Beasts scheiden aus ISHD-Pokal aus

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Die Breisgau Beasts haben im ISHD-Pokal-Achtelfinale gegen den deutschen Vizemeister aus Bissendorf mit 8:12 (1:3, 3:4, 4:5) verloren und sind damit ausgeschieden.

Für die Freiburger war es nach zwei Jahren wieder einmal ein Heimspiel im Pokalwettbewerb und gleichermaßen ein Spiel in dem der Druck, gegen den Abstieg kämpfen zu müssen, nicht vorhanden war und man somit befreit aufspielen konnte. Und was in den beiden vergangenen Ligaspielen gegen Düsseldorf und Heilbronn seinen Anfang nahm, fand am Samstag vor knapp 200 Zuschauern seine Fortsetzung. Die Beasts waren in der ersten Viertelstunde optisch zwar unterlegen, konnten aber das immens hohe Tempo der Bissendorfer mitgehen und mit körperlicher Präsenz und viel Einsatz das Spiel ausgeglichen gestalten.

Bissendorf mit mehreren Nationalspielern gespickt hatte anfänglich Probleme mit dieser Art von Hockey konnte mit der Zeit aber trotzdem gute Chancen erarbeiten, die Christoph Mathis im Tor allerdings zu vereiteln wusste. Eine Überzahlsituation ließen die Gastgeber ungenutzt, Mauderer scheiterte mit einem Alleingang, und quasi im Gegenzug war es in der 13. Minute David Tözen, der zum 0:1 einnetzte. Schon zwei Minuten später konnte Freiburg dann aber sein zweites Powerplay nutzen, Andy Mauderer traf zum Ausgleich. Doch Bissendorf zeigte, warum es in der 1. Liga Nord in der Spitzengruppe steht, beantwortete den Ausgleich postwendend durch Hahnemann. Und dass man gegen ein solches Team besser nicht in Unterzahl gerät, war dann in der 17. Minute zu erkennen, Thomas Geldreich saß zwei Minuten ab, Köppl bediente Hahnemann mit einem Diagonalpass, 1:3.

So ging es dann auch in die Pause und die Beobachter waren sich einig, schon lange nicht mehr ein solch rassiges, temporeiches Spiel gesehen zu haben. Ein Spiel dieser Güteklasse verspricht meist auch viele Tore, und es sollte auch nur vier Minuten im Mitteldrittel dauern bis es wieder klingelte, zum Leidwesen der Gastgeber war es erneut in Überzahl Marcus Gonzalez, Perin saß eine Strafe wegen Haltens ab. Wenn man den Gästen eine Schwäche an diesem Tag vorwerfen musste, dann die, dass sie sich immer wieder auf Diskussionen mit den Referees einließen und sie damit nicht unbedingt auf ihre Seite brachten. Dies wiederum brachte die Beasts immer wieder ins Spiel zurück, so auch direkt nach dem 1:4, als Sellmer zwei Minuten kassierte und Michael Sedlak nach schönem Pass von Stehle auf 2:4 verkürzte.

Und wenn man den Gästen eine Stärke gutschreiben musste, dann die, dass sie einfach immer genau in den Phasen, in denen die Beasts das Momentum auf ihre Seite zu bekommen schienen, eiskalt zuschlugen. Keine Minute war nach Sedlaks Treffer vergangen, da traf König auch schon wieder zum 2:5 (25.) Nun nahmen sich beide Teams eine kleine Auszeit, viele Fehler auf beiden Seiten wohl auch die Folge des extrem hohen Tempos der Anfangsphase. In der 30. Minute hatte Stehle Glück, dass er nur zwei Minuten erhielt als er mit Anlauf in seinen Gegenspieler raste, die folgende Unterzahl überstanden die Beasts allerdings schadlos. Mit dem 2:6 durch Gonzales, der Mathis mit einem platzierten Schuß ins linke untere Eck überraschte, kam aber noch einmal etwas Schwung in die Partie.

Eigentlich hätte man meinen sollen, dass dieser Treffer die Vorentscheidung gewesen sei, doch Doppeltorschütze Gonzales bescherte den Hausherren ein Powerplay, dass Torben Godenschwegen mit einem Gewaltschuss zu nutzen wusste. (38.) Und als Sven Gerigs Schuß von Gästetorwart Schüddekopf abprallte, war Benny Stehle zur Stelle und traf im Stile eines Baseballspielers zum 4:6. Hoffnung keimte auf bei den Fans und man hätte mit einem aussichtsreichen Spielstand in die Kabine gehen können. Jedoch schaffte es Philipp Perin nicht, vierzig Sekunden vor Drittelende den Ball an Dierking vorbei zu bringen, besser wäre in diesem Moment auch ein simpler Befreiungsschlag gewesen, Pass zu Hahnemann und dieser machte seinen Hattrick perfekt, 4:7.

Dass es nun im letzten Drittel schwer werden würde, war allen Beteiligten klar, dazu war der Gast einfach zu kaltschnäuzig. Dies zeigte sich dann auch speziell in der Phase zwischen Minute 45 und 52 als Mathis bzw. Markus Selinger, der inzwischen für den erschöpften Mathis gekommen war, gleich vier Mal hinter sich greifen mussten. Dierking, Sellmer, Tözen und Pries hießen die Torschützen. Das Spiel war gelaufen, so schien es. Doch als Jürgen Schätzle mit feinem Pass Benny Stehle bediente, der dann zum 5:11 traf, wollten die Beasts dann wohl doch noch einmal zeigen, dass sie nicht kampflos ergeben wollten. odenschwegen mit feiner Einzelleistung (57.) machte das 6:11 und nun zeigten die Panther Nerven, erneut Diskussionen nach einer Strafe und dank folgender Bankstrafe ein 4:2 Powerplay für die Freiburger. Markus Selinger verließ sein Gehäuse und Sedlak traf mit trockenem Schuss zum 7:11, zwei Minuten waren noch zu spielen. Und als Andy Mauderer dann auch noch zum 8:11 traf, waren die Bissendorfer sichtlich froh, dass die Uhr nur noch eine Minute zu spielen anzeigte, denn sonst hätte es vielleicht wirklich noch einmal eng werden können. So aber setzen die Gäste den Schlusspunkt per Empty-Net-Goal zum 8:12-Endstand.