Bissendorfer Panther verlieren mit 7:10Licht und Schatten in Essen

Bissendorfer Panther verlieren mit 7:10Bissendorfer Panther verlieren mit 7:10
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Viel ist vor dem ersten Play-off-Spiel gegen den Meister und haushohen Favoriten aus Essen in der Wedemark spekuliert worden: Nach den durchwachsenen, letzten Leistungen der Panther wurde darüber philosophiert, dass man in Essen mit wehenden Fahnen untergehen würde, andere Kenner der Szene rechneten hingegen gar mit einer Sensation. Am Ende hatten alle Recht: Die Panther boten in 60 Minuten ein Abbild der bisherigen Saison.

Es dauerte vier Minuten und neun Sekunden und es herrschte erstmals betretenes Schweigen in der Essener Halle: Die knapp 200 Zuschauer sahen den ersten Treffer der Partie durch den Bissendorfer Markus Köppl. Allerdings schlugen die Rockets keine 30 Sekunden später durch Schneider zurück. Die Panther mauerten sich in ihrer Hälfte geschickt ein, mussten dennoch in der elften Minute die erstmalige Führung der Rockets hinnehmen. Allerdings dauerte es dann keine Minute, ehe Sebastian Miller in Überzahl ausglich.

Im Mittelabschnitt wollten die Panther einfach nur ihr Spiel weiter durchziehen, ließen aber ohne erkennbaren Grund alle Tugenden des ersten Drittels fallen: Die Raubkatzen fehlte der nötige Biss und dazu kamen noch unnötigere Strafen, die eine Spitzenmannschaft wie Essen gnadenlos bestraft.  Ein Treffer nach dem anderen musste Arne Hundermark im Bissendorfer Tor hinnehmen, ehe er beim Stand von 6:2 gegen Danny Sellmann das Tor verlassen durfte. Gar mit 8:2 endete dieses Drittel und Coach Darian Abstoß, der ohne den an Grippe erkrankten Lenny Soccio an der Bande stand, appellierte in der Pause an die Moral seiner Spieler. Die Zuschauer hatten die Panther schon abgeschrieben – ein Teil der Rockets vermutlich auch.

Die Panther starteten denkbar ungünstig und erneut in Unterzahl in den Schlussabschnitt. Aber keine 37 Sekunden waren gespielt, da zog Maxim Faber in eben dieser Unterzahl mit einem wuchtigen Schlagschuss ab und erzielte den Anschluss. Zwar konnten die Rockets erneut mit einem Tor kontern, aber bei den Niedersachsen keimte Hoffnung auf und so war es dem famos aufspielenden Sturmduo Felix Gollasch (Tor) und Tim Strasser (Vorlage) gegönnt, für noch mehr Hoffnung bei den Panthern zu sorgen. Als dann auch noch bei 45:19 Patrick Baude mit einem seiner hammerharten Schlagschüsse erfolgreich war, herrschte erneut Schweigen in der Wohnbau-Arena. Bei 46:14 zielte dann Marc Wedemeyer ganz genau und es stand nur noch 9:6 bei noch 14 Minuten auf der Uhr. Allerdings zogen die Panther im Nachgang mit etwas zu viel Motivation die ein oder andere Strafe. Essen nutze dieses zum zehntne Treffer des Tages. In der 51. Spielminute verkürzte Felix Gollasch wieder auf drei Tore. Danach spielten die Panther zu oft in Unterzahl, verteidigten hier aber bravourös und erzwangen noch gute Chancen – zu weiteren Treffern reichte es aber nicht mehr.