Bräunlingen macht es Iserlohn leicht

Hotdogs besiegen KollnauHotdogs besiegen Kollnau
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Nein, mit einem Start in das Best-of-Three mit den Samurai Iserlohn, wie ihn die Hotdogs Bräunlingen am Sonntagabend im Sauerland hinlegten, dürften die Schwarzwälder wenig Eindruck beim gestrigen Hausherren geschunden haben, was den Weiterverlauf dieser Serie anbetrifft. Nach dem 2:9 in der ersten Play-down-Runde der Skaterhockey-Bundesliga Wieder einmal müssen die Bräunlinger nach 60 Minuten konstatieren, dass nicht etwa in vorderster Front eine drückende Überlegenheit des Gegners den Ausschlag zur Niederlage gab, sondern viel mehr individuelle Fehler einem durchaus möglichen Erfolg jegliche Perspektiven versperrten.

Angefangen beim ersten Aussetzer der Begegnung nach acht Spielminuten, bei dem mit Goalie Dominik Müller einer der Protagonisten auf Bräunlinger Seite keine gute Figur abgab und maßgeblichen Anteil dazu beitrug, dass die Samurai per Doppelschlag schnell zu einer 2:0-Führung kamen. Erfreulicherweise fanden aber sowohl die Spieler, als auch ihr Schlussmann, danach recht rasch in die Partie und konnten etliche, weitere Versuche der Sauerländer vereiteln. War man sich vor Spielbeginn noch über die Stärke der Samurai im Powerplay bewusst, so waren es ab Mitte des Startdrittels nun absolut unnötige Strafzeiten, die sich die Feldspieler von Coach Ully Hugger einhandelten und der Gastgeber dankend zu seiner Spezialdisziplin annahm. Nach mehrfachen Versuchen, in denen sich die Defensive und Goalie Müller jetzt mehrfach auszeichnen konnten, war es dann doch soweit und Iserlohn konnte das 3:0 bejubeln. Gegen Ende des ersten Abschnittes kamen dann endlich auch die Gäste zu ersten, ernst zu nehmenden Tormöglichkeiten, doch wie so oft, sollte auch gestern die Ausbeute wieder verheerend schwach und einfach zu dünn sein.

Dies zeigte sich gravierend – am deutlichsten im folgenden Mitteldrittel. Bräunlingen fand immer besser in die Partie und stand hinten gut gestaffelt. Durch die steigende Sicherheit in der Defensive waren nun auch die Offensivkräfte der Dogs mutiger. Man war sogar geneigt, von einer Phase einer Feldüberlegenheit sprechen zu können. Leider blieb es lediglich bei vehementen Torversuchen aus allen Lagen, Zählbares blieb weiterhin eine Fehlanzeige. Selbst beste Möglichkeiten blieben ungenutzt oder wurden von Iserlohns Schlussmann zunichte gemacht, da einfach zu wenig zwingend und durchschlagskräftig. Nach zwei weiteren Strafen, die sich die Hotdogs während all ihrer Versuche und zum Dank ihres aufopferungsvollen Einsatzes einhandelten, waren die Gastgeber dann aber erneut hellwach und wieder zur Stelle. Sowohl das 4:0, als auch der fünfte Treffer der Hausherren, fiel in numerischer Überzahl und sollte den Zwischenstand von 5:0 nach 40 Minuten festmachen.

Es war klar, dass ein Comeback in den verbleibenden 20 Minuten, einmal an den Erfahrungen der abgelaufenen Saison gemessen, verdammt schwer werden dürfte. Dennoch pushte Coach Hugger seine Mannen in der Kabine nach Leibeskräften, um zumindest noch den einen oder anderen Nadelstich hinsichtlich des Weiterlaufs der Serie zu setzen, sprich, endlich erstmals zum Torerfolg zu kommen. Dies sollte dank des großen Einsatzes des Teams trotz des recht hohen Rückstandes dann im Schlussdrittel auch endlich belohnt werden: Kapitän Philipp Rosenstihl traf per Rückhandschlenzer zum zwischenzeitlichen 1:7, nachdem die Samurai zuvor nach einigen weiteren Anläufen Bräunlingens Schlussmann Müller zwei weitere Male bezwingen konnten. Das 2:8 aus Sicht der Hunde konnte sich Philipp Butkus im Power Play ans Revers heften, dennoch sollten die Hausherren erneut jubeln dürfen, als sie kurz vor Spielende den Schlusspunkt zum 9:2 markierten.


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