Bochum Lakers gewinnen gleich doppelt

Lakers überraschen gegen BerlinLakers überraschen gegen Berlin
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Zwei Siege verbuchten die Bochum Lakers am Wochenende. Zunächst gelang ein 9:3 (2:1, 5:0, 2:2) in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Nord gegen die Holtenau Huskies. Danach erreichte Bochum die nächste Pokalrunde durch ein 10:9 (2:2, 4:3, 4:4) gegen Süd-Zweitligist Dragons Heilbronn.

Lange konnten die Lakers gegen Holtenau ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen, der Widersacher aus dem Norden ging gar mit 1:0 in Führung. Doch Teamkapitän der Lakers, Christian Hennecke, gelang in der 17. Minute der verdiente Ausgleich. Nur zwei Minuten später traf Bochums Torjäger Jan Schwarz zur 2:1-Führung. Im Mitteldrittel spielten die Lakers ihr bestes Hockey und Kiel wurde nun deutlich die Grenzen aufgezeigt. Gleich drei Tore gelangen im Mittelabschnitt dem jungen Bochumer Stürmer Dominic Doden, weitere Treffer von Simon Schettler und Gordon Schukies schraubten die Bochumer Führung nach 40 Minuten auf 7:1. Im Schlussabschnitt schalteten die Lakers gleich mehrere Gänge zurück, galt es doch Kräfte für das sonntägliche Pokalspiel gegen den Erstligaabsteiger Heilbronn zu sparen. Das 8:1 legte Bochums zweikampfstärkster Spieler Robert Heimann Jan Schwarz auf und den 9:3-Endstand erzielte Marc Pattmann.

Nur 23 Stunden nach Spielende mussten die Lakers gleich wieder an der Hapener Heide antreten. Im Pokalwettbewerb hatten sich die Lakers viel vorgenommen, gingen aber gegen den ehemaligen Erstligisten aus Süddeutschland als klarer Außenseiter in das Rennen. Heilbronn war mit komplettem Kader von 16 Spieler, darunter auch die beiden Nationalspieler Alexander Weiß und Michael Häfele, angereist. Aber bereits vor dem Spiel mussten die Bochum Lakers den Heilbronner unter die Arme greifen und ihnen mangels eines Ausweichtrikotssatzes aushelfen. So gab es das Novum, dass beide Mannschaften in Lakers-Trikots aufliefen.

Bereits von der ersten Spielminute an zeigte sich das Spiel von seiner besten Seite. Ein temporeiches Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten und vielen Zweikämpfen bot den Zuschauern alles. Die Bochumer Führung gelang Jan Schwarz nach Zuspiel von Andre Schrader, doch die beiden Heilbronner Nationalspieler Häfele und Weiß drehten den Spielstand mit zwei Treffern. Aber Jan Scharz war es erneut, der noch im ersten Drittel den 2:2-Ausgleich erzielte. Im Mitteldrittel wogte das Spiel hin und her. Jan Schwarz und Gordon Schukies brachten die Lakers mit Treffern zur 4:2-Führung. Aber erneut waren es Weiß und Häfele, die ihr Team wieder zum 4:4 heranbrachten. In der 37. Minute legte Simon Schettler gekonnt Lars Pautsch den Treffer zum Bochumer 5:4 auf. Lars Pautsch war nach der Spielsperre gegen Kiel wieder spielberechtigt und somit ins Team zurück gekehrt. Bereits eine Minute später gelang Simon Schettler per Schlagschuss ein weiterer Treffer, der aber beim Schiedsrichtergespann keine Anerkennung bekam. Stattdessen erzielte Michael Häfele mit einem unhaltbaren Fernschuss den 5:5-Ausgleich. Nur eine Sekunde vor der Pausensirene gelang Dominic Doden aus kurzer Distanz der Treffer zum 6:5.

Das Schlussdrittel übertraf noch einmal alles Szenen der ersten 40 Minuten. Die Bochumer brachen anders als im Ligaspiel gegen Krefeld nicht ein, sondern konnten ihr hohes Tempo dank der Trainingsarbeit von Andrei Dimitriev über volle 60 Minuten gehen. Nach erneuten Anschluss von Michael Weiß für Heilbronn nutzteten die Lakers einen Aufbaufehler von Michael Häfele durch Jan Schwarz, dieser konnte seinen Break zum 7:6 einschießen. Nach einem weiteren Abspielfehler konnte Dominic Doden zum 8:6 einschießen. Heilbronn gab sich aber nicht geschlagen und kam durch die beiden Nationalspieler bis zur 56. Spielminute zu drei weiteren Treffern. Den neunten Bochumer Treffer netzte Sinon Schettler ein und die 150 Zuschauer stellten sich schon auf die Verlängerung ein. Trainer Dimitriev der gegen die drei Spielreihen der Gäste nur mit zwei Blöcken agierte, wollte dieses aber aufgrund des kräftezerrenden Spiels vermeiden. Zehn Sekunden vor dem Ende erzielte Bochums Stürmer und Spieler des Tages Jan Schwarz seinen fünften Treffer und war somit noch treffsicherer als die beiden Nationalspieler Heilbronns, die jeweils viermal trafen. Aus der Drehung traf Jan Schwarz aus der Halbdistanz Latte und Pfosten und von dort sprang der Ball ins Netz. Nun schien das Spiel für Bochum gelaufen, aber beim Bully nach dem 10:9 blockierte Bochums Dominic Doden den Ball und folgerichtig gab es Penalty für Heilbronn. Alex Weiß scheiterte aber an Bochums Goalie Carsten Arndt und die Halle stand Kopf. Die letzten fünf Sekunden brachten die Lakers nun unfallfrei über die Runden und nach dem Ende war der Jubel der Spieler und der Zuschauer groß.