Beasts scheiden im Achtelfinale des ISHD-Pokals ausBreisgau Beasts

Beasts scheiden im Achtelfinale des ISHD-Pokals ausBeasts scheiden im Achtelfinale des ISHD-Pokals aus
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dass die Beasts nicht wirklich einen Heimvorteil genießen würden, war allen Beteiligten schon im Vorfeld klar. Aufgrund von Reinigungsarbeiten war es der Verwaltung in Freiburg nicht möglich, die angestammte Jahnhalle am Sonntag schon zu vergeben, so dass die Beasts nach Merdingen auswichen, wo man allerdings aufgrund der Platzverhältnisse ebenfalls ein Auswärtsspiel bestritt. Und so taten sich beide Mannschaften, die eigentlich beide über technisch beschlagene und kombinationssichere Spieler verfügen, schwer, geordnete Spielzüge vorzutragen. Zu Beginn war demnach auch von einem Klassenunterschied nicht viel zu erkennen. Die Beasts, kurzfristig ohne Perin in der Aufstellung, spielten frech drauf los und erarbeiteten sich auch die ein oder andere Torchance. Eine davon nutzte Mirko Sacher zur 1:0 Führung für die Beasts in der 8. Minute. Doch schon eine Zeigerumdrehung später nutzte Jerome Bonin einen Stellungsfehler von Tim Schultis zum Ausgleich. Daraufhin verloren die Freiburger etwas ihre Ordnung und ließen die Chiefs zu einfache Tore machen. Scheu, Gregorie und Höfgen machten innerhalb von drei Minuten (15.-18.) einen bis dato ordentlichen Auftritt der Beasts zunichte. Entweder waren sich die Verteidiger bei der Verarbeitung eines Rebounds nicht einig, oder es wurde nicht konsequent zurückgearbeitet, oder Torwart Hegewald stand nicht richtig. Hier kam dann alles zusammen.

Immerhin ließen sich die "Gastgeber" nicht hängen, auch das 5:1 für Uedesheim durch Linke (22.) änderte daran nichts. Doch die durchaus vorhandenen Chancen wurden entweder vergeben oder der souveräne Keeper Oli Derigs verhinderte Treffer der Beasts. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Hegewald erhielt Kreuzmann eine 5-Minuten-Strafe, die durchaus möglichen Treffer hätten die Beasts sicher noch einmal ins Spiel zurück gebracht, doch das Powerplay auf dem verwitterten Boden in Merdingen gestaltet sich nunmal schwierig und so war es dann  Luis Dischinger, der just nach Ablauf der Strafe den Ball zum 2:5 ins Tor arbeitete. Und hätte man sich nicht ständig diese einfachen Tore gefangen, wie das zum 2:6 durch Schreiber, als nach einem verlorenen Bully niemand die Schussbahn zu stellte und auch Hegewald nicht glücklich aussah, es wäre vielleicht noch etwas drin gewesen im Schlussdrittel, in dem die Beasts durchaus nochmals zeigten, dass sie an einem guten Tag sicher ein Stolperstein für die Chiefs hätten sein können. Die Chancen, die alleine Dischinger, Sacher oder gerade Bauer in den ersten Minuten des Schlussdrittels hatten, würden an besseren Tagen für drei bis vier Treffer reichen, stattdessen fing man sich das 2:7 durch Höfgen, welches man immerhin nochmal beantworten konnte: Fichtner zog zum Tor, nahm Derigs die Sicht, und so fand der Distanzschuss von Dischinger den Weg ins Tor (48.) Genau diese einfachen Treffer fehlten den Beasts an diesem Tag zum Erfolg, während die Chiefs bis zum Ende des Spiels nochmal zeigten, warum sie in der Bundesliga spielen. Eiskalt im Verwerten ihrer Torchancen schraubten sie das Ergebnis bis zum Schluss noch auf 9:3 (Höfgen und Hellwig 55. und 59.) Hier sah Trainer Müller dann auch den Hauptgrund für die Niederlage: "Was die Torchancen angeht, haben wir glaube ich ein gutes Spiel gemacht. Aber zum einen haben wir unsere Chancen nicht so gut genutzt wie die Chiefs und selbst haben wir wieder zu einfache Gegentore bekommen. Über den Platz zu schimpfen macht keinen Sinn, schließlich mussten die Gäste auf dem gleichen Feld spielen, doch in der Jahnhalle hätte ich uns schon größere Chancen ausgerechnet." Gäste-Coach Mörsch war zufrieden: "Insgesamt haben wir den Sieg verdient, meine Jungs haben das Besprochene umgesetzt, insbesondere war wichtig, dass wir endlich mal wieder das Tor getroffen haben, was in den letzten Spielen ja ein großes Manko war."

Für die Beasts geht es nun mit weiteren schweren Aufgaben weiter, in zwei Wochen warten zwei Auswärtsspiele in Bayern bevor am Wochenende danach die zwei NRW-Auswärtsspiele auf dem Programm stehen.