Braun hält seinen Kasten sauber

Devils starten ins UnbekannteDevils starten ins Unbekannte
Lesedauer: ca. 1 Minute

Im letzten Saisonspiel holten sich die Langenfeld Devils mit einem 6:0 (3:0, 1:0, 2:0)-Sieg bei den Dragons Heilbronn das nötige Selbstbewusstsein für die anstehenden Play-downs in der 1. Skaterhockey-Bundesliga.

Für die Ermittlung der Abschlusstabelle spielte die letzte Partie dieser Saison keine Rolle mehr. Für die gastgebenden Dragons (0 Punkte) waren die Chancen, die Rote Laterne abzugeben, bereits vertan, Langenfeld (10 Punkte) stand bereits als Siebter der Tabelle fest. Nach den hohen Niederlagen der letzten Spiele wollten die Devils im letzten Spiel durch einen Sieg ihr Selbstbewusstsein aufpolieren. Für Heilbronn ging es darum, wenigstens ein Spiel nicht zu verlieren. Darüber hinaus warfen die Ereignisse vom Hinspiel ihre Schatten über diese Partie. Denn hier verletzte sich im April der Schlüssel- und Nationalmannschaftsspieler der Dragons, Michael Häfele, schwer am Knie.

Gleich zu Beginn des Rückspiels zeigten einige Heilbronner, dass sie dies nicht vergessen hatten. Spielerisch konnten die Dragons den Devils nicht viel entgegensetzten, dafür agierten sie mit außergewöhnlicher Härte. Langenfeld steckte nicht auf und hielt dagegen, ohne dabei das Spielen zu vergessen. Den erfahrenen Schiedsrichtern, die mit scharfen und salomonischen Entscheidungen an den richtigen Stellen die Aggression nahmen, ist es zu verdanken, dass das Geschehen nicht aus dem Ruder lief. Die Langenfelder bewiesen die so oft vermisste Nervenstärke in solchen Stresssituationen und sammelten emsig aber geduldig Torchancen, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Im ersten Drittel trafen Robert Heimann (3.), Tommi Melkko (8.) und Sebastian Schwickart (14.), im Mittelabschnitt war es Kurt de Giorgi (38.) der einnetzte. Im Schlussdrittel komplettierten Giacomo Cannoni (56.) und Jost Henke (58.) das Ergebnis. Turbulenzen gab es dann nochmals, als die Gastgeber kurz vor dem Ende wiederholt den Torhüter der Devils, Jan Braun, angingen. Nach einem Gerangel musste jeweils ein Akteur für fünf Minuten auf die Strafbank. Eben erwähnter Jan Braun stand nach dem Spiel im Mittelpunkt der jubelnden Teufel. Er blieb ohne Fehler und somit auch ohne Gegentor. Über diesen – im Skaterhockey seltenen – Shutout konnte sich Braun erstmals bei den Devils freuen; er steht seit 2005 im Kasten der Teufel.

Mit diesem Erfolgserlebnis nehmen die Langenfelder nun die Relegation in Angriff. Im Best-of-Three-Modus spielen die Devils gegen Menden. Voraussichtlich ist das erste Spiel am 18. Oktober in Langenfeld, das zweite eine Woche später in Menden, und das mögliche dritte Entscheidungsspiel am 2. November wieder in Langenfeld.