Bochum unterliegt Tabellenführer Krefeld

Lakers überraschen gegen BerlinLakers überraschen gegen Berlin
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„40 Minuten hervorragend gespielt, 20 Minuten das Hockeyspielen eingestellt.“ Dieses Fazit zogen die Bochum Lakers nach den 60 Minuten im Spiel in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Nord gegen Tabellenführer Crefelder SC. In der Summe bedeutete das eine 7:15-Niederlage.

Die Voraussetzungen für dieses Spiel waren nicht mal schlecht. Zwar startete Bochum früh mit einem Rückstand (direkt der erste Krefelder Angriff führte in der zweiten Spielminute zu einem Tor), im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Berlin hielt man allerdings den Krefelder Angriffsbemühungen stand und es entwickelte sich ein schnelles Spiel. Dominic Doden erzielte folgerichtig nach Querpass von Lars Pautsch in der neunten Minute den Ausgleich. Wie im Spiel gegen Berlin versuchte man über das Körperspiel weiter auf das Tor zu drängen, was die Schiedsrichter jedoch durch Strafzeiten unterbanden. Kritisch wurde es in der 17. Spielminute, als Neuzugang André Schrader eine Fünf-Minuten-Strafe bekam, die aber ohne Gegentor überstanden wurde. Lars Pautsch, jeweils nach sehenswerter Vorarbeit von Simon Schettler, erzielte im ersten Drittel noch zwei Tore, so dass es mit einer 3:2-Führung in die erste Drittelpause ging.

Krefeld konnte nach Wiederbeginn relativ schnell den Ausgleich markieren, aber erneut Lars Pautsch erzielte nach einem Abpraller mit seinem dritten Tor an diesem Tag die erneute Führung. Zu diesem Zeitpunkt brachten die Bochum Lakers den Tabellenführer und Erstliga-Absteiger aus Krefeld hart in Bedrängnis. Insbesondere die Hintermannschaft des Crefelder SC um Nationaltorwart Steffen Müller wurde ein ums andere mal arg in Verlegenheit gebracht. So folgte durch Gordon Schukies nach guter Vorarbeit von Jan Schwarz das fünfte Bochumer Tor, ehe die erste große Aufregung in diesem Spiel folgte: Krefeld bekam wegen absichtlichen Torverschiebens einen Penalty zugesprochen, welcher aber zweimal, Goalie Christian Balkenohl hatte den Torraum zu früh verlassen, vom stark spielenden Torwart Christian Balkenohl pariert wurde. In der 35.Minute wurde der unermüdliche Einsatz von Kapitän Christian Hennecke belohnt, der vor dem Tor am schnellsten reagierte und den eigenen Abpraller zum 6:3 ins Tor schoss. Die Überraschung lag in der Luft. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde das Spiel von beiden Seiten härter. Zwei Fehler in der Lakers-Abwehr nutze der CSC zu zwei Toren und verkürzte somit vor der zweiten Drittelpause auf 6:5.

Im letzten Drittel bot sich den Zuschauern dann ein komplett anderes Spiel: Hielten die Lakers mit gutem Hockey und schön herausgespielten Toren den Gegner in den ersten beiden Dritteln auf Distanz, zeigten im letzten Drittel die Lakers in allen Mannschaftsteilen nun deutliche Defizite. Krefeld spielte nun seine Routine aus und demonstrierte, warum das Team bereits fünfmal in Folge gewonnen hatte. Unrühmliche Höhepunkte waren die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Bochums Lars Pautsch in der 53. Spielminute nach unglücklicher Zweikampf mit einem Krefelder Spieler, welcher mit Check von hinten in der Bande endete; sowie die gelben Karten gegen Dominic Doden und Jan Schwarz kurz vor Spielende wegen unsportlichen Verhaltens. Krefeld nutze diese Überzahl und die Ausfälle der Bochumer Spieler und schraubte das Ergebnis auf 7:15 aus Bochumer Sicht nach oben.