Bräunlingen überzeugt trotz Niederlage

Hotdogs besiegen KollnauHotdogs besiegen Kollnau
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Vor den Augen von ISHD-Bundestrainer Manfred Schmitz, der Bräunlingen am gestrigen Sonntag einen Besuch abstattete und sich ein Bild vom Geschehen im neuen Zuhause der Hotdogs machte, überzeugten die Hotdogs Bräunlingen trotz einer 5:7-Niederlage gegen die Uedesheim Chiefs.

Die Hotdogs zeigten, wie schon vor einer Woche beim Auswärtserfolg in Heilbronn, von der ersten Sekunde an eine klare Formsteigerung im Vergleich zu den ersten drei Saisonspielen. Hellwach agierten die Spieler um Kapitän Philipp Rosenstihl und es sollte nicht lange dauern, bis sich die ersten, verheißungsvollen Möglichkeiten für die Hausherren ergaben. Einzig das Pech war bei allein drei Aluminium-Treffern in den ersten 20 Minuten ausschlaggebend dafür, dass die Chiefs keinen frühen Rückstand hinnehmen mussten. Pech war dann auch der Eröffnungstreffer der Partie, denn er fiel auf der anderen Seite. Recht überraschend zu diesem Zeitpunkt kam Uedesheim zum 1:0, was aber dem sonstigen Spielverlauf keine Kehrtwende einbrachte. Bräunlingen blieb unbeirrt und glaubte weiter an die eigenen Chancen.

Und die ließen nach der ersten Pause nicht lange auf sich warten: Uedesheims sonst gut aufgelegter Schlussmann Derigs blickte recht verdutzt drein, als die Dogs mit zwei blitzsauberen Treffern durch Philipp Butkus und Andreas Bernstorff plötzlich in der 23. Minute mit 2:1 in Führung lagen und die, wie glücklicherweise eigentlich immer, gut gefüllte Sporthalle bebte. Der Ausgleich sollte jedoch recht bald erfolgen und die erneute Uedesheimer Führung zum 3:2 konnte in der 29. Minute nachgelegt werden. Bräunlingens Goalie Christian Uhde, der von Beginn an im Tor stand und erneut seine derzeit sehr starke Form bewies, sah sich nun zunehmend unter Dauerbeschuss, meisterte seine Sache aber herausragend. Zwischen Minute 33 und 40 dann aber die Schlüsselmomente zum Gästeerfolg: In diesen sieben Minuten schlich sich wieder einmal der alt bekannte und gefürchtete Schlendrian in den Bräunlinger Reihen ein und auch Uhde konnte drei kurz nach einander folgende Gästetreffer nicht verhindern, die zum Pausenstand von 2:6 aus Sicht der Gastgeber führten.

Dass die Moral der Dogs derzeit aber besser intakt ist als sonst irgendwann bislang im diesjährigen Saisonverlauf, bewies das Schlussdrittel. Zu Beginn dieses Abschnittes wechselte Bräunlingen die Schlussmänner, für Christian Uhde kam nun Dominik Müller, der gegen die Chiefs sein 75. ISHD-Spiel bestritt und noch keine Bräunlinger Partie in dieser Liga seit dem Eintritt des Teams im Jahr 2004 verpasste. Auch er konnte sich nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. Doch dank der erneut kompakten und mit gerade einmal zwei Strafminuten höchst disziplinierten Leistung des gesamten Teams in Zusammenarbeit mit ihrem Goalie, konnten weitere Gegentreffer verhindert und anstatt dessen, weitere Heimtreffer erzielt werden. Mit jedem Tor, das die Dogs nun markieren konnten, spürte man die steigende Nervosität bei den Gästen. Martin Lange in der 56., Philipp Butkus mit seinem Doppelpack-Treffer in der 58. Minute zeichneten für die von den zahlreichen Zuschauern frenetisch gefeierten Heimtreffer zum 3:6 und 4:6 verantwortlich. Dominik Müller musste in der 59. Minute seinen einzigen Gegentreffer zum 4:7 hinnehmen, doch Thomas Hutmacher sorgte eine Zeigerumdrehung später für den Endstand zum 5:7. Summa summarum ging das dritte Drittel mit 3:1 an die Hausherren, die besonders in diesem Abschnitt ihrem Gegner mächtig auf den Schlips getreten waren und zu überzeugen wussten.

Im Nachhinein gesehen sicher etwas schade, dass es letztlich beim knappen 5:7 blieb. Denn man muss klar konstatieren, wären diese sieben chaotischen Minuten im Mittelabschnitt anders und ähnlich wie die übrigen 53 verlaufen, wäre eine kleine Überraschung gegen den Gast aus Uedesheim im Bereich des Möglichen gewesen. Eines ist zumindest gewiss: Die Gäste aus NRW haben deutlich zu spüren bekommen, dass diese zwei Punkte, die sie mit nach Hause genommen haben, schwerer verdient werden mussten, als sie zuvor wahrscheinlich angenommen hatten.