Bears-Motor stottert noch

Mit Vollgas in die PauseMit Vollgas in die Pause
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Am vergangenen Samstag stand die Saison-Premiere des Krefelder Skaterhockey-Bundesligisten auf dem Programm. Aufgrund der aktuellen Hallensituation müssen die Mannen von Trainer Georg Haas erst mehrmals hintereinander auswärts ihr Können unter Beweis stellen. Die erste Station hieß Iserlohn. Bei den dortigen Samurai zog man am Ende mit 5:7 (0:2, 1:2, 4:3) den Kürzeren.

Den Krefeldern fehlte neben Trainer Georg Haas, der aus beruflichen Gründen passen musste, sage und schreibe sieben Stammspieler. Trotzem machten sie, vor allen Dingen im Schlussdrittel, den leicht favorisierten Sauerländern das Leben schwer. Teammanager und Interimscoach Dietolf Winkels meinte nach der Partie.“ Das Spiel sollte für uns richtungsweisend sein. Iserlohn ist ein direkter Konkurrent um die Nicht-Abstiegsplätze. Wenn wir alle Mann an Bord gehabt hätten, wären wir sehr wahrscheinlich auch als Sieger vom Feld gegangen. Aber auch in dieser Notbesetzung hätten wir durchaus punkten können. Allerdings waren die Jungs oft zu unkonzetriert. Und auch die vielen Strafzeiten haben am Ende den möglichen Erfolg gekostet.”

Erst nach dem die Iserlohner das 4:0 markieren konnten, wurden die Bears wach. Der letzte Spielabschnitt begann dann besser für die Samt- und Seidenstädter und sie tauchten öfter gefährlich vor dem Tor der Samurai auf. Nicki Neutzer war es dann, der aus unmöglichem Winkel den 5:3-Anschluss markierte. Doch anstatt sich nun zusammen zu reißen, folgten wieder Strafzeiten. Unter anderem eine 5 Minuten Strafe wegen Stockstichs. Zehn Sekunden vor Ende der Strafe netzten die clever aufspielenden Iserlohner zum 6:3 ein. Nicht genug, denn das entscheidende Tor zum 7:3 folgte kurz darauf. Doch die Bears bewiesen Moral. Wieder war es Michael Reinberg, der mit seinemzweiten Tor noch einmal Hoffnung aufkeimen ließ. Es wurde aus allen Lagen auf das Samurai-Gehäuse geschossen und Dennis Keller stellte kurz vor Ende der Partie mit einem Weitschuss den 7:5-Endstand her.

Nächste Woche reist man wieder ins Sauerland. Gleiche Halle, aber anderer Gegner. Dann steht man den Mambas aus Menden gegenüber. Das Erfolgsrezept in Richtung Sieg hat Dietolf Winkels schon parat: „Kämpfen und spielen wie gegen die Samurai, aber die individuellen Fehler so weit wie möglich vermeiden und, vor allen Dingen, ohne die vielen unnötigen Strafzeiten agieren. Dann kann man diese Partie in Augenhöhe absolvieren und vielleicht die ersten Punkte auf der Habenseite verbuchen.” Das erste Heimspiel der Bears findet übrigens im Rahmen der Neueröffnung der Bärenhöhle Horkesgath am 27. März, um 18:45 Uhr, gegen Essen statt.

Torschützen für die Skating Bears waren Michael Reinberg (2), Tim Bothe, Dennis Keller und Nicki Neutzer.