Achtungserfolg trotz Niederlage

Devils starten ins UnbekannteDevils starten ins Unbekannte
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Gegen den haushoch favorisierten Meister, den HC Köln-West, gab es für die Langenfeld Devils beim 7:12 (3:5, 3:1, 1:6) zwar keine Punkte, dafür aber einen Achtungserfolg.

Die Rollenverteilung vor dem Meisterschaftsspiel der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd war wohl so klar wie selten. Schließlich empfing der Aufsteiger aus Langenfeld den Deutschen Meister aus Köln, der in dieser Saison bisher jedes Spiel souverän gewinnen konnte. Besonders die Spieler Kai Esser, Robin und sein Bruder David Weisheit gelten als die stärksten der Liga (im Spiel gegen Langenfeld war das Trio an neun der zwölf Treffer beteiligt).

Die hoch motivierten Devils zeigten sich davon wenig beeindruckt. Die Domstädter waren technisch überlegen, aber Langenfeld hielt durch Laufbereitschaft und Kampfgeist gut dagegen. Nach der frühen 2:0-Führung der Gäste (1., 3.) schaffte Markus Kruber in Überzahl den Anschlusstreffer. Einem Powerplaytreffer der Kölner folgten zwei starke Einzelaktionen von Robin Weisheit, die Köln mit 5:1 nach vorne brachten. Die Devils dachten allerdings nicht daran, sich in ihr Schicksal zu ergeben, und bäumten sich auf. Kurz vor der ersten Pause gelang dem wieder erstarktem Moritz Matzkies ein Doppelschlag, der das verdiente 3:5-Pausenergebnis herstellte.

Im zweiten Drittel ließ der Coach der Kölner zunächst das erwähnte Spitzentrio auf der Bank. Die Langenfelder erkannten die Gunst der Stunde und zeigten alles was sie konnten. Durch das konzentrierte Forechecking der Devils gelang den Gästen kaum noch ein Aufbau. Robert Heimann schaffte in der 26. Minute den erneuten Anschluss. Ein Hauch von Sensation lag in der Luft, denn nun Spielten beide Teams auf Augenhöhe. Nach dem zwischenzeitlichem 4:6 (29.) war Langenfeld sogar überlegen. Kay Braun und Moritz Matzkies schafften durch ihre Treffer das überraschende Ergebnis von 6:6 zur zweiten Pause.

Im Schlussabschnitt musste wegen der drohenden Niederlage also auch wieder die Topformation der Kölner aufs Feld. Diese drei sehr agilen und technisch überragenden Spieler machten letztlich den Unterschied. Nach der erneut schnellen Führung für Köln (41.) zeigten sie ihr Können und drängten Langenfeld in die Defensive. Als die Devils dann noch in Unterzahl gerieten brachen kurzzeitig die Dämme bei den Teufeln. Innerhalb von sechs Minuten erzielten die Gäste vier weitere Tore und zogen auf 11:6 davon. Anders als vor einem Monat, als sich Langenfeld gegen Schwabmünchen im letzten Drittel komplett aufgegeben hatte, berappelten sich die Devils nochmals und bewiesen Moral. Trotz einer Fünf-Minuten-Strafe in der 56. Minute kämpften die Teufel weiter. Lohn dafür war ein Unterzahltor von Matzkies. Sekunden vor dem Ende schaffte Köln dann noch das letzte Tor zum 7:12-Endstand. Am Sonntag, 16 Uhr, empfangen die Devils die Uedesheim Chiefs.


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