Augsburg verteidigt die Tabellenspitze

Ein hartes Stück ArbeitEin hartes Stück Arbeit
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Mit einem 9:4 (4:3, 2:1, 3:0)-Sieg gegen die bisher ebenfalls verlustpunktfreien Freiburg Beasts fuhr der TV Augsburg seinen dritten Saisonsieg ein und ist damit mit 6:0 Punkten Tabellenführer der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd. Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel boten beide Mannschaften eine ansprechende Leistung, die Augsburger setzten sich am Ende klar durch, weil man im letzten Drittel den längeren Atem hatte. Mann des Tages auf TVA-Seite war ausgerechnet der ehemalige Freiburger Frank Kozlovsky, der gegen seine Ex-Kollegen viermal ins Schwarze traf und einen weiteren Treffer vorbereitete.

Zu Spielbeginn lieferten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch, das erste Tor gelang den Freiburgern, Kozlovsky glich jedoch sofort zum 1:1 aus. Kurze Zeit später das gleiche Spiel, Freiburg ging wieder in Front, Kozlovsky markierte erneut fast postwendend den 2:2-Ausgleich. Die Ereignisse in diesem ersten Drittel überschlugen sich in der gut besuchten TVA-Arena, nun ging Augsburg durch einen spektakulären Volleyschuss von Florian Nies mit 3:2 in Führung, doch die Badener legten nach und egalisierten. Ein Klundt-Schlagschuss ließ die Bayern wieder jubeln, 4:3 hieß es nach 20 Minuten. Das muntere Hin und Her war zwar ganz nach dem Geschmack der Zuschauer, anders aber die Sichtweise des TVA-Trainers, dem vor allem die Art und Weise, wie die Gegentore zustande kamen, missfiel. „Vor dem 1:2 und 3:3 haben wir zweimal an der Mittellinie völlig ohne Not den Ball verloren, so was wird von einem Team wie Freiburg einfach eiskalt ausgenutzt“, so Christian Keller.

Im zweiten Drittel stand die TVA-Abwehr besser, auch Andreas Fuchs war nach seinem Lapsus beim 1:2 nun auf dem Posten und konnte sich nun ein ums andere Mal auszeichnen. Nach vorne lief es wie im ersten Drittel gut für die Augsburger, Maximilian Nies und Lukas Fettinger erhöhten auf 6:3, der TVA hatte deutliche Feldvorteile, so dass diese Führung zu Spielmitte mehr als verdient war. „In dieser Phase hätten wir alles klar machen müssen, aber Respekt, wie sich Freiburg nochmal reingebissen hat in diese Partie“, so Keller. Dieser Kampfgeist der Breisgauer wurde in Überzahl mit dem 4:6 belohnt, die Bührer-Truppe übernahm nun das Kommando und drängte den TVA weit in die eigene Hälfte zurück. Doch mit Glück und Geschick überstanden die Fuggerstädter diese kritische Phase und gingen mit einer 6:4-Führung in die zweite Pause.

Im letzten Drittel mussten die Gäste natürlich etwas tun, während sich die Augsburger auf ihre Konterstärke verlassen konnten. Freiburg machte Dampf, musste aber dem hohen Tempo mehr und mehr Tribut zollen, während sich der TVA überlegt spielte und auf seine Konterchancen lauerte. Und gleich eine der ersten wurde eiskalt genutzt, Nationalspieler Lukas Fettinger schlich sich im Rücken der weit aufgerückten Beasts-Defense davon und schoss, von Andreas Klundt mustergültig bedient, zum 7:4 ein. Frank Kozlovsky, von Stefan Gläsel perfekt in Szene gesetzt, sorgte mit dem 8:4 für die endgültige Entscheidung. In der Endphase folgte noch etwas Geplänkel, mehrere Hinausstellungen auf beiden Seiten, ehe Kozlovsky in der 59. Minute den Endstand herstellte.

Der TVA geht damit als Tabellenführer „on the road“, für die Augsburger stehen nun inklusive Pokal sieben Auswärtsspiele in Folge an, die ersten beiden am kommenden Wochenende in Iserlohn und Uedesheim. Diese Aufgaben wird man aufgrund der guten tabellarischen und der gezeigten Leistungen in den drei Heimspielen mit großem Selbstvertrauen angehen. Trainer Keller war hochzufrieden mit seiner Mannschaft: „Kompliment an meine Spieler. Das erste Drittel war etwas Harakiri, doch auch heute haben wir uns wieder als geschlossene Einheit präsentiert, große Laufbereitschaft und Teamgeist gezeigt, das ist vielleicht der große Unterschied zum letzten Jahr. Die Heimsiege nehmen uns natürlich Druck für die zahlreichen Auswärtsspiele in den nächsten Wochen. Wenn wir uns auch in der Fremde ähnlich präsentieren, brauchen wir uns trotz des schweren Programms keine Sorgen machen.“