Aufeinandertreffen zweier alter Haudegen

Aufeinandertreffen zweier alter HaudegenAufeinandertreffen zweier alter Haudegen
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Beide sind alte Hasen im Eishockeygeschäft und haben in ihrer Karriere schon viel erlebt. Sie nutzen heute ihr Wissen, um jungen Spielern im Skaterhockey diese Erfahrungen weiterzugeben. Letztes Jahr taten sie dies noch gemeinsam an der Kaarster Bande. Nach der sehr aufregenden Saison 2011 hatte Wolfgang Hellwig um eine mentale Auszeit gebeten. Uedesheim war zu Saisonende auf der Suche nach einem lizenzierten Coach und konnte Hellwig für sich gewinnen.

So treffen nicht nur zwei alte Bekannte an der Bande am Samstag aufeinander, sondern auch ehemalige Kaarster Spieler. In den grünen Trikots laufen Pascal Patten, Mike Höfgen, Marco Hellwig und Benedikt Aumann auf, die alle zeitweise im gelb-schwarzen Dress spielten. 

„Ein Lokalderby ist immer interessant und anders zu sehen als jedes andere Spiel“, sagt Trainer Jan Opial und ergänzt, dass in der neuen eingleisigen Bundesliga jedes Spiel ein Endspiel ist und es auch mit den Begegnungen mit Düsseldorf, Krefeld, Essen, Köln und Duisburg es zu vielen solcher Derbys kommen wird. Am kommenden Wochenende ist es aus Kaarster Sicht sogar ein Vier-Punkte-Duell, will die Heimmannschaft nicht vorübergehend den Anschluss an das Mittelfeld verlieren. Nach drei Niederlagen steht nur ein Auswärtssieg auf dem Pluskonto der Eagles. Uedesheim kam auch nur langsam in Fahrt, kommt aber mit der Empfehlung von zwei Siegen nach Büttgen. Unabhängig von der Personaldecke ist das Kaarster Spiel eher mit einem Surfer auf den Wellen zu vergleichen. Mal oben, mal unten. Wichtig für die weitere Entwicklung wird sein, wie kann sich die Mannschaft insgesamt auf höherem Niveau stabilisieren und konstant gute Spiel abliefern. Am Willen und am Einsatz mangelt es nicht. Lediglich in Augsburg ging Kaarst mit 1:0 in Führung, was bei den drei anderen Spielen nicht gelang. Dem Rückstand hinterherzulaufen soll aber auch nicht zur Spezialdisziplin der Eagles werden.

Ins Team kehrt der zuletzt beruflich verhinderte Jannik Marke zurück, quasi aus dem Flugzeug direkt nach Büttgen. Es fehlen in der Abwehr der rot gesperrte Kapitän Sascha Drehmann und der Dauerverletzte Bastian Dietrich, der noch an seiner Verletzung aus dem letzten Saisonspiel laboriert. Er unterstützt aber Jan Opial an der Bande und motiviert seine Kameraden.

Uedesheim verkürzt seine Verletztenliste von Woche zu Woche und bald werden auch die Eishockeyspieler wieder auftauchen. Aufpassen müssen die Kaarster Blöcke vermehrt auf das neu zusammengesetzte Sturmduo Marco Hellwig und Robert Linke, die von Spiel zu Spiel besser harmonieren. Man darf sie nicht zu Kontern einladen, das wäre tödlich. Schwachpunkt könnte die Abwehr sein, da auch Uedesheim in Person von Marcel Mörsch ein wichtiger Spieler auf dieser Position fehlt.

Bis auf die letzte Begegnung gegen Iserlohn stand zufälligerweise auf der Anzeigetafel jeweils eine fünf für die erzielten Tore entweder für oder gegen Uedesheim. „Wenn Uedesheim wieder fünf Tore in Büttgen erzielt und Kaarst sechs, dann wären wir happy“, sieht der sportliche Leiter Georg Otten zum Schluss das Wunschergebnis voraus. Dies bei einem vollen Haus, wäre noch schöner für den Kassierer der Eagles.