Die Situation am Schluss ist zwar final entscheidend für das Ergebnis, jedoch hätten wir  genug Chancen gehabt, das Spiel nach Hause zu bringen. Wenn wir das nicht schaffen, sind wir selbst schuld“, sagte der Freiburger Trainer Dirk Müller. „Wir waren selten so nah dran, in Schwabmünchen zu gewinnen. Das ist traurig für uns.“