Aufbäumen nach dem Zusammenbruch

Kerpen BarracudasKerpen Barracudas
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Dieser Schritt verlangte den Barracudas, die ohne sieben Stammspieler auskommen mussten alles ab. Die Ausfälle der Leistungsträger Mirko Bundt, Felix Seybold, Jens Schipplock, Sandro Kerrutt, Rafael Rutkowski, Jan Körfgen und Sebastian Raufuß sollten mit Unterstützung aus der eigenen Reserve aufgefangen werden. So startete eine gesunde Mischung aus erster und zweiter Mannschaft in ein entscheidendes Duell gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Bernhardswalder. Die Gäste traten mit nur acht Feldspielern an.

Beide Mannschaften begegneten sich mit Respekt und versuchten aus einer sicheren Defensive zu agieren. Die Gäste aus Bayern hatten am Vortag bereits in Velbert mit 12:8 verloren und versuchten angesichts der Doppelbelastung Kräfte zu sparen. Daher übernahmen die Hausherren die Kontrolle ohne zwingend überlegen zu sein. Trotzdem sprang die Führung für Kerpen heraus, als Thomas Schmalen in der fünften Minute auf außen freigespielt wurde, sich in die Mitte dribbelte und Gästetorhüter Stefan Dorfner düpierte. Doch das 1:0 war nicht von langer Dauer. Nur 18 Sekunden später glich Denis Passauer mit einem satten Schlagschuss aus. Die Barracudas behielten eine leichte Feldüberlegenheit, aber ihre Angriffsbemühungen wirkten oft zaghaft. Man merkte, dass die neu zusammengewürfelte Truppe nicht eingespielt war. So gelang es Trame nach 17 Minuten die erneute Führung durch energisches Nachsetzen nach einem Schuss von Pascal Fontes zu erzielen. Kurz bevor der Pfiff zur ersten Drittelpause ertönte, konnte Mertens im Powerplay sogar die Führung auf 3:1 ausbauen. Kerpen war im Soll.

Im zweiten Drittel nahm das Spiel an Härte zu und die Barracudas kassierten einige Strafzeiten. Eine drei-gegen-zwei Überzahl spielten die Gäste schön aus und kamen durch Kapitän Mathias Albrecht zum Anschluss. Nun ließ die Konzentration im Defensivverbund der Kolpingstädter kurzzeitig nach. Eine Auszeit, die man sich in der zweiten Bundesliga nicht nehmen darf. Denn prompt nutzte Toptorjäger Michael Hofmeister einen Fehler des SSK zum 3:3. Es folgte die stärkste Phase der Gäste. Erneut in Überzahl gelang Daniel Scheider die erste Führung der Bayern. Für Torhüter Basti Giesen war die Partie danach beendet. Direkt nach dem Tor kam es zum Zusammenbruch des Kerpener Schlussmanns. Eine Folge seines Diabetes und der daraus entstehenden Hypoglykämie. Für ihn kam Ramian Fathi in die Partie. Ob des Rückstandes und des Ausfalls von Giesen zeigten die Raubfische Moral. Nur 31 Sekunden nach dem ersten Rückstand schlenzte Odenthal die Hartplastikkugel durch die Schoner von Dorfner und erzielte das 4:4. Nun spielte Kerpen wieder mit und zeigte sogar einige schöne Kombinationen. So auch in der 39. Minute als Marius Michalak nach Vorlage von Thomas Reinhart das 5:4 erzielte, bevor Odenthal mit seinem zweiten Treffer nur 21 Sekunden später den 6:4 Pausenstand markierte. Doch das wichtigste zur Pause war, dass Torhüter Giesen nach einem halben Liter Limonade und etwas frischer Luft wieder wohlauf war. Trotzdem blieb der Platz zwischen den Pfosten Fathi vorbehalten.

Im letzten Drittel setzten die Barracudas ihren Lauf fort und Schmalen machte mit seinem zweiten Tor das 7:4. Von einer Vorentscheidung war jedoch nicht zu sprechen. Bernhardswald kämpfte sich unter freundlicher Mithilfe des SSK zurück ins Spiel. Zunächst sah Torwart Fathi bei Albrechts zweitem Treffer nicht gut, bevor Hofmeister mit seinem zweiten Tor das Ergebnis auf 7:6 verkürzte. Dass es dabei blieb, war Fathi zu verdanken, der seinen Patzer mit zwei erstklassigen Fanghand-Saves in der Schlussminute egalisierte.

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