Bissendorfer Panther siegen in IserlohnPlay-offs sicher

Bissendorf-pantherBissendorf-panther
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Selbst die beiden Panther-Urgesteine Tim Lücker als Trainer als auch sein ältester Feldspieler, Jan Pries, beide schon seit über 25 Jahren im Skaterhockey unterwegs, mussten lange überlegen, wann der letzte Sieg in Iserlohn gelang – dieser liegt wohl über ein Jahrzehnt zurück.

Fakt ist, dass diese Endlos-Serie am Samstag endete. Zwar brauchte es dafür das Penaltyschießen, dennoch waren auf Seite der Niedersachsen nur zufriedene Gesichter zu sehen, konnte man damit nun auch das dritte Spiel in Folge gewinnen und besagte Serie beenden. Gleichwohl brauchte es etwas Zeit, denn die Panther kamen schwer in die Partie. „Wir brauchen in der Iserlohner Halle immer etwas Zeit, um uns an Gegner und Fläche zu gewöhnen“, so Coach Lücker und spielt damit auf die vergleichsweise kleine Spielfläche und das hohe Offensivtempo der Samurai an. Nahezu folgerichtig dauerte es auch nur etwas über eine Minute und Iserlohn erzielte er den ersten Treffer der Partie. In den ersten zehn Minuten des Spiels geriet die Raubkatzen-Defensive weitere Male in schwere Nöte, kämpfte aber aufopferungsvoll und Panther-Schlussmann Phillip Grittner zeigte einige sensationelle Paraden. In der elften Minute sorgten dann die Iserlohner mit einem katastrophalen Fehlpass selbst für die Wende der Partie: Sie spielten ohne Bedrängnis den Bissendorfer Topscorer Tim Strasser vor ihrem Tor an, dieser nahm das Geschenk humorlos an und versenkte trocken im Winkel zum Ausgleich. Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. In der 14. Minute setzte sich Lars Barlsen geschickt im linken Halbfeld durch und passte scharf auf seinen Sturmpartner Janne Goebel, der zum 2:1 für Bissendorf einschieben konnte. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Im Mittelabschnitt entwickelte sich für die 120 Zuschauer im Sauerland eine leidenschaftlich geführte Partie. Beide Teams sprühten vor Siegeswillen, ging es doch für alle Beteiligten um die Qualifikation für die Play-Offs um die deutsche Meisterschaft. Entsprechend wurden die Zweikämpfe mit unbedingter Härte geführt und jeder Check zu Ende gefahren. In der fünften Minute des zweiten Drittels jubelten dann die Panther: In Überzahl legte Karl-Arne Reiffen für Kapitän Miller auf, der hart und platziert unten rechts zum 3:1 vollstreckte. Allerdings kamen die Samurai nahezu unmittelbar zum Anschluss und in der neunten Minute gar zum 3:3-Ausgleich. Doch die Panther, die seit dem Heimsieg gegen Augsburg wie ausgewechselt spielen, nahmen diese beide Gegentreffer wie eine Spitzenmannschaft hin und erzielten in der 30. Minute das 4:3 durch Tim Strasser. Vier Minuten später konnten dann die Zuschauer ein Musterbeispiel der Moral der Panther in Person ihres Kapitäns Sebastian Miller sehen: Dieser verteidigte einen Angriff der Samurai, nahm sich den Hartgummiball und tankte sich durch die gesamte Iserlohner Hintermannschaft, die ihn mit allen Mitteln bearbeitete aber nicht am Torabschluss hindern konnte – Miller versenkte spektakulär zum 5:3. Iserlohn kam noch zum Anschluss und so musste der Sieger im Schlussabschnitt ermittelt werden.

Im letzten Drittel ging es für die Panther vor allem darum mit maximalen Einsatz zu verteidigen und Iserlohn möglichst weit von eigenem Tor fern zu halten und gleichzeitig mit Kontern selbst zu Abschlüssen zu kommen. So entwickelte sich eine Partie mit hohem Leidenschaftsfaktor, verbissenen Zweikämpfen und überragenden Torhütern. Bis kurz vor Schluss ging diese Taktik auch sehr gut auf aber exakt neun Sekunden vor Schluss gelang Iserlohn der nicht unverdiente Ausgleich – das Penaltyschießen musste entscheiden. Hier hatten die Panther dann das bessere Ende für sich. Den Treffer von Janne Goebel konnte Iserlohn noch kontern, der Treffer von Karl-Arne Reiffen entschied dann aber die Partie zugunsten der Norddeutschen, da der überragende Phillip Grittner den letzten Versuch der Samurai souverän entschärfte.

Mit dem Sieg gegen Iserlohn beträgt der Vorsprung auf den neunten Platz exakt sechs Punkte. Da im Skaterhockey aber der direkte Vergleich über der Tordifferenz steht, sind die Panther von den Commanders Velbert nicht mehr einzuholen. Dennoch wollen die Wedemärker natürlich den Schwung der letzten drei Siege auch im Endspurt der Hauptrunde mitnehmen und so sind am kommenden Samstag um 19 Uhr gegen die bereits als Absteiger feststehenden Düsseldorf Rams ein Sieg und drei Punkte in der Wedemark Sporthalle eingeplant.