Badgers gewinnen in Atting und zittern weiter im Aufstiegskrimi

Badgers gewinnen in Atting und zittern weiter im AufstiegskrimiBadgers gewinnen in Atting und zittern weiter im Aufstiegskrimi
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Der Samstag in Atting wurde für die Badgers Spaichingen zum Nervenkitzel pur. Nach einer Zitterpartie war der 9:8-Sieg eingefahren, dann das Hoffen auf Schützenhilfe der Deggendorf Pflanz in Freiburg für den direkten Aufstieg – doch Freiburg gewinnt. Jetzt zittern die Badgers weitere drei Wochen um den direkten Aufstieg oder Relegation.

Es war das wichtigste und spannendste Spiel der Saison 2008. Die Badgers waren sich dessen bewusst – die Ausgangslage war eindeutig: Mit einem Sieg gegen Atting konnte man den ersten Tabellenplatz in der 2. Skaterhockey-Bundesliga festigen, mit einer Niederlage auf einen Ausrutscher der Freiburg Beasts hoffen.

In der kleinen Mehrzweckhalle in Rain entwickelte sich von Beginn an ein flottes Spiel, das beiden Torhütern keine Verschnaufpausen gönnte. In der siebten Spielminute bejubelten die Gastgeber das 1:0 von Florian Thocz. Jetzt zeigten die Badgers ihre Zähne: Elias Butz erkämpfte sich den Ball hinter dem gegnerischen Tor, passte zu Sturmpartner Jochen Mandel, der mühelos zum 1:1 ausglich. Und die Primstädter legten nach: der an diesem Tag blendend aufgelegte Philipp Butz netzte in der zwölften Minute zur erstmaligen Spaichinger Führung ein. Nachdem Florian Thocz wegen Roter Karte frühzeitig unter die Dusche musste, zogen die Dachse im Powerplay auf 1:3 davon, Torschütze war erneut Philipp Butz.

Nach der Drittelpause kam Spaichingen besser aus der Kabine und es war erneut Philipp Butz, der in Überzahl traf zum 1:4. Dass man einen solchen Spielstand sehr schnell drehen kann, demonstrierten die Atting Wölfe: Binnen fünf Minuten machten die Bayern aus dem 1:4 das 5:4. Die Dachse kämpften verbissen weiter, Kevin Hauser traf in der 36. Spielminute zum 5:5-Ausgleich.

Auch im letzten Drittel kamen die Badgers besser aus den Startlöchern: Jochen Mandel (46. Minute) und Raphael Schlenker (47.) brachten die Spaichinger wieder mit zwei Toren in Front. Atting bewies erneut Moral, in der 51. Minute fiel der 6:7-Anschlusstreffer, eine Zeigerumdrehung später wurde der 7:7-Ausgleich von Martin Deichslberger bejubelt. Ab jetzt war das Spiel an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Drei Minuten vor Ende passte Kevin Hauser auf den freistehenden Philipp Butz, der mit einem „Billard-Tor“ die erneute Führung erzielte. Mit einem platzierten Schuss gelang es den nicht aufgebenden Wölfen 1:47 Minuten vor dem Schlusspfiff durch Wolfgang Hiendl zum 8:8 auszugleichen. Jetzt nahm Bagders-Trainer Richard Trojan eine Auszeit und stellte seine Mannen für die letzte Spielminute nochmals ein. Dies schien Wirkung zu zeigen, denn nur eine halbe Minute nach dem Attinger Ausgleich war es Badgers-Kapitän Christian Kauth vergönnt, den anschließend viel umjubelten 9:8-Siegtreffer zu erzielen.

Da die Freiburg Beasts am Samstag im Heimspiel gegen die Deggendorf Pflanz in einem ebenso packenden Spielkrimi mit einem 9:7 zwei weitere Punkte eingefahren haben, fällt die Aufstiegs-Entscheidung jetzt erst am 4. Oktober, wenn die Beasts ihre Visitenkarte in Atting abgeben müssen. Gewinnt Freiburg, steigen die Beast als Süd-Meister direkt auf, Spaichingen müsste in die Relegation. Trotzt Atting den Breisgauern wenigstens einen Punkt ab, werden die Rollen getauscht und Spaichingen könnte den Direkt-Aufstieg bejubeln.