Acht Tore reichten nicht

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Fast wären die Nasenbären doch noch zum ersten Stolperstein des Vizemeisters an seinem Auswärts-Doppelwochenende geworden. Doch letztelich verloren die Rostocker Nasenbären in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord mit 8:9 (2:2, 2:6, 4:1) gegen die Highlander Lüdenscheid.

Gegen numerisch unterlegene Rostocker gingen die Gäste in der dritten Spielminute in Führung, als Tim Linke einen Konter unhaltbar für Nasenbären-Schlussmann Alexander Jenjahn zum 0:1 vollstreckte. Auch danach hatte dieser wesentlich mehr zu tun, als sein Gegenüber Tobias Opfermann im Gehäuse der Bergstädter, doch nach gut 14 Minuten waren es zunächst die Hausherren, die zum ersten Mal an diesem Abend jubeln durften. Wie aus dem Nichts fiel der 1:1-Ausgleich, den Martin Doerjer für Spielertrainer Christian Ciupka vorbereitete. Vier Minuten vor der Pause ging Rostock durch Christian Herrmann gar in Führung, doch fünd Sekunden vor dem Ende des Spielabschnittes traf David Kurucz zum 2:2 für Lüdenscheid.

War der Beginn der Partie noch von kontrolliertem Abtasten geprägt, schienen im Mitteldrittel die Abwehrreihen zum Teil wie aufgelöst und Tore fielen nun quasi im Minutentakt. Schon nach 19 Sekunden netzten die Gäste durch Alexander Wille zum 2:3 ein, das die Mecklenburger aber postwendend mit Ciupkas (22.) zweiten Treffer des Spiels ausgleichen konnten. Dann jedoch war eindeutig der Vizemeister am Drücker – durch Treffer von Linke (26.), Schymanski (27., 31.) Svejda (29.) und Kurucz (34.) zogen die Sauerländer fast uneinholbar mit 8 Toren davon und es schien den gut 100 Zuschauern im Bertha-von-Suttner-Ring beinahe, als wenn nun jeder Schuss der Gäste einen Treffer nach sich ziehen würde. Das zwischenzeitliche 4:5, nach schöner Einzelaktion von James Trevena-Brown in der 28. Spielminute, war zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr als ein Strohfeuer und bedeutete kaum mehr als Ergebniskosmetik, sodass die Nasenbären mit einem ernüchternden 4:8-Zwischenstand zurück in die Kabinen schlichen.

Stefan Bilstein erzielte in der 46. Minute gar das 4:9 aus Rostocker Sicht, dann jedoch setzten die Nasenbären zur Aufholjagd an. Zunächst spielte Brümmer Christian Ciupka (47.) frei, der zum 5:9 traf. Dann legte Herrmann für J.T. Brown (49.) auf, der per Direktabnahme den Ball zum 6:9 unhaltbar in die Maschen hämmerte. Im Anschluss krönte Christian Herrmann (57.) seine Leistung mit dem 7:9 – nur noch zwei Tore Rückstand und noch gute drei Minuten Zeit. Als dann Brümmer und Brown den Ball hinter dem gegnerischen Tor zurückerkämpften und behaupteten, verwertete Kapitän Paul Paepke (58.) ihr Zuspiel zum 8:9-Anschlusstreffer und die Halle stand kopf. Dabei blieb es jedoch schließlich.

Tore: 0:1 (2:50) Linke, 1:1 (13:13) Ciupka (Doerjer), 2:1 (15:40) Hermann, 2:2 (19:55) Kurucz (Dück), 2:3 (20:19) Wille (Bruch), 3:3 (21:06) Ciupka, 3:4 (25:39) Linke (Schymanski), 3:5 (26:39) Schymanski (Linke), 4:5 (27:24) Trevana-Brown, 4:6 (28:19) Svejda (Balazs), 4:7 (30:04) Schymanski (Wille), 4:8 (33:25) Kurucz (Svejda), 4:9 (45:50) Bilstein, 5:9 (46:33) Ciupka (Brümmer), 6:9 (48:21) Trevana-Brown (Hermann), 7:9 (57:46) Hermann (Ciupka), 8:9 (57:57) Paepke (Trevana-Brown). Strafen: Rostock 4, Lüdenscheid 8.

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