Adler gewinnen gegen BerlinCrash Eagles Kaarst

Adler gewinnen gegen BerlinAdler gewinnen gegen Berlin
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In den ersten fünf Minuten waren die Eagles quasi abgemeldet. Keeper Philipp Inger musste gleich hellwach sein und parierte alle Schüsse sicher. Danach rollte dann der Kaarster Zug aufs Berliner Tor. Dieser Zug nahm von Minute zu Minute mehr Fahrt auf. Die Kombinationen sahen einstudiert aus und forderten den Applaus des Publikums heraus. Aber auch der Gäste Torhüter Felix Gläser erwischte einen guten Tag. Ende aller Abwehrbemühungen war dann in der 11. Minute. Pascal Mackenstein passte auf Kevin Stein, der die Eagles mit 1:0 in Führung brachte. Kurz danach kombinierten die Abwehrspieler Michael Geiß und Marc-André Otten gekonnt und Otten netzte clever zum 2:0 ein. Pause.

Dann begann ein bärenstarkes zweiten Drittel der Eagles. 50 Sekunden nach Anpfiff der gut leitenden Schiedsrichter legte Christian Perlitz einen messerscharfen Pass auf Thimo Dietrich, der zum 3:1 traf. Kaum war der Torschütze über den Lautsprecher genannt, erzielten die Gäste ihren ersten Treffer. Florian Rudloff schlenzte aus der Ecke aufs Kaarster Tor und irgendwie passierte der Ball trudelnd über die Linie. Die Eagles ackerten und schufen sich viele Torchancen. Dabei sprang ein weiterer Treffer heraus, dieses Mal erzielt vom Neuzugang Luca Brünemann, der den langen Pass von David Frerix versenkte. 4:1 (27.) Er kam gerade von der Strafbank zurück, rief seinem Mannschaftskollegen zu, erhielt den Ball und versetzte den Keeper mit einer Körpertäuschung. Zwei Minuten später verbesserten die Gäste wieder den Spielstand. Während einer Kaarster Strafzeit gelang dies Alexander Herrlinger zum 4:2 (29.). Danach zogen die Eagles davon. Ein schöner Spielzug nach dem anderen und Berlins Torhüter wurde stark gefordert. Marc-André Ottens zweiter Treffer zum 5:2 (33.), gekrönt von einem Tor durch Michael Geiß, der aus 10 Meter Entfernung den Ball zum 6:2 in den Winkel hämmerte (34.). Eine Minute später durfte heute auch Verteidiger Dominik Boschewski zum ersten Mal jubeln. 7:2 (35.). Berlin war erledigt und froh in die Kabinen zu schleichen.

Kaarst wechselte den Torhüter. Inger ging, Rütten kam. Auch Berlin wechselte auf dieser Position. Lars Krautmann stand im Kasten und machte anschließend einen prima Job. Berlin hatte das Spiel aber noch nicht abgehakt. Sie kamen zurück, wie in den ersten fünf Minuten. Ergebnis war der dritte Treffer. Kapitän Mike Nagat legte zum 7:3 nach (45.). Nach überstandenen druckvollen Szenen der Gäste legte David Frerix wieder nach. In der 52. Minute gelang ihm das achte Tor für Kaarst. Jetzt ging es einwenig hin und her. Berlin verkürzte noch einmal auf 8:4 durch Florian Rudloff (54.). Durch Christian Bittner stand es sogar plötzlich nur noch 8:5 ( 57.). Unangenehme Erinnerungen an das letzte Heimspiel kamen auf, wo Kaarst auch 7:2 führte und mit 7:5 in Bedrängnis kam. Dieses Ergebnis scheint den Schwarz/Gelben eher zu schaden als zu beflügeln. Nach mahnenden Worten des Trainers kehrten sie zurück in die Erfolgsspur. In der 58. Minute holte Verteidiger Dominik Boschewski weit aus und schoss die Kugel zwischen die Schoner des Berliner Torhüters. Es stand 9:5 und das war enorm wichtig. Ruhe kehrte ein. Kaarst durfte noch in den letzten 2 Minuten während einer Berliner Strafzeit viele Passfolgen üben, aber es sprang kein zehnter Treffer dabei heraus. Vielleicht wollte der Schütze auch nur den üblichen Kasten Bier sparen, der für den Schützen fällig geworden wäre.

Kaarsts Trainer Markus Krawinkel war mit der Vorstellung zufrieden, haderte aber mit den schwachen fünf Minuten im letzten Drittel. Vorsitzender Georg Otten meinte, dass viele klare Chancen nicht konsequent genug genutzt wurden. „Es hätte leicht zweistellig ausgehen können“, sagte er vor dem Verlassen der Halle.