Als Spitzenreiter ins Wochenende

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Zwei Wochenenden haben die Chiefs zuletzt frei gehabt, gehen aber nach der Kölner Niederlage in Düsseldorf am kommenden Sonntag als Spitzenreiter der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd ins Heimspiel gegen die Heilbronn Dragons (16 Uhr, „Chiefs-Garden“). Die Schwaben hatten im letzten Jahr noch sicher die Play-offs erreicht, finden sich in dieser Saison jedoch bisher sieglos am Ende der Tabelle wieder.

Somit sind die Dragons ein warnendes Beispiel für alle Teams, die eine Handvoll Stammspieler verlieren. Die Leistungsdichte in der Bundesliga hat in den letzten Jahren stark zugenommen, es werden keine Punkte mehr verschenkt, und schwache Gegner gibt es auch nicht mehr.

Gut verkauft haben sich die Heilbronner im Hinspiel gegen die Chiefs, das die Spieler von Coach Mario Gundlach nur knapp mit 10:7 gewinnen konnten. Eine halbe Stunde lang konnte Heilbronn das Spiel im April offen halten, ehe ein Zwischenspurt der Chiefs die Weichen Richtung Uedesheimer Sieg stellte. Trotz beruhigender Führung kamen die Dragons später noch mal auf 7:8 heran, hatten am Ende aber dann doch das Nachsehen. „Das war so ein Spiel, über das wir besser nicht mehr so viel reden sollten“, so Mario Gundlach heute. „Wir haben damals sicher geführt, und dann völlig den Faden und die spieltaktische Disziplin verloren. Dadurch haben wir die Dragons selber wieder aufgebaut und hatten Glück, am Ende die Punkte mitzunehmen.“

Dementsprechend will Gundlach die Gäste am Sonntag auch „nicht unterschätzen“. Im Gegenteil: „Auch wenn es jetzt nicht gut aussieht für Heilbronn, aber ich glaube, dass sie doch noch den Klassenerhalt schaffen. Da unten ist alles so eng, da ist man mit zwei Siegen wieder im Rennen. Es wird schwer, aber ist durchaus machbar. Und nach Sonntag können die Dragons gerne mit ihrer Siegesserie beginnen.“

Die Chiefs wollen am Sonntag am liebsten mal wieder einen „überzeugenden Sieg einfahren. Zehn Tore im Hinspiel gegen Heilbronn waren OK, die 7 Gegentore waren inakzeptabel“, so Gundlach, der es von seinem Team aber kennt, dass man eigentlich schon geschlagene Gegner wieder aufbaut. „Das können wir besonders gut, aber damit muss endlich mal Schluss sein.“

Nicht nur statistisch, sondern auch spielerisch, als Mannschaft und was die Einzelspieler angeht, sieht Gundlach seine Mannschaft am Sonntag deutlich favorisiert. „Wir sind den Dragons in allen Belangen deutlich überlegen, ich erwarte einen überzeugenden Sieg.“ Personell haben sich die Chiefs in Person von Benny Handrich im letzten Spiel selber geschwächt. Der Stürmer wird am Sonntag seine Matchstrafe absitzen. Dies stellt für seinen Coach allerdings kein großes taktisches Problem dar: „Wir werden trotzdem mit drei starken Reihen auflaufen und 60 Minuten Gas geben. Je früher wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, umso besser.“

Das Pfingstwochenende ist spielfrei für die Chiefs, die in der Woche darauf, am 3. Juni, um 16 Uhr den Aufsteiger aus Schwabmünchen im „Chiefs-Garden“ empfangen.