Am Ende glückliches Remis für die Highlander

Highlander müssen unnötig zitternHighlander müssen unnötig zittern
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Wer Norbert Krause kennt, weiß: So enttäuscht und sauer hat man den Trainer der Highlander Lüdenscheid nach einem Spiel selten gesehen. Beim 5:5 (1:0, 3:2, 1:3) in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord hatten die Bissendorfer Panther am Samstag einen Zähler aus der Bergstadt entführt, was angesichts des Spielverlaufs für die „Schotten“ einer gefühlten Niederlage gleichkam.

Im Duell der Vorwochen-Verlierer waren es zunächst die in weiß gekleideten Panther, die die ersten Farbtupfer setzten. Im Highlander-Tor fischte aber ein überragender Tobias Opfermann Tözens (1./5.) und Surkempers (4.) erste aussichtsreiche Schussversuche weg und verhinderte selbst in Unterzahl (5.) den frühen Rückstand. Auf der Gegenseite vergab aber auch André Bruch nach Doppelpass mit einem zunächst verbesserten Dmitriev gegen Fiege (1.), Linke zielte daneben. Aber dann: In Überzahl stocherte Svejda die Kugel zu Novak, der den Ball über die Linie drückte - 1:0 (12.). Überzahl war im ersten Drittel das Stichwort. Bissendorf kassierte fünf Strafzeiten, aber selbst bei Vier gegen Zwei fiel kein Tor, traf Elzner nur den Pfosten (20.).

Anders das Mitteldrittel: Nach einem Bilderbuch-Angriff über Balász, Bilstein und Svejda sorgte Letzterer für das 2:0, André Bruch erhöhte aus der zweiten Reihe gar auf 3:0 - es lief für die Gastgeber. Als Svejda in Unterzahl die Kugel vertendelte und Dierking verkürzte, hatte Dmitriev mit seinem Solo zum 4:1 die richtige Antwort parat. Selbst als Tözen wiederum verkürzte (33.) und Opfermann per toller Fußabwehr gegen Köppl rettete (38.), blieben die Highlander dank Linkes 5:2 auf der Siegerstraße.

Die „Raubkatzen“ steckten aber nicht auf. Und die Highlander verpassten es, dem taumelnden Boxer den Knockout zu verpassen; vielmehr boten die „Schotten“ ihrem Gegner förmlich an, ins Spiel zurückzufinden: So vertändelte Dmitriev vor dem eigenen Gehäuse, Tözen nahm das Geschenk an (46.), Hahnemann gelang bei Drei gegen Drei nur wenig später der Anschluss. Dierking traf den Pfosten, Opfermann rettete gegen Surkemper. Gegen Sellmanns Schuss zum 5:5 aus dem Gewühl heraus war der Goalie und beste Highlander aber machtlos. Dem Goalie hatten es die Bergstädter sogar noch zu verdanken, dass es bei der glücklichen Punkteteilung blieb. Die Stille in der Halle war nun symptomatisch für die Gefühlswelt der Bergstädter, die Enttäuschung bei Norbert Krause riesengroß.

Tore: 1:0 (12:54/4-3) Novak (Svejda), 2:0 (20:54) Svejda (Bilstein), 3:0 (26:17) A. Bruch, 3:1 (28:57/4-3) Dierking (Sellmann), 4:1 (30:41) Dmitriev, 4:2 (33:58) Tözen (Surkemper), 5:2 (41:11) Linke, 5:3 (45:56) Tözen (Surkemper), 5:4 (49:10) Hahnemann, 5:5 (52:35) Sellmann.