Beasts gewinnen nach 14 Jahren wieder ein DerbyFreiburger Erfolg gegen Merdingen

Beasts gewinnen nach 14 Jahren wieder ein DerbyBeasts gewinnen nach 14 Jahren wieder ein Derby
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Eine nach vielen Jahren mal wieder ausverkaufte Jahnhalle Zähringen, unter ihnen Sportreferatsleiter Herbert Mayer, Derbystimmung, zwei Teams fast in Bestbesetzung, der Rahmen für ein prickelndes Derby hätte besser nicht sein können. Und am Ende gewannen die Breisgau Beasts in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd mit 12:9 gegen den HC Merdingen.

Und der Start lief für die Hausherren perfekt. Manuel Frattini erkämpfte sich in der eigenen Hälfte den Ball, ging einfach nach vorne und eröffnete den Torreigen mit einem platzierten Handgelenkschuss. (3.) Doch der Torjubel war noch nicht ganz verklungen, da musste Manuel Kunz auch schon auf die Strafbank.  Das gefürchtete Merdinger Powerplay brachte aber keinen Erfolg, der letzte Pass blieb meist zu ungenau und die Freiburger standen gut in ihrer Unterzahlformation.

In der achten Minute dann aber doch der Ausgleich: Brückmann hinter dem Tor bissiger im Zweikampf und mit ein bisschen Glück sprang der Ball zu Niko Linsenmaier, der den Ball im Tor unterbrachte. Nur eine Minute später gelang den Gästen dann sogar die Führung, Issler spitzelte den Ball zu Kinderknecht, der eiskalt vollstreckte. Die Beasts wirkten nur kurz geschockt, spielten dann wieder zielstrebiger. In der 13. Minute war es dann erneut der junge Frattini, den die Gäste nicht auf dem Zettel zu haben schienen. Erst vergab Bauer eine Riesenchance vor Hegewald, und ließ dann Frattini den Schritt zu weit laufen, der dann zum Ausgleich verwandelte. Ein Powerplay verstrich ungenutzt bevor dann in der zweiten Überzahl des Abends Tim Schultis die Freiburger aus spitzem Winkel wieder in Führung bringen konnte (18.). Eine herrliche Kombination über Timo Linsenmaier und Jonas Falb schloss Mirko Sacher 41 Sekunden vor Drittelende dann sogar zur 4:2 Pausenführung ab.

Der Mittelabschnitt begann etwas zerfahrener. Zunächst brachte Kinderknecht seine Farben wieder auf 3:4 heran (26.), ehe Kevin Robert im Powerplay mit einem satten Pfund das 5:3 erzielte. Was folgte, war ein kleiner Bruch im Freiburger Spiel. Mit zwei Strafen und daraus resultierenden Gegentreffern (Peleikis, Brückmann) und einem Fehler von Hegewald, drehten die Panther das Spiel binnen vier Minuten. 6:5 für die Gäste nach knapp 34 Minuten, Auszeit Freiburg. Und schon waren die Beasts wieder in der Spur, verteidigten wieder besser und einen Konter schloss Sacher in der 36. Minute zum Ausgleich ab. Mit 6:6 ging es dann auch in den letzten Abschnitt, der furios startete. Sacher markierte auf Zuspiel von Falb das 7:6, das Peleikis mit einem Gewaltschuss im Powerplay postwendend beantwortete. Nun war es eine rassige, hochklassige Zweitligapartie, die die 350 Zuschauer begeisterte. Chris Böcherer ging dann in der 46. Minute nach einem Fehler im Merdinger Angriff auf und davon und ließ Jens Berger im Merdinger Kasten keine Chance. 8:7! Nun wurde es auch ruppiger, kleine Nickeligkeiten schlichen sich auf beiden Seiten ein. Und als Niko Linsenmaier die Strafbank nach einem unnötigen Stockschlag gegen Dischinger drückte, kippte das Spiel zugunsten der Freiburger. Fein herausgespielt stand Falb rechts frei und verwandelte zum 9:7 (50.) Und als Falb und Sacher noch in der gleichen Minute in Coproduktion das 10:7 machten, wusten die Merdinger Anhänger, dass es schwer werden würde, dieses Spiel noch zu drehen. Doch ihr Team kämpfte, ein Powerplay (Nikolai Schultis) nutzte Niko Linsenmaier zum 8:10 Anschlusstreffer (51.), doch mehr wollte den nun auch etwas kopflos agierenden Gästen einfach nicht gelingen. Als Jonas Falb dann in der 56. Minute Berger im kurzen Eck erwischte, war das Spiel entschieden. Die beiden Treffer in der Schlussminute (Falb ins leere Merdinger Gehäuse und Peleikis aus dem Gewühl) bedeuteten dann nur noch Ergebniskosmetik. Nach der Schlusssirene war den Freiburgern die Freude über den ersten Sieg über Merdingen überhaupt deutlich anzumerken.

Trainer Dirk Müller war nach dem Spiel entsprechend erleichtert: „Wir wollten ein unangenehmer Gegner sein, was uns auch gut gelungen ist. Die Schwächephase im zweiten Drittel haben wir Gott sei Dank überstanden und dann am Ende glaube ich auch verdient gewonnen. Es war schön, dass die Halle mal wieder richtig voll war, und das Spiel tolle Werbung für unseren Sport.“

Die Freiburger klettern durch den Sieg zunächst auf den vierten Tabellenplatz. Merdingen bleibt Vorletzter hat aber auch deutlich weniger Spiele absolviert als die Konkurrenz.